Der Respiratorische Kompensationspunkt (RCP) – Das steckt dahinter

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Der Respiratorische Kompensationspunkt gehört sicher nicht zu den Schlagworten, die unter Ausdauersportlern regelmäßig genutzt werden. Und tatsächlich ist er den allermeisten Athleten überhaupt nicht bekannt.

Viel bekannter sind hingegen die VO2max und die Ventilatorische Schwelle.

Alle drei verbindet jedoch, dass sie Indikatoren für die Ausdauerleisungsfähigkeit darstellen.

Was die Ventilatorische Schwelle angeht, gibt es zwei – wobei die VT (Ventilatory Threshold) 2 nur ein anderer Begriff für den Respiratorischen Kompensationspunkt ist.

Die Ventilatorischen Schwellen sind zwei Werte, die im Rahmen einer Spiroergometrie ermittelt werden.

Mit dieser Spiroergometrie kann die Belastbarkeit der Lunge und des Herzkreislaufsystems ermittelt werden, was unter anderem für uns Triathleten einige Vorteile haben kann.

Vereinfacht gesagt wird mit der Spiroergometrie versucht, dieselbe Leistung zu messen, wie mit einem Laktattest.

Der Unterschied besteht darin, dass diese bei der Spiroergometrie nicht über das Blut bzw. das Laktat, sondern über die Atemluft ermittelt wird.

Der Respiratorische Kompensationspunkt

Der Respiratorische Kompensationspunkt markiert den Punkt, ab dem die zunehmende körperliche Belastung zu einer überproportionalen Steigerung der Ventilation (also der Atmung) führt.

Vereinfacht gesagt fängt man ab diesem Punkt an, ordentlich zu röcheln.

Damit gibt der RCP nicht den Punkt der maximalen Sauerstoffaufnahme an, sondern vielmehr den Beginn eines suboptimalen Leistungsbereichs.

Je nach Intensität lässt sich diese Leistung nur ca. 60 bis 120 Minuten aufrecht erhalten.

Man spricht auch vom sogenannten Steady State.

Nicht ohne Grund erinnert der RCP daher andie individuelle Anaerobe Schwelle.

Die Anaerobe Schwelle verdeutlicht ebenso den Beginn einer veränderten Energiebereitstellung.

Dennoch sind die IAS und der Respiratorische Kompensationspunkt nicht identisch.

Wie wird der RCP ermittelt?

Bei der Ermittlung spielt der Respiratorische Quotient eine wichtige Rolle.

Dieser verdeutlicht das Verhältnis von eingeatmetem Sauerstoff (O2) und ausgeatmetem Kohlenstoffdioxid (CO2).

Berechnet wird der Respiratorische Quotient (RQ), indem die ausgeatmete Menge CO2 durch die eingeatmete Menge O2 dividiert wird.

RQ = V(CO2) / V(O2)

Normalerweise ist dieser Respiratorische Quotient (RQ) abhängig davon, welche Nährstoffe verstoffwechselt werden.

Bei der Energiegewinnung durch Fette liegt er bei etwa 0,7.

Werden mehr Kohlenhydrate verstoffwechselt, steigt er auf bis zu 1.

Liegt der RQ bei 0,8, deutet dies darauf hin, dass sich die Verbrennung von Fetten und Kohlenhydraten die Waage hält.

Bei schwerer körperliche Belastung erhöht sich der Wert allerdings auf über 1.

Dann steigt nämlich der Anteil des Co2 in der Atemluft gegenüber dem des O2.

Diese weist wiederum auf eine zunehmende anaerobe Energiegewinnung (ohne Sauerstoff) und eine entsprechende Übersäuerung der Muskulatur hin.

Dieser Prozess macht sich ab dem Respiratorischen Kompensationspunkt bemerkbar.

Das steckt dahinter!

Der Respiratorische Kompensationspunkt – oder auch Ventilatorische Schwelle 2 – ist ein weiterer Indikator für den Leistungsbereich, den wir meist als anaeroben Bereich kennen.

In einer Spiroergometrie kann dieser Wert – neben vielen anderen – sehr genau ermittelt werden und so als Leistungsdiagnostik für Athleten sehr aufschlussreich sein.

Als Faustformel, die selbstverständlich weniger genau ist, kann hier der Spruch »Laufen ohne zu schnaufen!« gelten.

Denn wenn der Respiratorische Quotient steigt und Du Dich Deiner maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max) näherst, beginnst Du zunehmend intensiver zu atmen.

Das ist ein einfaches, aber wirkungsvolles Zeichen, dass Du mehr und mehr im anaeroben Bereich unterwegs bist.

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Über den Autor

Das Autorenbild

Vom Sportmuffel zum Fitnessfreak! Angefangen mit Krafttraining gings übers Joggen und Radfahren zum Triathlon, den er mittlerweile nicht nur als Athlet betreibt. Mit einem abgeschlossenen Masterstudium schreibt er nun seit Jahren auf Tri it Fit professionell über alle Themen des Triathlonsports. Darüber hinaus ist er auch als Trainer und Buchautor tätig.

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