Gefahr Wasservergiftung – Im Wettkampf das Richtige Trinken

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Nachdem bei der diesjährigen Ironman Europameisterschaft in Frankfurt ein Teilnehmer an einer Wasservergiftung gestorben ist, hielten wir es für sinnvoll dieses Phänomen einmal näher unter die Lupe zu nehmen. Schließlich könnte dieses Thema jeden Ausdauersportler betreffen.

Also was genau ist eine Wasservergiftung und wie kann man als Ausdauersportler daran sterben? Als hypotone Hyperhydration (Wasservergiftung) wird die Störung des Wasser-Elektrolyt-Haushaltes bezeichnet. Diese kann bei Herzinsuffizienz, Nierenerkrankungen und hormonellen Erkrankungen auftreten. Es kann allerdings auch zu einer Wasservergiftung kommen, wenn man zuviel getrunken hat.

Wasservergiftung – Wie kann man zu viel trinken?

Besser gesagt: Sie kann auftreten, wenn man zu viel Leitungswasser trinkt und gleichzeitig viel schwitzt. Leitungswasser hat nämlich wesentlich weniger Elektrolyte, als man sie zum Beispiel bei Marathon- oder Triathlonveranstaltungen benötigt. Im Fall des Ironman-Teilnehmers in Frankfurt führte ein Natriummangel zu einer Hirnschwellung, der dieser am Ende auch erlegen ist.

Am Natriumbedarf lässt sich dieses Problem auch recht leicht darstellen. Die Berliner Wasserbetriebe zum Beispiel geben für ihr Trinkwasser einen Natriumgehalt von 30,56 mg/l an. Bei einem täglichen Bedarf von 1-3 Gramm müsste man mindestens 32 Liter davon trinken, dürfte aber gleichzeitig nicht schwitzen. Natürlich nimmt man Natrium auch über Nahrung auf. Dieses Beispiel verdeutlicht das Problem dennoch sehr anschaulich und macht auch schnell klar, warum Hahnwasser für Ausdauersportler wenig geeignet ist.

Was ist die Alternative?

Allerdings sieht es bei vielen Mineralwassersorten nicht besser aus. Je nach Hersteller sind auch hier etliche Flaschen nötig um den Tagesbedarf zu decken. Besser sind da zum Beispiel Elektrolytpulver von einschlägigen Marken, Energie Gels oder aber eigens angesetzte Mischungen. Dafür gibt es im Netz unzählige Rezepte. Am leichtesten ist ein Teelöffel Salz auf einen Liter Wasser. Dazu noch 1 bis 2 Esslöffel Zucker oder Traubenzucker und ein paar Spritzer Zitronensaft. Der bittere Geschmack löscht den Durst nämlich etwas besser.

Wichtig ist grundsätzlich, dass über einen längeren Zeitraum schweißtreibender Aktivität dem Körper genug Elektrolyte zurückgegeben werden. Ob das nun über vorgefertigte Produkte oder eigene Mischung geschieht, spielt am Ende keine Rolle. Nur vergessen sollte man es nicht!

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Über den Autor

Vom Sportmuffel zum Fitnessfreak! Angefangen mit einfachem Krafttraining gings übers Joggen und Rad fahren zum Triathlon und zum funktionalen Training. Wenn er nicht gerade beim Sport ist, studiert er vergleichende Geschichte der Neuzeit.