Messebericht von der Triathlon Convention Europe

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Relativ kurzfristig haben wir die Triathlon Convention Europe 2017 auf den Schirm bekommen, die in diesem Jahr zum 3. Mal in Folge in Langen bei Frankfurt ihre Tore öffnete. Kurzentschlossen wie wir sind, haben wir uns dazu angemeldet (und gleich ein Ticket für das Verkehrsmittel unserer Wahl dazugebucht.) Die 9 Euro Eintritt kann man sich ja schonmal leisten, ne? 😉

Für die meisten coolen Praxis-Workshops kam unsere Anmeldung leider schon zu spät. Aber wir haben alles abgegriffen, was an dem einen knappen Messetag noch zu haben war. Allen voran die Kontakte zu Bloggerkollegen und Instagrammbekanntschaften, die wir nun endlich auch mal offline treffen konnten! Dann natürlich kostenlosen Kaffee, nette Gespräche mit den Ausstellern und jede Menge Inspiration. Aber immer schön der Reihe nach…

Schonmal nen Triathlon „on the Spot“ gemacht?

Warten auf den Startschuss

Die erste Überraschung erwartete uns in der Umkleidekabine zum Indoor-Triathlon. Der startete nämlich in einer an die Messe angrenzenden Schwimmhalle. Als Besucher mussten wir – wie sich das gehört – ehrfürchtig die Schuhe ausziehen. Just in dem Moment, springt mich (Lotta) von hinten eine Person an und stellt sich mir als Din von Eiswürfel im Schuh vor. Ja klar! Da war doch was! Da meine Gesichtserkennnung seit den letzten Studienjahren manchmal aussetzt, war ich froh über den freundlichen Hinweis, wünschte einen erfolgreichen Triathlon und wagte mich weiter in die heiligen (Schwimm)hallen 😉 vor. Dort herrschte eine Bullenhitze. Ich war in Anbetracht einer anklingenden Erkältung ganz froh, nicht selbst an den Start zu müssen, auch wenn die Anforderungen durchaus machbar erschienen: 300m Hallenbad, 10 Kilometer auf der Rolle und 3 km auf dem Laufband.

so muss man sich einen Indoor-Triathlon vorstellen

Ganz ohne wars im Endeffekt wohl aber doch nicht, wie wir später von der Rennschnecke und MWeihrauch.de erfahren haben. Zusätzlich zu den simulierten Höhenmeter und dem ungewohnten Laufgefühl auf der Woodway Treadmill kamen noch längere Wartepausen vor den Gerätschaften hinzu. Aber da die Wechselzone eh nicht einberechnet wurde, hatte das zum Glück keinen Effekt auf das Endergebnis. Die Idee des Indoortriathlons auf der Triathlon Convention Europe ist jedenfalls auch wenn die Umsetzung nicht immer glatt lief – echt cool. Nächstes Mal sind wir hoffentlich auch dabei!

 

Keine Angst vor Muckis

Als nächster Punkt stand dann ein überfüllter Vortrag über Funktionelles Training für Triathleten auf dem Programm. Da wir uns mit dieser Art des Krafttrainings ja selbst praktisch auseinandersetzen, interessierte uns natürlich, was ein Sportwissenschaftler und Personal Trainer uns dazu zu sagen hatte. Aber außer, dass Triathleten offenbar höllische Angst vor Muskeln haben, was uns beim Anblick mancher Zeitgenossen auch vorher schon klar war, sprangen leider nicht allzu viele wissenswerte Infos dabei heraus. Also haben wir die Zeit für ein Mittagessen aus der Tupperdose (entgegen der Konvention Reis mit Gemüse) und einen Toilettengang genutzt (weitere Infos erspare ich dem werten Leser…) 😉

Die weiteren Highlights des Triathlon Convention Europe

Weitere Einblicke ergaben sich beim Rundgang über das Messegelände.

  • Erste Station: Sport.Hirn, ein umfangreiches Computerprogramm zur Trainingsdokumentation. Klingt vielversprechend, zumal wir ja selbst noch am Optimieren sind, was solche Trainingstagebücher angeht. Der Vorteil dieses Programms besteht mit Sicherheit in seinem Umfang: Arztbesuche finden darin ebenso ihren Platz wie der Wochenendeinkauf, ein Fallschirmsprung oder die ganz normale Laufrunde (inklusive Höhenmetern, Wetter und Gefühlslage versteht sich). Auf den zweiten Blick wirkt das Ganze allerdings etwas zeitaufwendig und trotz der Bilder-Einfüge-Option nicht ganz so benutzerfreundlich und fesch wie zu Beispiel herkömmliche Laufapps. Aber das müsste man sich erst noch einmal im Detail ansehen.
  • Die Zugseile von Good Mood Sports müssen wir auf jeden Fall auch noch einmal ausführlich ausprobieren. Ein kurzer Praxistest am Stand ergab, dass das Produkt Hand und Fuß hat: Neben der bekannten Version für die Armmuskulatur gibt es nämlich auch eine für „den Orsch“ – wie der Berater es so schön formuliert hat. Für die von Triathleten so häufig vernachlässigte Rumpf- und Hüftmuskulatur müsste sich da sicher auch noch eine Verwendung finden…
  • sofort unser Ding: Die Klamotten von Kante

    Wirklich begeistert hat uns vor allem der Stand von Kante! Uns war diese nette Lifestyle-Sport-Marke aus der Ecke Dortmund bisher kein Begriff; dafür haben wir uns diesmal sprichwörtlich „die Kante gegeben“. Wir haben uns bestimmt anderthalb Stunden mit den Jungs verquatscht und dabei mal wieder festgestellt, wie klein die Welt doch ist (sprich, dass wir ja gemeinsame BeKANNTE haben…). 😉 Unabhängig davon, dass der junge Gründer der Marke sehr authentisch und sympathisch rüberkam, haben uns natürlich auch die Produkte begeistert, die durch coole Designs und viel Liebe zum Detail aus der sonstigen schrillen Hawaiihemden-Triathleten-Kluft hervorstechen.

 

 

Bleibende Erinnerungen

Ein neuer Hoodie und eine Beanie mit floureszierendem Aufdruck sind also die Beutestücke der besonderen Art,

Abschieds-Selfie mit Blogger-Kollegin Din alias Eiswürfel im Schuh

die wir neben tollen Erinnerungen  von der Triathlon Convention Europe mit nach Hause nehmen.

Für uns ist nur schwer verständlich, warum die Messe dieses Jahr offenbar weniger Zulauf hatte als im vergangenen. Vielleicht hängts ja am schlechten Online-Marketing (weshalb wir ja auch erst sehr spät drauf gestoßen sind)? An den Inhalten lags jedenfalls nicht! Wir kommen gerne wieder!

mit der Rennschnecke und MWeihrauch.de haben wir uns auf Anhieb verstanden

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Früher hab ich immer gedacht „Sport ist Mord“, wenn in der Schule Ausdauerlauf oder – noch viel schlimmer – das „Sportfest“ angesagt war. Obwohl ich von mir nicht behaupten kann, per se unsportlich zu sein, habe ich dieses Potential selten genutzt. Inzwischen quäle ich mich freiwillig jedes Mal aufs Neue zum Training. Da ich inzwischen beruflich Halbwüchsige domptiere, schadet es ohnehin nicht, sich fit zu halten...

2 Kommentare

  1. Für einen Messetag habt ihr aber auch ordentlich was erlebt. Die Tupperdose Essen hätte ich auch mal in meiner Tasche haben sollen!

    Der Tri hatte sich doch wirklich überraschender Weise in sich. Mit den Höhenmetern auf dem Rad hatte irgendwie niemand gerechnet und das Laufband erinnerte mich wirklich an die Strapazen im Höhentraining. Die Laufart war total ungewohnt und man musste sich wirklich konzentrieren, die richtige Geschwindigkeit zu finden. Aber schon irgendwie recht cool.

    Schön, dass wir uns persönlich getroffen haben. Freue mich auf Juli.

    • Hey Din,
      was Foodprep angeht, sind wir inzwischen geschult. 😛 Mit Indoor-Triathlons kennen wir uns dafür noch nicht so aus… Cool, dass es trotz der Herausforderung doch so gut gelaufen ist. Auf jeden Fall ist man hinterher um eine Erfahrung reicher – und vielleicht ein bisschen schlauer! 😉
      Wir freuen uns auch schon mega auf Frankfurt!
      Bis dahin gutes Training dir
      und sportliche Grüße,
      Lotta

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