8 Gründe für Triathlon-Anfänger jetzt zu starten

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Nachdem Triathlon in den letzten Jahren nicht nur auf der Beliebtheitsskala von Ausdauersportlern stark zugelegt hat, habe ich mir einmal überlegt, warum potentielle Triathlon-Anfänger eigentlich auf dem absolut richtigen Weg sind. Wie du dir sicher vorstellen kannst, finde ich den Sport nämlich auch ziemlich geil. Das alleine wird dich jedoch möglicherweise nicht überzeugen können. Daher habe ich 8 Gründe für dich zusammen getragen, warum du mit dem Triathlon starten solltest.

Triathlon-Anfänger können auch Sportnovizen sein

Der Triathlon bietet sich durch die unterschiedlichen Streckenlängen wunderbar für absolute Sporteinsteiger an. Die Sprintdistanz zum Beispiel, die je nach Rennen ungefähr 400 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen umfasst, empfiehlt sich hier besonders. Diese Distanz ist mit einer guten Vorbereitung über ein paar Wochen für jeden normal sportlichen Einsteiger zu schaffen. Natürlich sollte es dabei nicht primär um die Bestzeit gehen. Wenn du das Rennen schaffst und ein Gefühl für die Sportart bekommt, ist das Reinschnuppern ein voller Erfolg.
Alle, die sich schon fitter fühlen, können natürlich auch mit der olympischen Distanz einsteigen. Dabei sind meist 1 km Schwimmen, 40 km auf dem Rad und 10 km Laufstrecke zu absolvieren.

Triathlon als logische Weiterentwicklung

Auch Solosportler, also jene, die bisher nur auf dem Rad oder nur zu Fuß unterwegs waren, können sich wunderbar als Triathlon-Anfänger versuchen. Um ehrlich zu sein, halte ich Triathlon sogar für eine der logischen Weiterentwicklungen dieser Einzelsportarten. Wenn du auf deinem Rad glücklich bist oder die 42 km genau dein Ding sind, solltest du natürlich dabei bleiben. Aber wenn du hin und wieder Lust auf etwas Neues, Anderes oder einfach auf Mehr hast, ist die Kombination aus Laufen, Schwimmen und Radfahren genau das Richtige für dich.

Egal, ob Sportler oder Neueinsteiger

Triathlon auf der Sprint- oder Olympischen Distanz hat auch den Vorteil, dass sich das Training, und somit auch der Aufwand für den ersten Ausflug in die Triathlonwelt, anfangs in Grenzen hält. Hierbei profitierst du natürlich besonders, wenn du aus einer der drei Sportarten kommst. Dabei ist es auch egal, ob du aktuell eine Menge Kilometer auf dem Rad oder zu Fuß abreißt. Wenn du als Kind oder Jugendlicher im Schwimmverein warst, ist das definitiv auch ein großer Vorteil. Falls du allerdings auch im Schwimmbecken Neuling bist, solltest du unbedingt Lottas Artikel zum Thema Schwimmtraining lesen.

Triathlon bietet umfassendes Training

Wenn du nun noch immer Zweifel an der Idee Triathlon hast, sollte dich das umfassende Training davon überzeugen. Denn in kaum einer anderen Sportart wird dein Körper auf solch abwechslungsreiche Art gefordert. Klar, im ersten Moment sehen die meisten nur Ausdauersport. Aber schon alleine die drei Disziplinen beanspruchen den Körper auf ganz unterschiedliche Weise. Kondition, die du zum Beispiel beim Laufen aufgebaut hast, bringt dich beim Schwimmen nicht unbedingt auf dasselbe Niveau. Und die Muskulatur, die du beim Kraulen trainierst, bietet auf dem Rad wiederum keinen direkten Vorteil.
Daher ist das Krafttraining beim Triathlon eigentlich die vierte Disziplin. Beine, Arme, Rücken und besonders der Rumpf sind Muskelgruppen, die der Triathlet gerne mit Stabitraining zusätzlich fordert. Auch das Training mit dem Slingtrainer kann hier zum Tragen kommen. Unser gratis E-Book mit den besten Übungen für den Slingtrainer bietet hierfür einen guten Einstieg.
Wenn du aber gleich ganz in die Vollen gehen möchtest, solltest du dir besser Lottas Reihe zum Thema Kraftsport für Triathleten vornehmen.
Egal für welche Variante du dich entscheidest: zum Triathlon gehört immer auch Krafttraining dazu. Damit wird der „Dreikampf“ zu einer Sportart, die deinen Körper vielseitig fordert und damit einen wesentlich größeren Effekt auf deine Gesundheit hat. Laut Experten ist nämlich gerade dieses ganzheitliche Training einer einseitigen Belastung absolut vorzuziehen. Triathlontraining ist also auch eine gute Gesundheitsvorsorge!

Umfassendes Training als Herausforderung

Nicht nur für Triathlon-Anfänger bietet diese Eigenheit auch eine besondere Herausforderung.  Das Gleichgewicht zwischen den Sportarten zu finden, an jeder „Stellschraube“ individuell zu drehen und sich somit in allen Bereichen weiterzuentwickeln, kann einen ganz besonderen Reiz ausmachen.
Selbstverständlich bedeutet das nicht, dass du gleich als Vorbereitung auf den ersten Schnupperwettkampf täglich deinen ganzen Körper stählen musst. Wenn du diesen Sport jedoch längerfristig betreiben möchtest, soltest du dich nicht nur auf Laufen, Schwimmen und Fahrrad fahren konzentrieren.

Mit der Herausforderung des umfassenden Trainings geht zudem das Erkennen der eigenen Schwächen einher. Wenn du diese Schwächen überwinden willst, musst du dich mit ihnen auseinandersetzen. Das ist für manche Menschen die größte Herausforderung im Leben – und Triathlon kann dabei helfen!

Hartgesottene Triathlon-Anfänger?

Wenn du jetzt denkst, dass so kurze Distanzen eher was für völlige Neulinge in der Fitnesswelt sind, kannst du ganz beruhigt sein. Für die ganz Harten gibt es ja zum Glück noch die Mittel- und Langdistanz. Da kannst du dich auf 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21 km Laufen bzw. 3,8/180/42 km austoben. Als aktueller Marathon-Läufer könntest du auf deiner Strecke bleiben, das ganze aber mit Schwimmen und Radfahren kombinieren. Zudem bekommt der Marathon eine ganz besondere Note mit 180 km auf dem Rad zum „Aufwärmen“! 😉
Jetzt aber mal im Ernst. Du kannst auch die Sportart wechseln, wenn du in deiner angestammten Disziplin schon einiges an Leistung bringst. Beim Triathlon ist nach oben alles möglich.

Aber was bekommt man dafür?

Neben einer Menge Spaß im Training und bei Rennen gibts einfach eine tolle Community. Mittlerweile erstreckt sich diese von Vereinen über Trainingsgruppen bis hin zu den sozialen Medien, in denen viele miteinander kommunizieren. Außerdem sind bei kleineren Rennen oft nur Triathleten auf und an der Strecke zu finden. Man ist also oft unter sich. Und dort sind meiner Erfahrung nach alle nett, fair und hilfsbereit. Vielleicht ist das auch der Vorteil einer Sportart, in der das große Geld noch nicht winkt. Es ist eben meist sehr familiär.

Der Eventcharakter

Bei großen Rennen, wie zum Beispiel dem Ironman in Frankfurt oder die Challenge in Roth herrscht dagegen eher Marathon- oder Radrenncharakter. Große Events mit mehren tausend Zuschauern. Aber auch hier bildet der Triathlon eine besondere Ausnahme. Denn wenn, wie in Frankfurt die Laufstrecke vier Runden umfasst, kann es passieren, dass du ein kurzes Stück mit den Stars zusammen auf einer Strecke laufen kannst. Wo ist das sonst möglich?
Die Profis sind übrigens auch oft vor oder nach den Rennen bei ihren Sponsoren anzutreffen und damit zusätzlich ein Highlight bei großen Events.

Wenn du nun also als Triathlon-Anfänger noch nicht ganz sicher bist: Es wartet ein toller Sport auf dich, der dir eine Kostprobe bietet, die für jedermann und jederfrau zu schaffen ist. Ein Sport, der eine tolle Community bietet, die hilfsbereit, fair und fast schon familiär ist. Ein Sport, der dich fordert aber auch weiter bringt. Sei es sportlich oder in Bezug auf dein gesamtes Leben. Außerdem wartet er mit tollen Events auf, bei denen du alles geben kannst und dabei ganz nah an den Profis schwitzen darfst! 😉

Worauf wartet so also noch?

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Über den Autor

Schorsch

Vom Sportmuffel zum Fitnessfreak! Angefangen mit einfachem Krafttraining gings übers Joggen und Rad fahren zum Triathlon und zum funktionalen Training. Wenn er nicht gerade beim Sport ist, studiert er vergleichende Geschichte der Neuzeit.

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