Rennbericht: Mein Erster – Breisgau Triathlon 2013

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Und zwar der Breisgau Triathlon. Gestern war es also so weit, ich konnte endlich an meinem ersten Triathlon teilnehmen und um das gleich zu erwähnen, ich war auch erfolgreich.

Aber abgesehen vom Training für ein solches Rennen muss man zuerst auch die Organisation erfolgreich absolvieren. Wie ich am Samstag ja schon kurz beschrieben habe, waren die Startunterlagen doch etwas umfangreicher als bei einer reinen Laufveranstaltung. Neben acht Startnummern gab es auch noch drei verschiedene Beutel für jeden Teilnehmer.
Drei Startnummern für den Helm, eine Große, die beim Laufen und Radfahren am Körper getragen werden musste, eine für das Fahrrad und eine, von der ich bis jetzt nicht weiß, wofür sie war. Ich nehme mal an es handelte sich um eine Reservenummer. Ist ja auch egal, denn ich hab den Wettkampf auch so absolviert.
Was die Beutel angeht, war der eine für die Sachen, die man nach dem Rennen benötigt (Duschzeug, Handtuch, Kleidung), der Zweite für das Laufequipment (Schuhe, Mütze usw.) und der Dritte war für die Wechselzone vom Schwimmen zum Rad und eher dazu da die Schwimmsachen aufzubewahren. Denn am Rad kann man sich seine Sachen schon vor dem Rennen sehr gut zurechtlegen.
Das Rad musste nämlich bis 9:30 in der dafür vorgesehenen Wechselzone stehen und die anderen beiden Beutel abgegeben sein, damit diese in die nächste Wechselzone transportiert werden können. Beim Breisgau Triathlon geht es nämlich vom See in Riegel über eine Überführungsstrecke auf die Rad- und Laufrunden in Malterdingen.
Natürlich sollte man sich beim Packen der Beutel auch sicher sein, das alles am richtigen Platz landet und zusätzlich nichts vergessen wurde. Natürlich wäre es utopisch gewesen zu denken, dass man gleich beim ersten Triathlon alles richtig machen würde. Aber ich habe klar versucht, genau das zu schaffen.
Selbstverständlich waren an der Rad- und Laufstrecke auch Verpflegungsstationen eingerichtet aber zur Sicherheit hatte ich zwei Riegel ans Rennrad geklebt und die Gels in den Laufbeutel geworfen.
Da der Start für die Jedermanndistanz mit 700 m Schwimmen, 32 Km Rad fahren und 7,2 Km Laufen erst um 10:50 war, hatte ich noch Zeit, die ich Todschlagen musste. Bis ich jedoch am Auto war um meine überflüssige Kleidung und die Schuhe los zu werden, noch eine Banane zu essen und etwas zu trinken, war es aber auch schon Zeit, um an den See zurück zu kommen.
Dort waren die Teilnehmer der Mitteldistanz beim Breisgau Triathlon schon auf ihrer Schwimmstrecke und so langsam wurde mir zwar klar, dass es jetzt dann auch tatsächlich für mich losgeht, die Aufregung nahm überraschenderweise aber ab. Neben dem Müller See, in dem sich die Strecke befand, lag noch ein kleinerer See, in dem sich der eine oder andere meiner Mitstreiter schon einschwamm. Als ich das dann auch in Angriff nehmen wollte, zweifelte ich kurz an meiner Wahrnehmung von 24 Grad Wassertemperatur, denn das Wasser war kalt! Als ich mich dann aber an den Start begab, stellte nicht nur ich überraschend fest, dass der große See wesentlich wärmer war.
Nun waren es also nur noch wenige Minuten bis zum Start beim Breisgau Triathlon und ich rief mir noch einmal schnell meine Taktik in den Kopf. Beim Schwimmen eher am Rand bleiben, weil es ziemlich eng werden kann (hab ich jedenfalls gehört). Auf dem Rad wollte ich schnell aber nicht übermütig werden, um dann beim Laufen noch fit zu sein. 2:30 h war meine geplante Zielzeit.
Schnell noch die Badekappe und die Schwimmbrille auf und die Stoppuhr beim Startschuss drücken und dann ­kanns los gehen. Drei, zwei, eins, und los ging es­. Es galt zwei Bojen immer rechts von sich zu passieren und alle machten sich auf den Weg zur Ersten. Und da war ich plötzlich im größten Wasserkampf meines Lebens. Natürlich war ich nicht am Rand, sondern mittendrin. Vor einem Schwimmen, neben einem und natürlich auch hinter einem. Und alle sehen, genau wie ich, nur ca. 30 cm weit. Also, was tun?
Ich entschied mich für langsames aber bestimmtes Schwimmen und damit kam ich ganz gut voran. Wenn da nicht das Wasser in meine Schwimmbrille gelaufen wäre. Gut nur, dass es an der Boje eh Stau gab und ich dieses Problem schnell beheben konnte. Die zweite Boje war noch schneller erreicht, auch weil sich das Feld langsam auflöste. Ehe ich mich versah, war ich schon wieder (nach 13:33 Min.) an Land und auf dem Weg zu meinem Rad.
Da wurde mir klar, dass ein Handtuch nicht die schlechteste Idee gewesen wäre. Nicht zum Abtrocknen, denn erstens hatte es sicher 28 Grad und zweitens sollte man mit nassen Haaren im Fahrtwind kein Problem haben bei einem Triathlon. Der Dreck an den nassen Füßen lässt sich aber mit nassen Händen nur ganz schlecht entfernen.
Also hab ich den Sandkasten eben mit in die Socken genommen und schon die Vorstellung von aufgescheuerten Füßen im Kopf gehabt. Danach hab ich noch versucht die Armlinge über die nassen Arme zu bekommen und war dann mit mehr als 3:30 Minuten aus der Wechselzone wieder raus.
Mit dem Rad wollte ich nicht länger als 1:15 h unterwegs sein. Dazu wollte ich die beiden Riegel vom Rahmen essen und viel trinken. Und beides ist nicht wirklich einfach, wenn man nebenher noch schnell fahren will. Besonders schwer wird das, wenn das Klebeband zu gut klebt und der Riegel geschmolzen ist.
Aber letztendlich ging auch das und wurde beim Verzehr des Zweiten als Erfahrungswert abgelegt. Denn der Zweite war vom Fahrtwind gekühlt worden und nichtmehr flüssig. Nach 1:07 h konnte ich das Rad wieder abgeben und brauchte dank der Streckenhelfer keine Minute zum Wechseln.
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Nun lagen noch zwei Runden a 3,6 km beim Breisgau Triathlon vor mir, von denen ich die Erste ruhig anging, um keine Überraschung zu erleben. Auf dieser Strecke gab es zwei Mal die Möglichkeit zur Verpflegung, wo ich mich immer gut mit Wasser eindeckte. Meist jedoch mehr, um den Kopf kühl zu halten. Auf der zweiten Laufrunde begann ich dann mit dem Versuch die vor mir liegenden zu überholen und mich so zu motivieren, um das Tempo anzuziehen, was mich nach 40 Minuten ins Ziel meines ersten Triathlons trug.
Die Uhr stand dabei letztendlich bei 2:05:43 und ich war gut 25 Minuten schneller als erwartet! Damit war ich natürlich mehr als zufrieden und im Ziel doch noch überraschend fit. Irgendwie war das Rennen gefühlt sogar noch wesentlich schneller zu Ende gegangen.
Das ­ich mit meiner Zeit eher im hinteren Drittel liege ist mir dabei mehr als egal. Denn ich habe endlich einmal einen Triathlon absolviert. Zudem wäre ja eine Steigerung in Zukunft schon auch schön, womit deutlich wird, dass es sich für mich nicht um eine einmalige Angelegenheit handelt. Triathlon macht wirklich Spaß.
Auch ­wegen den anderen Teilnehmern, den Helfern und Zuschauern. Denn im Vergleich zu einer Marathonveranstaltung wie zum Beispiel dem ­MLP Marathon in Mannheim haben die Organisatoren beim Breisgau Triathlon wunderbare Arbeit geleistet. Genügend Essen und Trinken während und nach dem Rennen, die Kunst alle Beutel jedem Athleten zur richtigen Zeit zur Verfügung zu stellen und die tollsten Duschen, die ich bis jetzt gesehen habe, sind nur ein paar Dinge für die es den Beteiligten zu Danken gilt. Es war ein toller Tag und ehrlich gesagt fand ich es nicht so anstrengend wie einen Halbmarathon. Auch deswegen freue ich mich schon aufs nächste Jahr.
Ach ja und der Sand in den Schuhen hat keine Schäden hinterlassen.
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Über den Autor

Vom Sportmuffel zum Fitnessfreak! Angefangen mit einfachem Krafttraining gings übers Joggen und Rad fahren zum Triathlon und zum funktionalen Training. Wenn er nicht gerade beim Sport ist, studiert er vergleichende Geschichte der Neuzeit.