Meine erste Langdistanz – Vorbereitung, Training und Hindernisse

Meine erste Langdistanz ist (aktuell) alles andere, als eine leichte Geburt! Tatsächlich liegt das aber nicht (oder nicht nur) daran, dass ein solcher Wettkampf eine extreme sportliche Herausforderung ist.

Vielmehr liegt das an der Corona-Pandemie, die mir tatsächlich einen großen Strich durch die Rechnung gemacht hat.

Eigentlich war ich nämlich 2020 beim Ostseeman gemeldet, der dann im ersten Pandemie-Sommer prompt abgesagt wurde.

Selbstverständlich sehr ärgerlich für alle Beteiligte, aber in dieser Situation eben nicht zu ändern.

Also habe ich mir für 2020 einen Ultra-Marathon als Ziel gesucht und eine Mitteldistanz als DIY-Triathlon absolviert.

❗️ Höre hier im Podcast das Interview kurz vor der Langdistanz 🎧👇

2021 zur ersten Langdistanz

Mit einer Verschiebung ins nächste Jahr bleibt dann auch mehr Zeit für die Vorbereitung.

Damit es aber nicht wieder bis August dauert, habe ich mich für 2021 bei der Langdistanz in Hannover angemeldet.

Nicht beim großen Maschsee-Triathlon, sondern beim »kleinen« Wasserstadt-Triathlon mit der Strecke über 226 km.

Anfang Juni sollte es dort an den Start gehen – dachte ich jedenfalls.

Aber daraus wurde natürlich nichts, denn auch dieses Rennen wurde abgesagt.

Das sollte aber auf keinen Fall das Ende der Mission Langdistanz werden.

Denn bis heute habe ich eine ganze Menge Trainingszeit in meine Leistungsfähigkeit gesteckt.

Selbstverständlich könnte ich auch bis 2022 warten und dann meine erste Langdistanz absolvieren.

Nach kurzem grübeln habe ich mich jedoch entschieden, 2022 meine erste Langdistanz in einen organisierten Wettkampf anzugehen.

DIY-Triathlon auf der Langdistanz

2021 soll es aber wenigstens etwas Vergleichbares für mich geben.

Und da wir auch dieses Jahr wieder den DIY-Triathlon für unsere Community organisieren, ist der Anlass für mich auch schon gegeben.

Ich absolviere also meinen A-Wettkampf dieses Jahr in Eigenregie – ganz ohne Mitstreiter und Publikum!

Natürlich braucht es hierfür etwas mehr Organisation und Vorbereitung.

Dafür werde ich meine Strecken nicht mit anderen teilen müssen!

Was es spezielles zu beachten gibt und wie ich mich ganz grundsätzlich auf meine erste Langdistanz vorbereitet habe, habe ich natürlich dokumentiert.

In einer Videoreihe habe ich mich unterschiedlichen Aspekten gewidmet und über Equipment, Training und Verpflegung gesprochen.

Und die hat direkt damit begonnen, dass ich eben gerade in Hannover nicht starten konnte.

Ich hab mich, wie schon beschrieben, dann ja für die eigene Langdistanz entschieden und diese geplant.

Ich habe mir ein Wochenende im August gesucht, um mich auf diesen Zeitpunkt genau so vorbereiten, wie auf einen regulären Wettkampf.

Aber das wäre natürlich viel zu einfach und völlig naiv von mir – jedenfalls im Anbetracht der aktuellen Situation.

Vielleicht wird ein genaues Datum in Bezug auf die Trainingsvorbereitung aber auch überbewertet.

Eine Woche hin oder her sollte für mich schließlich keinen so großen Unterschied machen.

Also habe ich mich erst einmal dem Training gewidmet.

Das Training für die erste Langdistanz

Denn für eine solche Distanz gibt es ja Woche für Woche genug zu tun.

Laufen, Schwimmen und Radfahren werden mehr und mehr zeitaufwändig und anstrengend.

Nicht, dass ich zuvor nur im Wohlfühltempo unterwegs gewesen wäre.

Auf einen Marathon und gleichzeitig auf ein 180 km langes Radrennen zu trainieren, ist aber eine ganz anderes Kaliber.

Ein Glück muss man im Triathlon nicht alles ganz alleine trainieren und kann sich hin und wieder Gesellschaft suchen.

So hatte ich jedenfalls beim Radtraining regelmäßig Begleitung.

Richtig gut wurde das Training aber erst, nachdem es ein Update beim Equipment gegeben hatte.

Denn spätestens auf der Langdistanz braucht es einen guten, fahrbaren Untersatz!

Ob ich da jedoch zum richtigen Hersteller gegriffen habe, war am Anfang nicht ganz so sicher.

Fakt ist: Das Ding fährt sich extrem gut

Eine ganz andere Art des Equipments ist beim Krafttraining nötig, das jedoch aktuell nur schlecht verfügbar ist.

So war ich mehrheitlich im Homegym und am Workout-Park trainieren, wo ich hin und wieder auch Begleitung hatte.

Das Schwimmtraining hingegen war in den vergangenen Monaten eine absolute Katastrophe.

Monatelang war alles zu und als dann die Freibäder öffneten, verweigerte sich der Sommer.

Das sorgte dafür, dass ich mich – den Regeln des DIY-Triathlons entsprechend – für einen Duathlon entschieden habe.

Wie bei Langdistanzen, die ihre Schwimmstrecke aus dem Programm nehmen mussten, ersetze ich diese mit einem 5-km-Lauf.

Die Ernährung – Komplizierter als erwartet

Nach Monaten der Vorbereitung muss ich jedoch zugeben, dass ich lange viel zu sehr auf das Training fokussiert war.

Allerdings spielt die Ernährung auf der Langdistanz eine extrem wichtige Rolle und bedarf einer Menge Aufmerksamkeit.

Das betrifft einerseits die Ernährung im Training, die je nach Trainingseinheit und -phase unterschiedlich gestaltet werden kann.

Andererseits betrifft das aber selbstverständlich auch die Ernährung im Wettkampf.

Und das ist wirklich eine Wissenschaft für sich.

Auf den ersten Blick geht es ja nur darum, soviel zu essen, wie nur möglich.

Aber was, wenn man nicht alles verträgt? Was, wenn der Körper einfach irgendwann streikt?

Genau das gilt es zu vermeiden!

Hierfür aber einen Plan zu entwickeln ist harte Arbeit.

Bis eine Woche vor dem Wettkampf bin ich tatsächlich noch immer nicht sicher, ob ich die richtige Strategie gefunden habe!

Mentale Vorbereitung – Der Kopf ist entscheidend

Abgesehen vom Ernährungsaspekt und des vorangegangenen Trainings wird es auf meiner ersten Langdistanz besonders auf meinen Kopf ankommen.

Denn früher oder später wird es hart werden, der Körper schmerzen und die Gedanken werden sich ums aufgeben drehen.

Hier heißt es dann stark sein.

Aber nicht stark in den Beinen oder im Bizeps, sondern alleine stark im Kopf.

Daher macht es definitiv Sinn, sich im Vorfeld auch mit der mentalen Stärke zu befassen.

Selbstverständlich sind bei einer Langdistanz auch noch ganz andere Faktoren, wie die Regeneration oder das Equipment an sich, von Bedeutung.

Hierzu wird es auch im Nachgang noch Videos im Rahmen meiner ersten Langdistanz geben.

Ebenso wird auch ein Racevideo folgen.

Falls Du Lust hast, ein wenig live dabei zu sein, kannst Du einfach den Link zum Live-Stream nutzen.

Du kannst mich auf Zwift ab ca. 6:30 für ca. 7 Stunden begleiten. Strecke Tempus Fugit!

Den Marathon wird Lotta per Story in unserem Instagram Account begleiten: https://www.instagram.com/triitfit.de/

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Hinweis: All unsere Empfehlungen wurden sorgfältig ausgewählt, erarbeitet und geprüft. Sie richten sich an gesunde Erwachsene, die keine (Vor)Erkrankungen aufweisen. Keiner unserer Artikel kann oder soll Ersatz für kompetenten medizinischen Rat bieten. Bevor Du mit dem Training beginnst, konsultiere bitte einen Arzt und lass Dich durchchecken.

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Über Schorsch

Schorsch ist begeisterter Triathlet und Kraftsportler und nun schon mehr als 15 Jahre sportlich aktiv. In dieser Zeit hat er sich vom Sportmuffel zum Fitnessfreak entwickelt. Seit 2015 ist er als Co-Founder, Redakteur, Buchautor und Trainer hier auf Tri it Fit tätig und hilft anderen dabei, im Triathlon Fuß zu fassen und sich stetig zu verbessern.


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