Fest im Sattel – Die besten Tipps für Rennrad Anfänger

Das erste Mal ist immer etwas Besonderes. Wie überall – so auch auf dem Rennrad! Als Rennrad Anfänger bist du vielleicht noch etwas unsicher. Das Sitzgefühl ist so ungewohnt, das Ein- und Ausklicken vielleicht noch etwas abenteuerlich…

Wenn es dir nicht vergönnt war, schon als Kind mit diesem tollen Sport zu beginnen, dann sei zuversichtlich. Jeder kann es lernen.

Und du bist nicht allein. Wir alle haben einmal klein angefangen.

Ich kann mich noch allzu gut daran erinnern, wie ich vor jeder kleinen Kurve und bei jeder Mini-Abfahrt krampfhaft die Bremsen gezogen habe.

Um dir den Einstieg etwas zu erleichtern, habe ich daher alle Dinge zusammengetragen, die ein Rennrad Anfänger wissen und können sollte.

Das nötige Equipment

Kleidung

Zum Equipment als Rennrad Anfänger gehört ganz klar die richtige Radlerkluft. Die Grundausstattung besteht aus folgenden Dingen:

  • lange/kurze Radlerhose
  • Radtrikot (langärmlig, kurzärmlig oder komplett ohne Ärmel)
  • Socken
  • für Frauen: Sport-BH
  • Schuhe (passend zu den Klickpedalen)
  • Helm

Alles andere (z.B. Unterwäsche) wird überbewertet! :P

In den Sommermonaten reichen diese wenigen Kleidungsstücke vollkommen aus. Je nach Wetterlage und Temperatur können allerdings weitere Lagen hinzukommen:

  • Unterhemd
  • Windjacke
  • Weste
  • Ärmlinge
  • Mütze

In der Regel gilt: Zu warm eingepackt kommst du schnell ins Schwitzen. Durch den Fahrtwind brauchst du aber auch manchmal eine Lage mehr.

Als Rennrad Anfänger verschätzt man sich da leider oft.

auf dem Rennrad die schöne Aussicht genießen

Wenn du dir nicht sicher bist, bzw. die Vorhersage im Laufe der Ausfahrt anderes Wetter verspricht, helfen Ärmlinge oder ein Halstuch, die du gegebenenfalls an- oder ausziehen und dann entsprechend im Trikot unterbringen kannst.

Ebenfalls sinnvoll ist für Unentschlossene und Rennrad Anfänger ist eine Tabelle, in der du einträgst, was du bei jeder Ausfahrt getragen hast.

Notiere zusätzlich, wie die Temperaturen und die Wind-/Wetterlage waren und wie es dir mit deiner Kleidung ergangen ist.

So lernst du im Laufe der Zeit besser einzuschätzen, ob du eher lange oder kurze Klamotten brauchst, ob dir schnell warm wird oder ob du ewig frierst.

Helm

Schon im Stadtverkehr wird er empfohlen – umso mehr noch im Radsport! Ein gut sitzender Helm ist nicht nur für Rennrad Anfänger absolut Pflicht. Da geht kein Weg dran vorbei!

Die wichtigsten Aspekte beim Kauf eines Helms sind:

  • Sicherheitsstandard
  • Passgenauigkeit/Sitz
  • Belüftung
  • Gewicht

Dein Helm sollte der Europäischen Norm EN 1078 entsprechen. Diese regelt, welche Aufprallgeschwindigkeit ein Helm abfedern muss.

Zwar sind die Geschwindigkeiten, mit 16,5 km/h auf Kanten, bzw. 19,5 km/h auf glatten Flächen relativ gering.

Allerdings besitzt der Helm bei höheren Geschwindigkeiten immerhin eine mildernde Wirkung. So können wenigstens Kopfverletzungen wie Schädel-Hirn-Traumata meistens verhindert werden.

Außerdem wird bei eventuellen Gerichtsurteilen über einen Unfall häufig auch berücksichtigt, ob ein Helm getragen wurde, oder nicht. Besser ist er also ohnehin!

Ein Fahrradhelm ist essentiellVor dem Kauf solltest du den Helm (oder am besten mehrere) einmal anprobiert haben, um zu prüfen, ob er gut sitzt. Dafür gibt es normalerweise ein Verstellsystem am Kopf, mit dem du den Helm an deinen Kopf anpassen kannst.

Der Helm sollte natürlich nicht drücken, sich aber auch dann nicht bewegen, wenn du den Kopf schüttelst.

Einen gescheiten Helm, der die erwähnten Kriterien erfüllt, bekommst du schon ab etwa 50 Euro. Falls du dir unschlüssig bist, lies dir einen Test der einschlägigen Bike-Magazine durch.

Entscheidend für die Kosten eines Helmes sind die Punkte Belüftung und Gewicht. In der Regel sind die teureren Modelle gleichzeitig die leichteren und diejenigen, die mehr Transpiration zulassen.

Wenn du zusätzlich noch auf Aerodynamik setzt, musst du entsprechend tiefer in die Tasche greifen.

Rennrad-Brille

Ein Accessoire, das bei den meisten niemals fehlen darf, ist die Brille.

An sich ist sie nicht unbedingt notwendig. Ich persönlich bin wenig lichtempfindlich und bevorzuge es manchmal sogar, ohne Brille unterwegs zu sein – vor allem, wenn sie vor Anstrengung beschlägt.

Allerdings ist der Fakt unbestritten, dass Brillen nicht nur vor grellem Licht, sondern auch vor allem möglichen Geschmeiß, also Fliegen & Co., die ja bekanntlich in den warmen Monaten kreucht und fleucht, schützen kann.

Besser also ein bisschen weniger Licht als eine Hummel im Auge!

Für Kontaktlinsenträger ist es ohnehin ratsam, mit Brille unterwegs zu sein. Sie schützt auch vor Fahrtwind und macht somit das Erlebnis tränenärmer.

Wenn du dir nun eine Radbrille zulegst, solltest du neben einem guten Halt auch auf den UV-Schutz achten. Ein Schutzfaktor UV 400 oder mehr ist angebracht.

Handschuhe

Ebenfalls nicht unbedingt erforderlich, aber hilfreich, sind Handschuhe.

Natürlich erhöhen sie die Gefahr zu schwitzen im Hochsommer.

Andererseits können sie aber auch verhindern, dass du mit schwitzigen Händen vom Lenker rutschst. Gerade beim Bergtraining ein entscheidender Vorteil!

Günstige Modelle gibt es übrigens auch beim Decathlon oder den bekannten Discountern.

Kleinkram und Verpflegung

Auf dem Rennrad kannst du nicht allzu viele Dinge mitnehmen. Denn weder hast du deinen Gepäckträger am Rad selbst, noch empfiehlt es sich aus Gründen des Gewichts, im Training einen Rucksack dabei zu haben.

Da der Stauraum im Radtrikot recht begrenzt ist, solltest du nur die wirklich wichtigen Dinge einstecken. Dazu gehören:

  • Wertsachen (Handy, Schlüssel, Geld, Personalausweis, EC-Karte)
  • Werkzeug
  • Wasser
  • gegebenenfalls etwas zu Essen für längere Strecken

Alles andere (wie Taschentücher) solltest du als möglichst „am Leib tragen“ oder darauf verzichten.

Wertsachen

Für die Wertsachen empfiehlt es sich, sie extra einzupacken, um sie vor eventuellen Schweiß- oder Regentropfen zu schützen.

Hierfür bietet sich entweder die Satteltasche an (falls die nicht schon mit Werkzeug gefüllt ist) oder aber eine sogenannte Rahmentasche, die am Oberrohr befestigt wird und Platz für die wichtigsten kleinen Utensilien bietet.

Ich persönlich packe meine Wertsachen normalerweise in eine einfache küchentaugliche Plastik-Tüte mit Duckverschluss und stecke diese hinten ins Trikot. Das ist günstig und leicht.

Werkzeug und Ersatzteile

Für eventuelle Reparaturen darf eine kleine Garnitur an Werkzeugen nicht fehlen. Diese kannst du leicht in der Satteltasche verstauen.

Es gibt auch Satteltaschen im Angebot, die schon mit den wichtigsten Werkzeugen befüllt sind. Dabei handelt es sich um folgende Dinge:

  • Ersatzschlauch (Flicken macht auf einer Tour häufig wenig Sinn, geht aber theoretisch auch – am besten mit selbstklebenden Flicken)
  • Industrieklebeband zum Kitten größerer Löcher im Mantel
  • Reifenheber
  • Multitool mit Inbusschlüsseln oder wahlweise passende Inbusschlüssel zum Verstellen von Sattel und Lenkrad nach einem Sturz)
  • Adapter fürs Ventil (um das Rad an der Tankstelle aufzupumen) oder wahlweise eine Mini-Luftpumpe, die meist am Rahmen befestigt werden kann

Mit diesen Gerätschaften bist du zumindest für den Notfall gewappnet!

Verpflegung

Für eine kurze Tour benötigst du eigentlich nur Wasser. Wenn du vorher gut gegessen hast, sodass du nicht hungrig aufs Rad steigst, reicht das normalerweise für 1-2 Stunden.

Wir peppen unser Wasser immer mit einem Schuss Zitronensaft für den frischen Geschmack und einer Prise Salz (gegen den Mineralsalzverlust) auf.

Für längere Ausfahrten empfiehlt es sich allerdings, noch etwas Nahrhaftes zusätzlich dabei zu haben, um ein gleichmäßig hohes Energielevel zu behalten.

Wenn dein Blutzuckerspiegel nämlich zu stark absinkt, nimmt auch die Leistung ab und du bekommst einen sogenannten Hungerast. Bei Unterzuckerung kannst du nicht einfach weiter fahren. Du wirst müde und kraftlos oder dir wird gar übel, schwindelig oder schwarz vor Augen.

Damit das nicht passiert, solltest du auch als Rennrad Anfänger schon darauf achten, rechtzeitig zu essen und zu trinken.

Verpflegung auf den Rennrad

Viele schütten sich Energy-Gels ins Wasser, weil Nahrung während des Sports am schnellsten in flüssiger Form aufgenommen wird.

Ein gutes Gel enthält neben verschiedenen kurzkettigen Kohlenhydraten auch Mineralien wie Natrium und Magnesium und zum Teil auch Aminosäuren, die die Aufnahme der Kohlenhydrate unterstützen.

Es gibt diverse Anbieter und Geschmacksrichtungen. Ob es dir schmeckt und was du am besten verträgst, solltest du am besten vorher einmal ausprobieren.

Nahrung kannst du natürlich auch in fester Form aufnehmen. Dabei musst du allerdings darauf achten, es rechtzeitig zu dir zu nehmen, da die Nährstoffe länger benötigen, bis sie im Blut angekommen sind.

Der Klassiker unter Rennradlern waren früher Bananen. Weniger sperrig und gehaltvoller sind Müsliriegel.

Ein Stückchen Kuchen oder ein herzhafter Snack natürlich ist auch nicht verkehrt, wenn du auf einer längeren Tour zwischendrin eine Pause einlegst.

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Know-How

Nachdem wir nun geklärt haben, welche Utensilien du für eine Radausfahrt benötigst, geht es nun um die Essentials beim Radfahren selbst.

Das Rennrad unterscheidet sich durch seine Bauweise nämlich nicht unwesentlich von einem normalen Stadt- oder Treckingrad.

Die erste Regel für Rennrad Anfänger lautet also:

1. Kenne dein Rad (oder lerne es kennen)!

Hierbei geht es weniger um die Rahmennummer, als um das Sitzgefühl und die Besonderheiten, die es von einem anderen Fahrrad unterscheidet.

Besonders ungewohnt, bzw. gewöhnungsbedürftig sind für dich als Rennrad Anfänger vermutlich die Klickpedale.

Es ist essentiell, den Umgang damit zu beherrschen, da du sonst ganz einfach gemeinsam mit deinem Rad umkippst, wenn du die Schuhe vor dem Halten nicht rechtzeitig löst.

Das ist zwar selten dramatisch, aber trotzdem unangenehm.

Um sicher unterwegs zu sein, solltest du also vor der ersten Ausfahrt (und wenn du weiterhin Probleme haben solltest, auch noch öfter) üben, wie du mit den Schuhen in die Pedale einklickst und wie du wieder herauskommst.

Zum Üben bietet es sich zum Beispiel an, dich an einem Laternenpfahl oder Straßenschild auf dem Fahrrad sitzend festzuhalten und pro Seite 10-20 Mal ein- und auszuklicken.

Übe auch während des Fahrens ab und zu die Bewegung auf beiden Seiten, damit du im Notfall schnell reagieren kannst.

Merke: Das Fahren mit Klickpedalen will gelernt sein! 

Auch das Lenkrad eines Rennrades unterscheidet sich deutlich von einem anderen Gefährt.

Probiere alle Positionen aus: mit den Händen am Oberlenker, Unterlenker oder an den Schalt- und Bremsgriffen.

Auf langen Strecken und in Gruppen wird normalerweise die Bremsgriffhaltung gefahren, da du dadurch am schnellsten auf Geschwindigkeitsveränderungen reagieren kannst.

Gerade bergauf ist das auch die sicherste Position. Sie sollte bei einem richtig eingestellten Fahrrad auch die bequemste sein.

Aerodynamischer ist der Unterlenkergriff. Durch die gebeugte Haltung bietest du dem Wind weniger Widerstand.

Vorteilhaft ist auch die unmittelbare Reichweite der Bremsgriffe. Hier kannst du das Tempo sogar noch besser drosseln als in der Bremsgriffhaltung (von oben).

Wenn du nicht möchtest, dass beim Bergab-Fahren die Hände verkrampfen und schmerzen, solltest du es also mal mit der Unterlenkerposition versuchen.

Sitzhaltung im Unterlenkergriff

Falls du einen Triathlonaufsatz oder gar ein Triathlonrad besitzt, solltest du natürlich auch diese liegende Position beherrschen. Sie ist zwar die aerodynamischste, aber bei vielen die unsicherste Lage.

Damit du keine Rückenschmerzen bekommst, sollte dein Fahrrad außerdem vorher gut eingestellt sein. Über hier vor allem, das Umgreifen, da du in der Liegeposition nur schalten, aber nicht bremsen kannst.

Damit deine Hände nicht einschlafen oder zu viel Druck abbekommen, solltest du generell während der Fahrt ab und zu die Position der Hände wechseln. Auch hierfür ist es essentiell, dass du schnell und sicher umgreifen lernst!

Beim Bremsen gilt es als Rennrad Anfänger zu beachten, dass so ein dünner Rennrad-Mantel ohne Profil so gut wie keinen Grip besitzt.

Selbst auf trockenen Untergünden kann es dadurch passieren, dass du bei abrupten Bremsmanövern mal schnell ein paar Zentimeter mit dem Rad zur Seite rutschst.

Auf nasser Fahrbahn ist die Rutschgefahr entsprechend höher, weshalb viele vom Rennradfahren bei Regen abraten.

Um einen allzu großen Schreck zu vermeiden, solltest du das Bremsen auf jeden Fall einige Male auf gerader Strecke üben. Achte vor allem darauf, nicht nur die Vorderbremse zu ziehen, da du sonst möglicherweise schnell mal ein Salto kopfüber machst.

Eine weitere Bewegung, die du als Rennrad Anfänger beherrschen solltest, ist das Trinken während der Fahrt.

Du solltest auf gerader übersichtlicher Strecke ohne große Schwierigkeiten die Trinkflasche greifen, ein paar Schlucke nehmen und sie in die Halterung zurückstecken können.

Falls du auch Bergfahrten unternimmst, ist das rechtzeitige Schalten wichtig.

Um dir die Schaltung nicht kaputt zu machen, solltest du möglichst im Vorhinein in einen kleineren Gang schalten. Sonst kippst du bei entsprechender Steigung irgendwann aus dem Sattel.

Das ist mit Klickpedalen nicht die angenehmste Art abzusteigen…

Falls du vergessen hast zu schalten, kannst du auf unbefahrenen Straßen oder Wegen eventuell noch ein paar Gänge gut machen, indem du dich im Zickzack hochkämpfst. Dadurch wird die Steigung geringer, was dir die Möglichkeit zum Schalten bietet.

2. Wisse, wie man ein Rad repariert!

Reparatur unterwegs

Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann nicht immer vermeiden, dass unterwegs mal etwas passiert.

Für den Fall, dass du einen Platten bekommst, solltest du die grundlegendsten Handgriffe zur Reparatur drauf haben.

Für viele Frauen ist zwar immer nett, solche unangenehmen Arbeiten der (männlichen) Begleitung zu überlassen. Aber an sich hat keiner/keine eine Ausrede!

Jeder Rennrad Anfänger sollte zumindest Sattel und Lenkrad wieder befestigen können, wenn sie sich verstellt haben, einen Schlauch wechseln und die Reifen aufpumpen.

Für weitere Reparaturen benötigst du sowieso mehr Werkzeug oder einen  Spezialisten an deiner Seite.

Damit du auf deinen Touren nicht aus allen Wolken fällst, wenn der Reifen platt ist, solltest du zu Hause ein-, zweimal geübt haben, wie man ihn schnellstmöglich repariert bzw. den Schlauch umtauscht.

Lass es dir entweder von jemandem zeigen oder orientiere dich an Videoanleitungen wie dieser hier.

an der Tankstelle kann man seine Reifen aufpumpenWenn du gerade an einer Tankstelle vorbeikommst, kannst du die Luftumpe stecken lassen und stattdessen deinen Reifen an der Luftstation aufpumpen.

Das hat den Vorteil, dass du den Reifendruck genauer steuern kannst, bzw. dass du generell mehr Luft in den Reifen bekommst.

Du benötigst dafür nur einen Adapter, der sowohl auf dein Ventil (normalerweise ein französisches) als auch auf ein Autoventil passt.

3. Pflege dein Fahrrad und halte es in Stand!

Neben der eigentlichen Fahrtechnik und dem nötigen Wissen zur Reparatur ist ein kleiner Sicherheitscheck vor jeder Tour wichtig.

Überprüfe, ob deine Reifen genug Luft haben, ob du einen heilen Ersatzschlauch und Werkzeug dabei hast und ob die Kette gut geölt ist.

Auch das regelmäßige Putzen gehört zum Sport dazu. Einfach mit einem feuchten Lappen den Rahmen abwischen und wieder trocken reiben.

Wenn die Kette verschmutzt ist, solltest du sie mit einem trockenen Lappen und Sprühöl säubern, bevor du sie wieder – zum Beispiel mit Kettenwachs einschmierst.

Hier gehts zu unserem Angebot

Sicherheit im Straßenverkehr

Nicht erst seit den letzten traurigen und zum Teil tödlichen Unfällen von Triathleten im Straßenverkehr ist bekannt, dass die Straße ein gefährlicher Ort für Rennradfahrer ist.

Wahrscheinlich wird dir gerade als Rennrad Anfänger unangenehm auffallen, wie dicht so manches Auto vorbeisaust.

Natürlich kannst du nicht alle anderen Verkehrsteilnehmer kontrollieren. Aber du kannst dich zumindest selbst so verhalten, dass du ein möglichst geringes Risiko eingehst.

Ein paar wichtige Regeln, die es zu beachten gilt, möchte ich dir hier mitgeben.

1. Kenne die Strecke!

Eine wichtige Stellschraube in Bezug auf dieSicherheit ist die Strecke. Hierbei kommen so Aspekte ins Spiel wie:

  • Art der Fahrbahn
  • Verkehrsdichte
  • Beschaffenheit des Untergrundes
  • Steigung

Führt die Strecke entlang der Straße oder handelt es sich um einen Radweg? Wie befahren ist sie?

An Sonn- und Feiertagen kann es bei schönem Wetter mitunter auf Radwegen ähnlich stressig zugehen wie unter der Woche auf befahrenen Straßen.

Achte hierbei vor allem auch auf Fußgänger mit Hunden oder kleinen Kindern. Viele sind generell nicht auf sportliche Mitbürger eingestellt, wechseln die Seite, ohne sich umzuschauen oder führen kaum sichtbare Hundeleinen mit sich.

Radwege fürs RennradAuch der Untergrund kann einem so manches mal das Leben schwer machen. Schlecht gebaute Wege gibt es leider sowohl auf der Straße als auch bei Radwegen. Und so manches Mal endet ein gut ausgebauter Radweg plötzlich im Nichts.

Je öfter du eine Strecke abgefahren bist, umso besser kannst du auf eventuelle Schlaglöcher oder Unebenheiten im Boden reagieren.

Auch Steigungen können dir als Rennrad Anfänger vielleicht ungelegen kommen. Suche dir für den Anfang möglichst flache Strecken. Sobald du dich sicher fühlst, kannst du natürlich auch Bergetappen in dein Training integrieren.

Insgesamt gilt: Bereite deine Tour gut vor, bevor du sie antrittst und fahr nicht wild drauf los. Es kann sonst schnell passieren, dass du vor einem Feldweg stehst und nicht weiter kommst.
Zur Planung empfehlen sich spezielle Tools wie komoot. Sie zeigen dir Radwege, Streckenprofil und weitere Infos an, damit du dich seelisch und moralisch darauf vorbereiten kannst.

Nach der Planung kannst du die Strecke dann bequem auf ein GPS-Gerät (einen Radcomputer oder sogar Uhren mit GPS-Tracker wie die Garmin Fenix3 HR) herunterladen und abfahren.

Du kannst natürlich auch oldschool mit einer Radkarte unterwegs sein. Das dauert allerdings meistens länger ist ist selten so aktuell wie internetbasierte Maps.

2. Kenne die Regeln und beachte sie!

Die StVO sollte dir als Rennrad Anfänger nicht nur ein Begriff sein. Du solltest dich auch daran halten.

Das gilt ganz besonders innerhalb von Städten und Ortschaften.

Wenn du als vollwertiger Verkehrsteilnehmer wahrgenommen werden möchtest, verhalte dich auch so.

Klar ist es manchmal bequemer und schneller, von der Straße auf den Fußweg und wieder zurück zu wechseln, wenn die Ampel auf rot umschaltet. Das Verständnis und das Wohlwollen deiner Mitmenschen hast du dann aber vermutlich nicht auf deiner Seite.

Achtung Radfahrer!Wenn du als Rennrad Anfänger unsicher bist, solltest du auch solche Manöver wie das Links-Abbiegen mit Schulterblick und Handzeichen etc. regelmäßig üben.

In der Gruppe ist es zwar leichter, sich einfach einzureihen. Du solltest diese Bewegungen aber auch alleine sicher beherrschen.

Apropos Gruppe: Übrigens gibt es auch Regeln fürs Fahren in Gruppen.

Dazu gehört beispielsweise, dass Gruppenmitglieder sich gegenseitig Hindernisse wie Glasscherben auf der Straße anzeigen oder beim Überqueren einer Straße auf andere Verkehrsteilnehmer hinweisen.

Auch das Windschatten-Fahren und Ablösen sind genau geregelt.

Wenn du in einer Rennrad-Gruppe unterwegs bist, mach dich im Vorhinein mit den dort geltenden Regeln bekannt. Ansonsten kannst du dich zu dem Thema auch auf diversen Radsport-Blogs belesen.

3. Fahre vorausschauend

Manche Autofahrer sind es weniger gewohnt, auf Radfahrer Rücksicht zu nehmen oder sie schalten im Feierabendverkehr ab. Daher ist es zu deiner eigenen Sicherheit an dir, vorausschauend zu fahren.

Kommt da eventuell jemand um die Ecke, der dir die Vorfahrt nehmen könnte? Haben alle mitbekommen, dass du links abbiegen willst? 

Rechne generell mit den Fehlern und der Unaufmerksamkeit anderer.

Klar ist es gefährlich, wenn das nicht alle tun. Aber im Ernstfall bist du es, der verletzt wird – und nicht die Autofahrer.

Also leg es nicht darauf an, die Vorfahrt oder andere Rechte einzufordern, falls die anderen mal tranig sind.

Aufregen nützt meistens eh nicht viel und lässt deine Aufmerksamkeit sinken. Kurzes Fluchen ist okay. Aber danach solltest du wieder voll konzentriert sein. 

4. Mach dich sicht- und hörbar!

Nicht nur aufgrund deiner (relativ geringen) Breite magst du bei manchen anderen Verkehrsteilnehmern vom Radar verschwinden. Es gibt auch so Phänomene wie den toten Winkel, die du beachtet solltest.

An Ampeln ist es beispielsweise ratsam, sich vor den Autos zu positionieren. So stellst du sicher, dass sie dich wahrnehmen und du nicht im toten Winkel verschwindest.

Ansonsten ist helle Kleidung natürlich immer besser als dunkle.

Im Allgemeinen solltest du es auch nach Möglichkeit vermeiden, in der Dunkelheit, bei Nebel oder Regen zu fahren.

Solltest du doch einmal in der Dämmerung unterwegs sein, rate ich dir zu Stecklichtern, die du am Lenkrad montieren kannst. Zwar ist deren Strahlkraft nicht allzu groß. Aber auch wenn du nicht weit sehen kannst: immerhin wirst du wahrgenommen!

Auf Rad- und Fußwegen wirst du manchmal nicht darum herum kommen, lautstark auf dich aufmerksam zu machen.

Wenn es dir unangenehm ist, alle Leute zusammenzubrüllen, befestige eine Klingel am Lenker. Das ist zwar unter eingefleischten  Rennradfahrern eher verpönt (genauso wie das Naseschnauben mit einem Taschentuch). Wenn es dir aber Sicherheit gibt, ist es nicht verkehrt.

Sicherheit geht vor Eitelkeit!

Fazit für Rennrad Anfänger

Wie du siehst, gibt es eine Ganze Menge Dinge zu beachten, wenn du als Rennrad Anfänger unterwegs bist.

Aber nicht verzagen: Alles hat seine Zeit und du wirst die Regeln sicher schnell beherrschen, wenn du regelmäßig fährst.

Ich wünsche dir viel Spaß und tolle Erlebnisse bei deinen Touren!

Und falls du noch Fragen hast, schreib einen Kommentar! Ich freue mich immer über Feedback!

Ah, und falls du nicht nur Rennrad Anfänger, sondern auch Triathlon Rookie bist, haben wir eine Menge weiterer Tipps für dich auf Lager.

Du bist noch nicht so weit? Dann überzeugen dich vielleicht die 9 Gründe, jetzt mit Triathlon zu starten!

Du sitzt schon ein Weilchen im Sattel und willst schneller werden? Dann empfehle ich dir folgenden Artikel mit Kraftübungen für starke Radlerbeine.

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Über den Autor

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Früher hab ich immer gedacht „Sport ist Mord“, wenn in der Schule Ausdauerlauf oder – noch viel schlimmer – das „Sportfest“ angesagt war. Obwohl ich von mir nicht behaupten kann, per se unsportlich zu sein, habe ich dieses Potential selten genutzt. Inzwischen quäle ich mich freiwillig - und mit Spaß - jedes Mal aufs Neue zum Training.

2 Kommentare

  1. Avatarbild fuer Kommentar
    laufmucl on

    Sehr gute Aufsatz! In eine Punkt muss ich widersprechen: der Läufer zieht sich auf dem Rad i.d.R. zu wenig an: er unterschätzt den Fahrtwind! Und in der nächsten Disziplin geht es andersherum: zu viel Windschutz beim Laufen :-(

    • Avatarbild fuer Kommentar

      Hey Stefan,
      ja, wahrscheinlich hast du recht und das ist nur meine subjektive Wahrnehmung, weil ich immer so schnell ins Schwitzen komme. Ich habs jetzt entsprechend etwas abgeändert, damit keiner auf dem Rad erfriert! ;)
      Beste Grüße,
      Lotta

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