Hansestadt Hamburg – überraschend laufbar

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Hamburg, die Hansestadt am Tor zur Nordsee, ist ja bekannt für seinen Hafen, seine Fischbrötchen und natürlich für seinen Amüsierbetrieb. Zugegeben, der ITU Word Triathlon ist schon eine ziemlich große und auch bekannte Veranstaltung. Und natürlich hat sich mittlerweile auch rumgesprochen, dass Hamburg die olympischen Spiele 2024 ausrichten möchte. Aber mal ehrlich, nach Hamburg fahren und da laufen gehen – eher nicht das, was man erwartet!

Dass man mit dieser Vorstellung falsch liegt, wird einem aber spätestens am Elbufer deutlich. Zu jeder Tages- und Nachtzeit sind dort, mal mehr, mal weniger Läufer unterwegs, die einen auf die unterschiedlichsten Laufstrecken hinweisen. Praktisch gesehen, kann man natürlich überall laufen. Aber in einer Touristenstadt wie Hamburg kann das hin und wieder zu einem einzigen Spießrutenlauf werden. Es gibt allerdings auch ein paar Ausnahmen.

Eine der schönsten dieser Laufstrecken ist im Hamburger Westen zu finden. Auf einemHamburg1 malerischen Weg endlang der Elbe geht es vom Museumshafen Övelgönne Richtung Nordsee. Vorbei an Othmarschen und Nienstedten führt der Weg auf ca. 8,5 km über die Elbchaussee bis nach Blankenese. Schon zu Beginn wartet die Strecke mit ihrer schönsten Attraktion, den malerischen Häuschen mit ihren Gärten an der Övelgönne auf, und lässt damit das Laufen fast schon zur Nebensache werden.

Das ist aber nicht die einzige idyllische Stelle auf Hamburg5dieser Strecke. Denn nach dieser Ufersiedlung öffnet sich der Weg, wird breiter und gibt den Blick auf die Elbe frei. Auch hier finden sich am Wasser immer wieder Abschnitte mit Sandstränden, die einen im Sommer eher ans Meer erinnern als an eine Millionenmethropole. Auf der Landseite hingegen ist der Weg von meist bewaldeten, aufragenden Hängen begrenzt, die teilweise mit recht ansehnlichen, fast schon herrschaftlichen Häusern bebaut sind.

Da diese Strecke auch von Spaziergängern und Touristen genutzt wird, finden sich in Hamburg2unregelmäßigen Abständen kleine Restaurants, die auch von Läufern für eine Pause genutzt werden können. Wer seinen Lauf nicht unterbrechen möchte, kann dies natürlich auch auf dem Rückweg tun.

Vorbei an kleinen Häfen für Segel- und Motorboote, die je nach Wasser- und Gezeitenstand befahrbar sind, geht es über den Teufelsbrückerplatz, an dem notfalls auch eine Fähre zurück nach Övelgönne genommen werden kann, weiter dem Ziel entgegen. In Blankenese angekommen lädt natürlich auch dort ein Strand zum Verweilen und die Hamburg4Elbe zu einem Bad ein. Den Schweiß abgewaschen wartet dann auch noch das Blankeneser Treppenviertel darauf, entdeckt zu werden.

Wer noch weiter laufen möchte, kann der Elbe selbstverständlich weiter folgen oder aber auch den Rückweg antreten. Wer dagegen seine Füße lieber schonen möchten, kann auch mit Bus und Bahn zurück in die Stadt fahren, wo noch viele weitere Strecken warten. Zum Beispiel lassen sich die Speicherstadt, der Hafen oder auch die Außenalster sehr gut im Laufen erkunden. Viele dieser Strecken sind auf der Homepage der Hansestadt sogar als Download für Smartphone und Laufcomputer erhältlich, womit die Orientierung in der Innenstadt für Besucher wesentlich einfacher wird. Hamburg zeigt sich eben auch erstaunlich laufbar!

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Über den Autor

Vom Sportmuffel zum Fitnessfreak! Angefangen mit einfachem Krafttraining gings übers Joggen und Rad fahren zum Triathlon und zum funktionalen Training. Wenn er nicht gerade beim Sport ist, studiert er vergleichende Geschichte der Neuzeit.