Eurobike 2016 – Paradies für Rad-Verrückte

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Und schon ist unser Tag auf der Eurobike 2016 in Friedrichshafen Vergangenheit! Und wir sind noch immer geflasht von den Eindrücken. Fahrräder sind ja schließlich irgendwie eine emotionale Sache! Aber eins nach dem anderen.
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auf der Zugfahrt zur Eurobike 2016

Los gings für uns nämlich schon früh am Morgen. Der Wecker beglückte uns direkt um 5:30! Aufstehen, duschen, Essen fassen und ab aufs Rad. Natürlich nicht direkt nach Friedrichshafen, sondern nur zum Bahnhof. Von dort aus gings mit dem Bus zur Messe. Im Nachhinein wären wir lieber mit Übernachtung für 2 Tage auf der Eurobike geblieben. Aber dazu später mehr.
Für Kaffee war leider keine Zeit, weshalb wir die Fahrt über keinen fitten Eindruck auf unsere Umwelt machen konnten! Unsere Sitznachbarn waren dafür fit für 3! 😉

Die Eurobike ganz nah

Auf der Messe angekommen war selbstverständlich alle Müdigkeit verflogen und es galt, die Hallen zu erobern. Den Plan für die wichtigsten Stände auf der Eurobike hatten wir in der Tasche. Allerdings entwickelt so ein Messebesuch reichlich Eigendynamik. Auf den Tacx-Stand liefen wir aber fast schon unweigerlich zu (Stand in Halle A1!)
Dort durften wir direkt den neuen Neo testen. Natürlich nicht zum schwimmen. Der Neo ist der neuste interaktive „Rollentrainer“ im Sortiment. Per Videostrecke, Steuerung vom Lenker und Vibrationsübertragung auf die Pedale erhält man ein ziemlich reales Fahrgefühl für regnerische (Winter)Tage. Per GPS-Gerät lassen sich auch selbst abgefahrene Strecken auf den Trainer übertragen und wiederholt abfahren.
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Der erste Test am Tacx-Stand

Unverhofft kommt oft!

Danach gings gleich zum nächsten Stand. Natürlich sind besonders mir auf unserem Weg durch die Hallen der Eurobike bei jedem namhaften Radhersteller Rennmaschinen (für die Triathleten unter uns) aufgefallen. Erster Stopp war dann direkt bei Storck. Dort wurde uns die Triathlon-Reihe sehr ausführlich vorgestellt. Jedes der drei Modelle gibts in unterschiedlichen Konfigurationen. Und auch für besondere Wünsche gibt es offene Ohren. Die Leightweight-Laufräder sind allerdings nicht mit im Grundpreis inbegriffen. 😉
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tolle und teure Rennmaschinen

Weiter gings über die Stände von Stevens, Sram & Co. zu den Jungs von Cosinuss. Ein Pulsmesser am Ohr – für viele möglicherweise die angenehmste Art, beim Sport den Puls zu messen. Leider ist das System noch nicht wasserdicht oder als Kopfhörer zu nutzen. Dafür ist die Messung, trotz optischer Erkennung so genau wie ein Pulsgurt. Und mit der Handyapp auch in Echtzeit nachverfolgbar.

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Cosinuss – der Pulsmesser fürs Ohr

Nachdem wir die Hallen A1 bis A7 abgegrast hatten, wollten wir uns eigentlich auf dem Rückweg durch alle B-Hallen strikt an unsern Plan halten, da unsere Zeit ja knapp war und wir noch ein paar Räder testen wollten. (Ja, das war auch möglich, auf der Eurobike. 3000 Räder gab es in der Test-Area – und wir wollten so viele wie möglich davon ausprobieren.) Allerdings blieben wir dann direkt am Münchner-Eck hängen. Velo Wolf lernten wir in der Schlange zum kostenlosen Kaffee von Merchant & Friends (auch aus München) kennen, den es direkt bei evoc am Stand gab.

Auch die kommen aus der bayrischen Landeshauptstadt. Der Kaffe war ein Traum – übrigens der erste des Tages – und auch bei evoc hat man sich viel Zeit gelassen, uns die Rucksäcke ausführlich zu erklären. Die Stage-Reihe bietet sogar das eine oder andere Model für Rennradfahrer oder Trailrunner. Überraschend für eine Marke aus dem MTB-Bereich.
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praktische Wanderrucksäcke

Und das Beste kommt zum Schluss

Vorbei an Merckx, Campagnolo und Knog gings dann, mit einem kleinem Boxenstop, endlich in die Test-Area. Und gleich wartete die erste Überraschung. Bianchi hielt uns nämlich nicht für gut genug, ihre Räder zu testen. Ohne Rennradschuhe und -dress dürften wir nicht. Das galt allerdings nicht für die Anzugträger, die nach uns kamen…
Alle anderen Anbieter machten dieses Negativerlebnis durch ihre herzliche Betreuung allerdings wieder wett! Allen voran KuotaBikes, eine italienische Marke, die uns direkt ein Triathlonrad und ein normales Rennrad überließen. Freie Fahrt gab es dann außerhalb (ja man durfte, natürlich gegen Ausweis, vom Gelände fahren) auf bis zu 9 km langen Strecken. Schnell und direkt ansprechend fuhr sich die Rennmaschine. Und auch die E-Mountainbiker staunten nicht schlecht, als ich an ihnen vorbei geschossen kam. Das Rennrad von Kuota fuhr sich dagegen im Antrieb fast noch kraftvoller. Super Antritt und tolles Fahrgefühl ließen unsere Herzen höher schlagen!
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das erste Testfahrrad

Am Ende gabs dann noch eine kleine Befragung zur Campagnolo-Schaltung und ein paar Geschenke! Darunter ein ASS-SAVER 🙂 Kommt direkt ans Rad.

Bei Profile Design durften wir dann noch zwei Räder im selben Segment testen. Ein Stevens Zeitfahrrad mit Shimano Elektoschaltung und ein Cervélo. Beide von einem Mechaniker vom Team Vorarlberg eingestellt. Und das hat man absolut gemerkt. Das Stevens fuhr sich in Aero-Position wesentlich „weicher“ und auch das Cervélo schien besser abgestimmt. Aber auch die Jungs am Stand schwärmten von den Einstellkünsten ihres Kollegen.
Vielleicht ein Grund, das eigene Rad mal wieder zum Fachmann zu bringen! 😉
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Bei Look haben wir uns dann zum Spaß auch noch zwei MTBs geben lassen. Natürlich ein völlig anderesIMG_5979 Fahrgefühl und als Ausgleichssport für Triathleten absolut zu empfehlen. Für Rennräder war allerdings keine Zeit mehr, da die Räder schon weggeräumt wurden.
Daher gings weiter zu den Gravel Bikes. Die sind uns nämlich aufgefallen, als wir mit den Mountainbikes im Wald auf der Teststrecke waren. Tolle Idee, so ein Rennrad, mit dem man auch ins Gelände kann. Wie oft passiert es einem denn, dass der Radweg plötzlich endet und nur noch Schotter vor einem liegt?! Natürlich kann man mit so einem Bike keine super Zeiten wie beim herkömmlichen Rennrad erwarten. Aber dafür ist man wesentlich freier!
Gelandet sind wir dann bei Open Bikes aus Basel. „Kleiner“ Hersteller mit tollen Rädern. Leider konnten wir die nicht ausgiebig im Gelände testen, da der Außenbereich ab 17:00 Uhr geschlossen wird. Aber das bisschen Auslauf hat gereicht, um uns zu Fans zu machen! Tolles Fahrgefühl und einfach schön, mal keine Angst auf Schotter haben zu müssen! 🙂
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Open Bikes aus Basel

Als Letztes haben wir noch einen Stand gefunden, an dem wir noch kurz ein Fat-Bike testen konnten. Geile Teile! Natürlich nur was zum Chillen, aber eben auch ein Fahrgefühl wie ein Bagger! Ein Spaßbike eben.

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ein völlig anderes Fahrgefühl auf den Fatbikes

Und dann ging es auch schon wieder Richtung Heimat. Leider ohne neues Fahrrad, aber mit dem wunderbaren Gefühl, einen tollen Tag mit vielen netten Begegnungen und neuen Einblicken in die Radbranche verbracht zu haben. Wir wären gerne noch einen weiteren Tag geblieben, um die übrigen ca. 2990 anderen Räder zu testen. Aber dafür nehmen wir uns auf jeden Fall nächstes Jahr Zeit. Schön war´s auf der Eurobike 2016 – und wir können euch einen Besuch nur ans Herz legen. Lohnt sich allemal.

Alle übrigen Eindrücke haben wir euch nachfolgend noch angehängt. Mehrheitlich Triathlon-Bikes. Ich habe meinen Favoriten schon. Welches Bike gefällt dir denn am besten?
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Über den Autor

Vom Sportmuffel zum Fitnessfreak! Angefangen mit einfachem Krafttraining gings übers Joggen und Rad fahren zum Triathlon und zum funktionalen Training. Wenn er nicht gerade beim Sport ist, studiert er vergleichende Geschichte der Neuzeit.