Blutspenden als Sportler – “To do” oder “No go”?

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Früher bin ich gerne zum Blutspenden gegangen. So oft ich konnte und mein Blutdruck und Eisenwert es zuließen, habe ich mich mit Freunden im Uniklinikum verabredet und mir die 25 Euro für meinen nächsten Friseurbesuch o.ä. verdient.

Als ich neulich vor einem Hindernislauf stand, machte ich mir zum ersten Mal darüber Gedanken, ob es für Sportler eigentlich förderlich ist, Blut zu spenden.

Andere rieten mir davon ab, doch ich wollte es einfach nicht wahrhaben.

Also habe ich mich über das Pro und Contra schlau gemacht und lasse euch hier an meinen Ergebnissen teilhaben.

Woraus besteht Blut?

Zuerst einmal ist zu klären, wozu Blut gut ist, bzw. aus welchen Stoffen es besteht. Dazu habe ich mal eine kleine Infografik erstellt:

Blutspende Infografik

Blut besteht etwa jeweils zur Hälfte aus flüssigen und festen Stoffen. Das Blutplasma, also der flüssige Teil, beinhaltet neben 90% Wasser die darin gelösten Elektrolyte, Hormone und Nährstoffe.

Es dient vor allem dem Transport der Blutzellen, die sich wiederum in rote Blutkörperchen (Erythrozyten), weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) aufgliedern.

Die weißen Blutkörperchen wehren Krankheitserreger ab, Blutplättchen sind für die Blutgerinnung bei Verletzungen zuständig.

Während Leukozythen und Thrombozyten zahlenmäßig zu vernachlässigen sind, machen die Erythrozyten mit 99% den größten Anteil der Blutzellen aus. Sie enthalten den Farbstoff Hämoglobin.

Dieser transportiert Sauerstoff in die Zellen, der wiederum essentiell für alle Stoffwechselprozesse ist.

Als Ergebnis der so genannten Zellatmung wird nämlich Energie für die Körperorgane bereitgestellt.

 

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Und was passiert jetzt beim Blutspenden?

In Deutschland werden einem Spender beim Blutspenden 500 ml Blut abgenommen, in der Schweiz meist 50 ml weniger.

Bei einer durchschnittlichen Blutmenge von 4-7 Litern (70-90ml pro Kilogramm Körpergewicht) entspricht das etwa 10% der gesamten Körperflüssigkeit.

Bei zierlichen Personen fällt der Anteil natürlich stärker ins Gewicht als bei kräftig Gebauten.

Nach dem Blutspenden ist die Menge der Plasmalösung für etwa 2-3 Tage reduziert.

Durch den akuten Flüssigkeitsverlust kann es kurzfristig zum Absinken des Blutdrucks kommen.

Bei manchen Menschen, vor allem wenn sie zum ersten Mal Blut spenden, kann das zu einem Schwindelgefühl oder sogar zum Kreislaufkollaps führen.

Durch eine Kochsalzlösung und gezielte Flüssigkeitsaufnahme kann dies jedoch verhindert, bzw. schnell ausgeglichen werden.

Auch die weißen Blutkörperchen lassen sich innerhalb einer kurzen Zeitspanne ersetzen.

Solange kann das Immunsystem allerdings geschwächt sein.

Die Herstellung von roten Blutkörperchen dauert dagegen etwas länger, nämlich 3-4 Wochen.

In dieser Zeit wird weniger Sauerstoff in die Zellen transportiert.

Minuspunkt: weniger Blut heißt weniger Leistung

Die Sauerstoffzufuhr ist jedoch für die Leistung eines jeden Ausdauersportlers bestimmend.

Denn für die so genannte aerobe Energiegewinnung ist viel Sauerstoff nötig.

Nur wenn dieser in ausreichenden Mengen vorhanden ist, können die Zellen Fett verbrennen, wodurch die nötige Energie bei sportlicher Beanspruchung freisetzt wird.

Ein niedrigerer Anteil an roten Blutkörperchen ist also gleichbedeutend mit einem Leistungsabfall, der für die meisten Sportler eher nicht wünschenswert ist.

Bei der Sauerstoff-Rechnung spielt auch der Eisenverlust eine Rolle.

Ähnlich wie bei der Monatsblutung einer Frau gehen bei der Blutspende etwa 250 mg von diesem Stoff verloren.

Eisen ist ein Spurenelement, das unter anderem an der Produktion von Hämoglobin, dem sauerstofftransportierenden Farbstoff der roten Blutkörperchen, beteiligt ist.

Ist der Eisenwert von vornherein zu niedrig, wirkt sich das negativ auf die Wiederherstellung dieser Blutzellen aus.

Denn der Mineralstoff erreicht in der Regel erst innerhalb von 8 Wochen wieder seinen ursprünglichen Anteil, was sich zum Beispiel in Form starker Müdigkeit oder einem Schwächegefühl bemerkbar macht.

 

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Pluspunkt: neues Blut heißt verbesserte Leistung

Es gibt allerdings trotzdem Gründe, die für eine Blutspende sprechen.

Der kostenlose Gesundheitscheck und das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, sind für viele schon ausreichend Argumente für eine Blutspende.

Außerdem gibt es auch speziell für Sportler einen positiven Nebeneffekt, nämlich, dass nach dem Erneuerungsprozess die roten Blutkörperchen leistungsfähiger sind als vorher.

Das bedeutet, dass sie nun ein höheres Sauerstoffvolumen transportieren können und folglich ein größeres Reservoir an Energie zur Verfügung steht.

Der Effekt ist etwa vergleichbar mit dem Training in Höhenlagen, bei dem die Lungen darauf getrimmt werden, auch “dünnere Luft” optimal auszunutzen.

Durch regelmäßiges Blutspenden stellt sich der Körper darauf ein, immer wieder neues Blut zu bilden, sodass er auf lange Sicht sogar leistungsfähiger wird.

Abwägen: Überwiegen positive oder negative Aspekte?

Ob “To do” oder “No go” – das muss letztendlich jeder selbst entscheiden.

Jedenfalls stellen die beschriebenen Prozesse in der Regel kein Gesundheitsrisiko dar.

Um Gefahren auszuschließen, werden vor der Blutspende der Hämoglobinwert sowie der Blutdruck getestet.

Liegt einer der Werte unter der angegebenen Grenze, darf ohnehin nicht gespendet werden.

Zudem gilt ja:

Das Mindestgewicht von 50 kg muss erreicht sein.

Außerdem dürfen Männer nur alle zwei, Frauen sogar nur alle drei Monate Blut abgeben.

Für Sportler gilt es dennoch zu überlegen: Gleichen die positiven Aspekte der Blutspende die negativen aus?

Ärzte raten denjenigen ab, die sich in der Wettkampfvorbereitung befinden oder als Leistungssportler ein besonders intensives Training absolvieren. Von Experten wird außerdem empfohlen, drei Monate Abstand zwischen der letzten Blutspende und einem Marathon einzuhalten.

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Empfehlungen für Sportlerinnen und Sportler

Zum Schluss noch ein paar wichtige Hinweise dazu, wie man sich vor, während und nach einer Blutspende – nicht nur als Sportler – richtig verhält:

1. Immer viel trinken!

Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, sollte man bereits vor der Blutspende genügend Getränke zu sich nehmen.

Da der sinkende Blutdruck dadurch etwas reguliert werden kann, sind neben Wasser auch koffein- oder zuckerhaltige Getränke dazu geeignet.

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2. Kein Sport

Am Tag der Blutspende sind sportliche Anstrengungen tabu.

Sofern dies möglich ist, sollte man auch nicht mit dem Fahrrad zum Ort der Blutspende und von dort zurück fahren, um Schwindel und Unwohlsein zu vermeiden.

3. Danach nur moderat!

Innerhalb der nächsten zwei Tage sollte das Training eher gemäßigt ausfallen.

Dazu gehört, dass auch Krafttraining an Geräten vermieden wird, um keine Blutergüsse zu riskieren.

4. Neustart

Ab dem 4. Tag sollte das Training allerdings kein Problem mehr sein!

Weitere Informationen zum Blutspenden findest du auf der Infoseite des DRK-Blutspendedienstes.

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Hinweis: All unsere Empfehlungen wurden sorgfältig ausgewählt, erarbeitet und geprüft. Sie sind für gesunde Erwachsene gedacht, die älter als 18 Jahre sind. Keiner unserer Artikel kann oder soll Ersatz für kompetenten medizinischen Rat bieten. Bevor Du mit dem Training beginnst, konsultiere bitte einen Arzt und lass Dich durchchecken.


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Über den Autor

Das Autorenbild

Mit einem geisteswissenschaftlichen Studium war Lotta nicht gerade prädestiniert für eine sportliche Karriere. Aber sie hat den Triathlon quasi auf dem zweiten Bildungsweg kennengelernt und betreibt dieses Hobby nun mit sehr viel Ehrgeiz. Und als waschechte Historikerin hat sie das Recherchieren und Schreiben im Blut. Wenn sie nicht gerade trainiert oder bloggt, traktiert sie Schüler aus aller Welt mit Dativ und Genitiv!

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