Laufanfänger? 15 typische Fehler und wie du sie vermeidest!

Laufen ist easy, denkst du? Bloß einen Fuß vor den anderen setzen? Wenn das so einfach wäre… Ich persönlich habe als Laufanfänger den ein oder anderen Fehler begangen, der mich viele Monate gekostet hat. Wenn ich gewusst hätte, was man alles falsch machen kann, wäre ich es sicher cleverer angegangen.

Um dir diesen schmerzhaften Lernprozess zu ersparen, habe ich diese Liste mit den meiner Meinung nach schlimmsten Fehlern, die du als Laufanfänger machen kannst, zusammengestellt.

Ich hoffe sehr, dass sie dir weiterhilft!

1. Du läufst einfach drauf los

Wie jetzt? Ich es nicht gut, einfach intuitiv und spontan zu sein? Was ist denn daran schlecht, einfach loszulaufen?

An sich eigentlich nichts. Aber es ist nicht immer zielführend und manchmal auch ungesund.

Wer nach Lust und Laune läuft, verschätzt sich schnell. Vor allem, wenn er seinen Körper noch nicht so gut kennt.

Dann kann es schnell passieren, dass du dir eine Verletzung zuziehst, weil du zu oft oder zu weit gelaufen bist.

Im besten Fall hast du nach 2 Wochen einfach keine Lust mehr und hängst dein vermeintliches neues Hobby wieder an den Nagel.

Also, wenn du vorhast dranzubleiben, mach dir einen möglichst konkreten Plan! Was ist dein Ziel und wie willst du es erreichen?

Hast du zum Beispiel vor, in 5 Monaten an einem Volkslauf teilnehmen? Dann strukturiere dein Training entsprechend.

Du kannst im Internet zahlreiche Trainingspläne für die unterschiedlichsten Distanzen finden.

Das ist natürlich nichts 100%iges, aber immerhin ein grobes Gerüst, an dem du dich orientieren kannst.

Besser ist natürlich ein individueller Plan.

Hier gibt es zum Beispiel eine Anleitung, wie du dir als Laufanfänger selbst einen Plan erstellen kannst!

Du kannst aber natürlich jemanden fragen, der Ahnung von der Materie hat.

Wir helfen dir gern weiter!

2. Du gibst volle Pulle Gas

Wenn du läufst, arbeitet dein ganzes Herz-Kreislauf-System auf Hochtouren.

Das Herz pumpt ununterbrochen Blut, um die Muskeln und anderen Organe mit Sauerstoff zu versorgen.

Für den ein oder anderen – besonders ältere oder schwerere Laufanfänger – kann ein zu hohes Tempo die Pumpe schon mal überfordern.

Zudem ist dein Körper damit beschäftigt, ständig schnelle Energie für die Muskeln zur Verfügung zu stellen.

Dafür verstoffwechselt er Fette sowie Glykogen – eine Art Zucker – mithilfe von Sauerstoff.

Das nennt man auch aerobe Energiegewinnung.

Die funktioniert aber nur, wenn du langsam genug läufst.

Bist du zu schnell unterwegs, fehlt der Sauerstoff im Blut und die Energiegewinnung kostet den Körper deutlich mehr Arbeit – bei einem geringeren Effekt. (auch anaerobe Verstoffwechslung genannt)

Ob du es glaubst oder nicht:

Du bist nach einer Weile einfach kaputt und kannst gar nicht mehr weiter laufen. (Genaueres dazu in folgendem Artikel.)

Wer zu schnell losläuft, kommt bald an seine Grenzen und ist hinterher alle.

Daher: Schalte einen Gang runter und jogge gemütlich los! Denn langsam kommt man auch voran!

Ich will dir hier nicht die Laune verderben, aber wenn du wirklich kompletter Laufanfänger ist und dir das
Joggen angewöhnen willst, ist es besser, erst einmal moderat einzusteigen.

Völlig außer Atem

 

So gerätst du nicht so schnell  außer Puste, sodass du bald keine Kraft (und Lust) hast weiterzulaufen.

Viele beginnen tatsächlich mit 2 Minuten Laufen und einer Minute Gehen im Wechsel (oder andersherum – je nach Leistungsstand).

Das Ganze dann etwa 20 Minuten lang und jede Trainingseinheit um 5 Minuten steigern.

Sieht zwar nicht so cool aus, ist aber nachhaltiger.

Wenn du schon ein wenig fitter bist, kannst du auch gleich eine halbe Stunde locker traben.

Du solltest jedoch nicht gleich beim ersten Mal einen 60-Minuten-Dauerlauf abreißen.

3. Du läufst nach Pace

Wenn du dich jetzt fragst, was Pace ist, kannst du diesen Punkt getrost überspringen.

Dann scheint er nicht dein Problem zu sein.

Trotzdem ganz kurz die Information: Pace ist die Geschwindigkeit oder das Lauftempo – üblicherweise angegeben in Minuten pro Kilometer.

Viele streben zum Beispiel als erstes eine konstante Pace von 6:00 an, um einen 10-Kilometer-Lauf in einer Stunde zu absolvieren.

Das Problem bei der Pace ist: Sie ist nicht wirklich aussagekräftig, denn sie ist individuell sehr variabel.

Natürlich macht sie Läufe objektiv vergleichbar.

Du kannst sehen, ob du dich verbesserst und deine Läufe auf diversen Apps auch mit anderen vergleichen.

Über deinen Fitnessgrad sagt sie allerdings recht wenig aus.

Es kann zum Beispiel vorkommen, dass du an einem Tag extrem schnell unterwegs bist und an einem anderen langsamer, weil du kaputt von der Arbeit kommst.

Es macht also absolut keinen Sinn, immer dasselbe Tempo anzustreben.

Du kannst dich zwar an den schlechten Tagen trotzdem bemühen, schnell zu laufen, wirst deinen Körper dabei aber vermutlich überstrapazieren.

Und dann macht das Laufen auch keinen Spaß mehr.

Ich empfehle dir die langsame Tour: Achte vor allem auf deinen Atem.

Als  grober Richtwert wird immer die Fähigkeit genommen, sich beim Laufen noch zu unterhalten.

Wenn du dabei außer Puste kommst, drossle das Tempo nochmals.

Wenn du eine Pulsuhr hast, kannst du auch versuchen, in einem möglichst niedrigen Pulsbereich zu bleiben. (Viele Uhren berechnen grob die indivuellen Pulszonen. Wenn du es genauer wissen willst, lies in unseren Artikel zum FTP-Test!)

Besser ist es allerdings, erst einmal ein Gefühl fürs Laufen zu entwickeln, bevor du dich mit Daten aus den erdenklichen Gadgets zudröhnst.

Dann wirst du dich über kurz oder lang sowieso verbessern.

Wenn du dagegen immer am Limit trainierst, weil du nur eine bestimmte Pace oder Zeit im Kopf hast, wird das kaum möglich sein.

4. Du trainierst täglich

Du bist hypermotiviert, will am liebsten ein paar Kilos abnehmen oder einfach allen beweisen, dass du auch laufen kannst?

Was liegt also näher, als täglich zu trainieren? Macht doch Spaß!

Hierbei gibt es allerdings mehrere Risiken:

  1. Das Gesundheitliche Risiko
  2. Das Motivationsrisiko

Bei manchen führt zu häufiges Lauftraining zu Überlastungserscheinungen.

Denn gerade die Füße, Waden und Schienbeine sind sehr sensible Körperteile, dir empfindlich reagieren, wenn man sie plötzlich viel stärker benutzt als normal.

Das merkst du nicht gleich beim ersten Mal. Aber auf die Dauer sorgt das, wenn du es nicht gewohnt bist, eventuell für Verletzungen!

Jeden Tag zu laufen mag am Anfang noch Spaß machen.

Viele verlieren aber schon nach 2 Wochen die Lust darauf und hängen ihr neues Hobby bald wieder an den Nagel.

Aber Langeweile ist ja nun wirklich nicht Sinn der Sache, oder?

Deshalb: wenn du langfristig Spaß an der Sache behalten willst, laufe höchstens 3-4 Mal die Woche. Dadurch stellst du sicher, dass dein Körper genug Zeit hat, sich an die Belastung zu gewöhnen.

Wenn du magst, kannst du auch an den lauffreien Tagen Alternativtraining (wie Schwimmen, Radfahren oder Krafttraining) einbauen. Dazu mehr in Punkt 8.

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5. Du legst keine Ruhepausen ein

Dieser Punkt steht im Zusammenhang mit dem vorherigen.

Als Laufanfänger oder sogar absoluter Sportanfänger tust du deinem Körper natürlich etwas Gutes.

Aber hinterher brauchst du auch Zeit, um das Training quasi zu verarbeiten.

Nach jedem  Belastungsreiz folgt idealerweise eine Pause, in der deine körperlichen Kräfte wachsen. Dieser Prozess nennt sich Superkompensation.

Mehr zum Thema kannst du in unserem Artikel nachlesen.

Wenn du ein kompletter Laufanfänger bist, ist diese Regenerationsphase umso wichtiger.

Denn du bekommst schneller Muskelkater oder andere Ermüdungserscheinungen und brauchst generell mehr Erholung und Pausen als jemand, der schon ein paar Jahre trainiert.

Wenn du das nicht beachtest, läufst du außerdem Gefahr, ins Übertraining zu geraten. Und dann geht erst einmal nichts mehr.

Also geh die Sache langsam an und achte auf deine Erholung! Was du für deine Regeneration tun kannst, erfährst du in diesem Artikel.

6. Du willst von Null auf Hundert

Jeder Hobbysportler, der einigermaßen fit ist, hat vermutlich Ambitionen.

Viele denken sich vielleicht:

„Letzte Woche bin ich 20 Minuten gelaufen. Mal sehen, ob ich heute schon das Doppelte schaffe.“

Und schwuppdiwupp läufst du nach 3 Wochen schon anderthalb Stunden.

Das mag gutgehen. Muss es aber nicht.

Bei vielen Laufanfängern sorgen solche krassen Steigerungen eher für Beschwerden im Stützapparat, in  den Schienbeinen oder der Achillessehne.

Viele dieser Verletzungen werden nämlich durch Überlastungen verursacht.

Du merkst es vielleicht nicht sofort, aber wenn du dir erst einmal so eine lästige Läuferkrankheit eingefangen hast, wirst du sie so schnell nicht wieder los!

Also, achte darauf, nie mehr als 10% zu steigern. Als Faustregel gilt: immer nur an einer Schraube drehen. Wenn du öfter läufst (also die Frequenz hochschraubst), solltest du nicht auch noch die Strecke verlängern oder das Tempo erhöhen.

7. Du planst als Laufanfänger gleich einen Halbmarathon

Gleich ist natürlich relativ. Für den einen mag das nach 2 Wochen heißen.

Die Halbmarathon-Strecke

 

Für den anderen nach 3 Monaten.

Beides ist auf jeden Fall zu früh, um die 21,0975 Kilometer zu absolvieren.

Denn auch wenn du du Kondition dafür besitzt und dich fit fühlst, kannst du dir damit das Laufen gehörig verderben.

Möglicherweise stecken deine Muskeln die Strecke gut weg. Aber deine Gelenke und Sehnen nicht.

Im schlimmsten Fall hast du hinterher wochen-, wenn nicht monatelang mit Knieschmerzen, Achillessehnenbeschwerden oder Schienbeinkantensyndrom zu kämpfen.

Und dann kannst du erst einmal gar nicht mehr laufen!

Also, tu dir selbst den Gefallen und lass deinem Körper Zeit, sich an die Belastung zu gewöhnen. Wenn du dann einmal ein Jahr dabei bist, kannst du dich an die Vorbereitung für den Halbmarathon machen!

8. Du läufst nur

Du fragst dich vielleicht, was dieser Rat soll. Schließlich bist du Laufanfänger. Das ist doch toll und gehört belohnt.

Natürlich ist es wunderbar, wenn du dabei bist, dich vom Sportmuffel zum Läufer zu entwickeln. Herzlichen Glückwunsch!

Doch das ist leider noch nicht alles.

Ein Lauf-ABC AbsolvierenWenn du dauerhaft erfolgreich sowie ohne Schmerzen und Verletzungen unterwegs sein willst, solltest du dir eine kleine Routine an Kräftigungsübungen zulegen, die du zusätzlich ein bis 3 Mal die Woche durchführst.

So stärkst du deinen Halteapparat und baust Muskeln auf, die du zum Laufen benötigst.

Eine ausführliche Anleitung mit Eigengewichtsübungen findest du beispielsweise in unserem Slingtrainer-Ebook, das du kostenlos bekommst, wenn du dich im Newsletter einträgst.

Außerdem solltest du regelmäßig ein sogenanntes Lauf-ABC absolvieren. Das sind Technik-Übungen, die deinen Laufstil formen und verbessern. Eine Auswahl an Übungen findest du in unserem Lauf-ABC Artikel.

9. Du machst Intervalltraining

Intervaltraining ist bekannt als die Methode, die dich
schneller macht.

Training auf der Bahn

 

Durch extreme Spitzentempi kannst du dein Durchschnittstempo steigern. (Mehr dazu steht in unserem Intervall-Artikel.)

Allerdings ist Intervalltraining nur etwas für Fortgeschrittene.

Du solltest mindestens 30 Minuten, besser noch eine Stunde im lockeren Tempo und ohne Gehpausen durchlaufen können.

Denn so wie es keinen Sinn ergibt, eine Haus ohne Fundament zu bauen, solltest du zuerst die Basis legen, bevor du dich an die Optimierung deiner Zeiten wagst.

Also, arbeite erst einmal an deiner Grundlagenausdauer. Danach kannst du dich dann durch gezielte Trainingseinheiten verbessern.

10. Du machst Bergläufe

Bergläufe werden häufig als spezielle Form des Intervalltrainings angesehen.

Sie können aber auch einfach so auf dem Programm stehen, weil die Gegend, in der du unterwegs bist, viele Anstiege bietet.

Für die Flachlandtiroler unter uns sind sie wohl eher eine Horrorvision.

Doch vielleicht reizen dich ja gerade die Trails!?

Bergläufe sind insofern nichts für Anfänger, als sie das Herzkreislaufsystem extrem stark beanspruchen. (Wenn du es einmal probierst, wirst du merken, wie dir die Pumpe geht…)

Ich will jetzt nicht den Teufel an die Wand malen, aber das kann je nach Alter und Fitnessgrad auch gefährlich fürs Herz sein.

Abgesehen davon gehen Bergläufe stark auf die Gelenke, Sehnen und Bänder.

Dass die Waden hinterher schmerzen, ist sicher noch das geringste Übel.

Wenn allerdings die Knie vom Bergablaufen wehtun oder du dir die Achillessehne zerrst, ist es nicht mehr ganz so feierlich.

Diese Körperteile passen sich nämlich nicht so schnell an die Belastung an wie die Muskeln und sind daher verletzungsanfälliger.

Also, lass vorerst besser die Finger davon. Such die eine ebene Strecke und trainiere dort, bis du locker eine Stunde laufen kannst. Auch dann steige erst nach und nach ins Bergtraining ein!

Hier gehts zu unserem Shop

11. Du trägst das falsche Schuhwerk

Füße sind etwas sehr Individuelles. Es gibt keine 0-8-15-Standardfüße.

Der eine knickt ein wenig stärker nach innen (Überpronation), der andere läuft tendenziell eher nach außen (Supination). Der nächste hat gar Platt-, Senk- oder Spreizfüße.

Wieder ein anderer benötigt mehr Polsterung, weil er ein paar mehr Kilos mit sich herumträgt.

Entsprechend können die falschen Schuhe auch eine Menge Schaden anrichten.

Zum Beispiel werden diverse Laufverletzungen wie Plantarfasciitis (bemerkbar durch Schmerzen in den Fersen), Tenditis (Sehnenscheidenentzündung) oder Schienbeinkantensyndrom (Empfindlichkeit und Schmerzen entlang der Schienbeinkante) von falschem Schuhwerk verursacht oder zumindest begünstigt.

Natürlich ist es kein Problem, erst einmal die alten Sportschuhe zu benutzen, wenn du dir noch nicht sicher bist, ob du am Laufen dranbleibst.

Sobald du weißt, dass du regelmäßig laufen wirst, solltest du jedoch definitiv in ein Paar gute Laufschuhe investieren.

Und da solltest du auch nicht knauserig oder bequem sein.

Auch wenn es heutzutage gang und gäbe ist, immer das günstigste Modell im Internet zu bestellen, solltest du dich für den Laufschuhkauf lieber selbst auf den Weg machen als den Postboten laufen zu lassen.

Selbst wenn du deine Fußform in etwa kennst, solltest du unbedingt einen Experten zurate ziehen.

Geh möglichst in einen speziellen Laufschuhladen, wo du eine Laufbandanalyse machen kannst.

Lass dich dort beraten und wenn du den Eindruck hast, dass der Verkäufer sich nicht deinen Problemen widmet, hol lieber noch eine zweite Fachmeinung ein.

Erst, wenn du das richtige Modell für deine Füße hast, kannst du dich um das Design oder die Farbe kümmern.

12. Du ziehst dich zu warm an

Ein typischer Anfängerfehler – nicht nur im Winter – ist es, sich zu warm einzupacken.

Besonders, wenn du morgens losläufst, mag es noch empfindlich frisch und windig sein.

Meist wird dir jedoch nach ein paar Minuten Bewegung so warm, dass du rot anläufst wie eine Tomate.

In zu warmer Kleidung zu laufen ist deutlich anstrengender.

Dein Herz muss für einen Ausgleich der Körpertemeratrur sorgen und pumpt dafür umso mehr Blut an die Extremitäten, um die Wärme über die Haut abzugeben.

Infolgedessen erhöht sich dein Puls gewaltig.

Außerdem schwitzt du – was unangenehm ist – oder musst letztlich etwas ausziehen.

Unpranktisch nur, wenn du unter dem dicken Pulli nichts oder nur einen Sport-BH trägst.

Ganz abgesehen davon, dass du nur unnötigen Ballast mit dir herumschleppst, kann zu viel Schweiß für den Anfang sehr unangenehm sein…

Clever ist daher der sogenannte Zwiebellook:

am besten ein paar dünne Schichten, möglichst aus atmungsaktivem Material übereinanderziehen. So kannst du zur Not ein Sweatshirt ausziehen und um die Hüfte binden.

Als Faustregel gilt außerdem:

Vor dem Lauf darfst du ruhig etwas frösteln. Innerhalb der ersten 5-10 Minuten wird dir dann sowieso warm.

Wenn du empfindlich an den Ohren bist, nimm dir ein leichtes Tuch  oder Stirnband mit. Das kannst du ansonsten auch in den Händen transportieren.

13. Du läufst mit vollem oder leerem Magen

Vielleicht bist du schon einmal direkt nach dem Mittagsessen losgerannt? Oder du hast stundenlang nichts gegessen und wolltest dich dann noch sportlich betätigen?

In dem einen Fall bekommst du womöglich Verdauungsprobleme, in dem anderen Fall Kreislaufbeschwerden.

Beides sind natürliche Reaktionen unseres Körpers. Doch du musst dir dessen als Laufanfänger vielleicht erst bewusst werden.

Für das Laufen brauchst du natürlich wie für jeden Sport
Energie. Sonst besteht die Gefahr, dass du unterzuckerst.

Ernährung ist auch beim Sport sehr wichtig

 

Das merkst du daran, dass dir schwindelig oder gar schwarz vor Augen wird.

Dann benötigst du sofort Kohlenhydrate, die schnell ins Blut gehen (Traubenzucker, Apfelsaft, eine Banane o.ä.)

Wenn du allerdings gerade erst Energie in Form von Nahrung getankt hast, verfällt der Körper erst einmal in den Verdauungsmodus. („Mittagstief“)

Dein Parasympaticus senkt den Blutdruck und kümmert sich derweil um den Stoffwechsel.

Das ist ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für Sport.

Abgesehen davon, dass du dich träge fühlst und nicht so leistungsfähig bist, kann der Magen oder Darm und streiken und alles im Schnelldurchlauf wieder nach draußen befördern.

Um das zu vermeiden, solltest du vor einem längeren Lauf (d.h. wenn du länger als anderthalb Stunden unterwegs bist) unbedingt etwas essen.

Am besten leicht verdauliche Lebensmittel.

Zwischen dem Lauf und einer Hauptmahlzeit sollten etwa 2-3 Stunden liegen.

Wenn die letzte Hauptmahlzeit schon etwas länger her ist, kannst du auch einfach eine kleine Zwischenmahlzeit einlegen (einfach eine Banane, einen Müsliriegel oder ein Glas Apfelsaft trinken und dann eine halbe Stunde warten, bis die Energie daraus im Blut gelangt ist.)

14. For Girls only: Du trägst keinen Sport-BH

Dies ist leider nicht nur ein Fehler von Laufanfängerinnen. Viele Frauen vernachlässigen es, einen Sport-BH zu tragen.

Dabei ist das besonders für Frauen mit großer Oberweite extrem wichtig.

Aber auch wenn du eher kleine Brüste hast, sollte dir daran gelegen sein, sie zu schützen.

Da die Brust größtenteils aus Fett und Bindegewebe besteht, kann sie nicht wie Muskulatur trainiert werden.

Mit der Zeit erschlafft das Bindegewebe.

Das Laufen ohne Sport-BH begünstigt diesen Prozess.

Denn durch die hüpfende Bewegung sind deine Brüste einem ständigen Auf und Ab ausgesetzt.

Auch wenn du das nicht spürst, sind das bis zu 8 cm pro Schritt.

Ein guter Sport-BH kann das zumidest minimieren, wenn auch nicht komplett eindämmen.

Natürlich solltest du auch hier das richtige Modell finden, das gut und bequem sitzt. Wieso und wie, das erfährst du im Podcast von Go Girl Run.

15. Du machst dir Gedanken, was die anderen denken

Instagram, Facebook, Runtastic oer Strava… Überall gibt es Möglichkeiten, sich zu messen und zu vergleichen.

In einem gesunden Maß mag das anspornen und motivieren.

Aber dabei bleibt es selten. Häufiger lässt man sich unter Druck setzen und sich zu etwas verleiten, das nicht gesund ist.

Du kennst das vielleicht, wenn du joggst und plötzlich jemand schnelleres vorbeizieht.

Gleich legst du auch einen Zahn zu, bis du merkst, dass du keine Puste mehr hast.

Weitere negative Effekte von Vergleichen zählt Torsten vom Ausdauerblog hier auf.

Als Laufanfänger solltest du darauf sch*, was andere sagen oder denken!

  • Du schaffst noch keine halbe Stunde am Stück? Was geht sie das an!
  • Du läufst langsam? Na und!
  • Du hast ein paar Kilos zu viel auf den Rippen und man sieht es dir an? Egal! Du tust was für deine Fitness!

Lass dich nicht beirren und finde deinen Weg! Es gibt immer jemanden, der schneller, besser oder stärker ist. Aber das ist kein Grund, sich schlecht zu fühlen! Arbeite an deinen eignen Grenzen und sei stolz auf das, was du schon erreicht hast!

Laufanfänger? Nur die Ruhe bewahren!

Es ist leider gar nicht so einfach, als Laufanfänger alles richtig anzupacken, sodass du dran bleibst und keine gesundheitlichen Beschwerden bekommst.

Viele Laufanfänger wollen einfach zu viel und wundern sich hinterher, dass sie Schmerzen bekommen oder die Motivation schwindet.

Nicht selten geben sie auf, bevor es richtig losgeht.

Natürlich ist es schwer, alle Tipps auf einmal zu berücksichtigen. Aber wenn du versuchst, sie nach und nach umzusetzen, vermeidest du mehr Fehler und wirst du hoffentlich lange mit viel Freude dabei sein.

Damit entwickelst du dich vom Laufanfänger zum begeisterten Läufer!

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Über den Autor

Das Autorenbild

Früher hab ich immer gedacht „Sport ist Mord“, wenn in der Schule Ausdauerlauf oder – noch viel schlimmer – das „Sportfest“ angesagt war. Obwohl ich von mir nicht behaupten kann, per se unsportlich zu sein, habe ich dieses Potential selten genutzt. Inzwischen quäle ich mich freiwillig - und mit Spaß - jedes Mal aufs Neue zum Training.

7 Kommentare

  1. Avatarbild fuer Kommentar

    Also bei mir hat erst das Laufen nach Pace zum Erfolg geführt. Davor bin ich immer zu schnell gelaufen und erst als ich mich zwanghaft an eine langsame Pace gehalten habe, konnte ich plötzlich auch eine Halbmarathondistanz laufen. Das wäre vorher nie denkbar gewesen. Gerade dieses „langsam laufen“ muss man erst lernen.

    • Avatarbild fuer Kommentar

      Hey Daniel,
      okay, so kann man es natürlich auch sehen… Ich meinte, dass viele sich anfangs einfach überschätzen und deutlich zu schnell unterwegs sind. Meiner Meinung nach ist der Puls da ein besserer Ratgeber als die Pace. Aber wenn man ein langsames Tempo wählt und das konstant durchhält, ist das natürlich auch super! Kenne das Problem mit dem Langsam laufen nur zu gut…
      Beste Grüße,
      Lotta

  2. Avatarbild fuer Kommentar

    Yay! Viele tolle Tipps, die Laufanfängern definitiv weiterhelfen!
    Tausend Dank auch für Eure Verlinkung zu meinem Podcast <3

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