Motivation für Triathleten – 10 Tipps für schlechte Zeiten

Motivation ist besonders beim Triathlon der Motor, der Dich auch nach Wochen des harten Trainings noch antreibt. Aber Du weißt selbst, dass Motivation hin und wieder auch mal verloren geht. Selbst bei mir kann es manchmal ein gutes Stück Arbeit sein, meine Motivation zu finden.

Und das, obwohl ich angefangen haben über Sport zu schreiben, um andere dafür zu begeistern und zu motivieren.

Deshalb habe ich für Dich – und uns – mal 10 Tipps zusammengetragen, die helfen werden, möglichst schnell aus einem Motivationstief zu kommen.

Warum brauchen wir Motivation?

Ich kann natürlich nicht mit Sicherheit sagen, warum DU Motivation brauchst.

Aber ich brauche sie, weil ich manchmal ein ziemlich fauler Sack sein kann.

Vielleicht sollte ich besser sagen:

Ich war früher ein fauler Sack und das schimmert, wie schon erwähnt, in manchen Situationen noch immer etwas durch.

Genau dagegen versuche ich mich dann zu Motivieren.

Hierbei nutze ich ganz bewusst mentales Training, bei dem ich mich auf zukünftiges konzentriere und versuche, vergangenes abzuhaken.

Um Dir ein Beispiel zu geben:

Letzte Triathlon-Saison lief eher mäßig, um nicht zu sagen ziemlich beschissen. Da die nun seit dem 1.1. offiziell Geschichte ist, versuche ich die kommende immer mehr in meinen Kopf zu bekommen.

Dabei spielen so Gedanken wie “jetzt werden die Grundlagen gelegt” oder “wenn du jetzt hart arbeitest, kannst du im Sommer die Früchte ernten” mehr und mehr eine Rolle.

Wie bleibst Du immer fokussiert?

Du hast natürlich recht, wenn es so leicht wäre, könnte ich auf Motivationstipps verzichten – und Du auch!

Da wir aber zwangsläufig auch mal über andere Dinge nachdenken müssen, versuche ich mit den unterschiedlichsten Tricks, meine Motivation aufrecht zu halten.

Und genau diese Tricks hab ich für Dich hier zusammengefasst!

1. Suche Dir Ziele

Wer, wie wir Triathleten mehrere Disziplinen trainiert, tut gut daran, diesen Aufwand für ein bestimmtes Ziel zu betreiben.

Ehrlich gesagt muss diese Ziel nicht gleich ein Wettkampf sein, geschweige denn ein Ironman.

Das Training an sich hat ja schon so viele positive Effekte, dass Du Dir auch das Ziel setzen kannst, fitter zu werden.

Set Goals

Natürlich können auch besser Zeiten über verschiedene Distanzen tolle Ziele sein.

Aber selbst, wenn Du mit Spaß bei der Sache bleibt, ist das Training ohne die richtige Motivation meist nicht so effektiv, wie es vielleicht sein könnte.

Daher macht die Anmeldung bei einem Wettkampf auf vielfältige Weiße Sinn.

So eine Meldung kostet Geld und ist offiziell, was das Abmelden etwas schwerer macht.

Wenn Du dann noch Freunden davon erzählst, gibt es kein Zurück mehr.

2. Versuche immer wieder, Dir Deine Ziele ins Gedächtnis zu rufen

Selbstverständlich nützt ein Ziel alleine nichts, wenn man die Anmeldung für einen Triathlon direkt in die nächste Schublade schiebt und sie total vergisst.

Also erinnere Dich an Dein Ziel.

Schreib es Dir in Deinen Kalender!

Am besten zu jedem geplanten Training, oder als Countdown.

Falls Du ein Trainingstagebuch führst, kannst Du dort auch regelmäßig deine Gedanken zu Deinem nächsten Ziel festhalten.

Wie sind die Fortschritte im Training, oder wie fühlst Du Dich im Bezug zu der bevorstehenden Aufgabe?

Beliebt ist auch das Maßband, an dem Du täglich einen Zentimeter abschneiden kannst.

So hast Du (und alle anderen, die an dem Band vorbei kommen) jeden Tag die verbleibende Zeit vor Augen.

3. Suche Dir Vorbilder, die Dich mit ihrer Leistung inspirieren

Für mich ein ganz wichtiger Punkt.

Es gibt eine ganze Menge unglaublicher Erfolgsgeschichten, die nicht immer in großen Titeln gipfeln müssen.

Aber natürlich sind es auch bei mir manchmal die ganz Großen.

Im Triathlon allen voran Daniela Ryf oder vergleichsweise unbekannte Athleten, die zum Beispiel mit einem Handicap sportlicher und leistungsfähiger sind als ich.

Dabei kommt es mir nicht so sehr auf die Sportart an.

Es müssen Menschen sein, die etwas ganz bestimmtes wollen und sehr hart dafür arbeiten.

Such Dir Deinen Helden und eifere ihm nach!

Vielleicht findest Du etwas Inspiration in unserer Bücherliste für Triathleten.

4. Suche dir inspirierende Hintergrundbilder für PC und Handy

Du hast Deinen Helden oder Deine Heldin gefunden?

Dann lass Dich auch davon regelmäßig inspirieren.

Solange die Person halbwegs berühmt ist, bekommst du im Netz sicher einige Hintergrundbilder für PC und Handy.

So siehst Du immer wieder, was andere schon geschafft haben und arbeitest Dein Ziel mehr und mehr ins Unterbewusstsein.

Work for it

Du wirst jetzt wahrscheinlich einwenden wollen, dass Du schlecht irgendwelche Muskelprotze oder verschwitzte Läufer als Hintergrundbild auf Dein Handy speichern kannst!

Was sollen da die anderen denken?

Hier stellt sich die Frage, was Du wirklich willst?

Schwarzenegger, ob man ihn nun mag oder nicht, wurde zu Beginn seiner Filmkarriere von ziemlich vielen belächelt, wenn nicht sogar lauthals ausgelacht.

Es gab zu dieser Zeit einfach noch keine Actionhelden im Kino.

Aber er hat sich nicht abhalten lassen, nichts darauf gegeben, was andere dachten und hat erreicht was er wollte.

Also: Pfeif drauf, was andere denken!

5. Suche dir Motivationssprüche und hänge sie auf

Ebenso wie Vorbilder können einfache Sprüche ungemein motivieren.

“Aufgeben kannst du bei der Post” finde ich persönlich noch am besten.

Aber davon gibt es auch eine riesige Menge im Internet zu finden.

Such dir aus, was dich motiviert und häng dir die Sprüche am besten so auf, dass du sie gleich morgens nach dem Aufstehen siehst.

Zum Beispiel übers Bett oder im Bad an den Spiegel.

 

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6. Setze Dich in Ruhe hin und Denke über Deine Schwächen nach

Hat Dir das alles noch nicht wirklich geholfen?

Dann musst Du Dich vielleicht direkt mit deinen Schwächen auseinandersetzen.

Zugegeben, das ist sicher der schwierigste Punkt in meiner Motivationsliste.

Ich bin aber auch der Meinung, dass es der wichtigste ist.

Es muss ja schließlich Gründe geben, warum es der eine so viel leichter hat, konsequent zu trainieren und der andere sich wahnsinnig quälen muss.

Um mich da selbst mal als Beispiel anzubringen:

Ich tu mich oft schwer, über lange Zeit konzentriert an einer einzigen Sache zu arbeiten. Es gibt immer etwas, das mich ablenkt.

Möglicherweise, weil ich zu viele Interessen, Baustellen oder äußere Einflüsse habe, die mir meinen Fokus verdecken.

Aber vielleicht muss ich das einfach nur üben?!

Sei also ehrlich zu dir und denke über deine Stolpersteine nach.

Und ganz ehrlich:

Alle Triathleten haben Schwächen!

Denn bei so vielen Aspekten in einer Sportart bleibt es einfach nicht aus, dass Du etwas weniger gut kannst als andere Dinge.

Wenn Du dann lieber an Deinen Stärken arbeitest, werden Deine Schwächen noch gravierender und demotivierender.

7. Entwickle Lösungsstrategien für Deine Schwächen

Hast Du also Deine Schwächen entdeckt, geht es daran, diese zu bezwingen.

Ich zum Beispiel habe bemerkt, dass ich in Bibliotheken super schreiben und arbeiten kann.

Nur fremde Menschen, kein Bett und wenn das Haus voll ist, muss man sogar auf seinen Platz aufpassen, weil der sonst nämlich schnell von anderen besetzt wird.

Da bleibst Du lieber sitzen und arbeitest!

Selbstverständlich ist das keine komplizierte Lösung und geht recht schnell.

Was das Triathlon Training angeht, ist meine Schwäche ganz klar das Schwimmen.

Nicht, weil ich da besonders schlechte Leistungen bringe, sondern weil die Bedingungen für mich sehr schlecht sind.

Ich habe bei uns leider noch keine Schwimmhalle gefunden, in der ich lange trainieren kann, ohne massiv zu frieren.

Sich dann aufzuraffen, sich ins kalte Wasser zu werfen, ist oft sehr schwer für mich.

Ein Schwimmanzug war da eine gute Entscheidung, damit es nicht mehr ganz so schlimm ist.

Heiße Getränke beim Training sind ebenfalls eine gute Hilfe.

Ebenso kannst Du Lösungsstrategien für Deine Schwächen entwickeln, um sie in stärken umzuwandeln.

8. Formuliere diese Lösungen und verteile sie in Deinem Alltag

Hast Du Deine Lösung oder Deinen Lösungsansatz gefunden, such Dir Wege, ihn umzusetzen.

Pack morgens zum Beispiel gleich die Sportsachen ein, um direkt ins Training zu gehen.

Ergänze deine Motivationssprüche oder such dir spezielle, die genau auf deinen Schwächen passen.

Versuche Routinen in Deinen Alltag zu integrieren, wie einen festen Trainingsplan, der für die gesamte Woche feststeht und so gelegt ist, dass Du so wenig wie möglich Stolpersteine hast.

Vielleicht gibt es ja auch für deine Schwäche ein prominentes Vorbild, also eine Person, die diese Schwäche auch mit Bravour überwunden hat.

Dann wähle ihn oder sie als ganz persönlichen Helden.

 

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9. Pflastere alles, aber auch wirklich alles voll mit Motivation

Zugegeben, das ist mit Sicherheit der verrückteste Tipp.

Aber er ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ist der Tipp von einer großen Triathletin.

Nutze wirklich, wirklich alles, was Dich motivieren kann.

Schreib Dir Motivation auf Deine Trinkflasche im Training, versuche beim Lauftraining jeden zu grüßen, der Dir so begegnet und Du wirst für eine paar Sekunden erfreut sein.

Mach das Beste daraus

Oder besser noch: Lächle einfach.

Das habe ich bei Wettkämpfen schon versucht.

Du lächelst einfach die Zuschauer an und wartest gespannt, ob sie Dein Lächeln erwidern.

Du hast schon ein gutes Gefühl, weil Du selbst lächelst.

Es wird noch besser werden, wenn Du eines zurück bekommst.

Du kannst auch die Familie mit einspannen.

Nimm sie mit zum Training oder verteil sie beim Wettkampf an der Strecke.

Nutze einfach alles als Motivation.

Auch, wenn andere Dich für verrückt halten. Es geht schließlich um DEIN Ziel.

„Unterstütze

10. Such Dir einen Trainingspartner

Solltest Du dennoch manchmal nicht ganz so konsequent sein wie Du gerne wärst, such Dir einfach einen Trainingspartner.

Möglichst einen, der die Funktion “Personal Trainer” übernimmt.

Der Dir genau das vorlebt, was Du erreichen willst und Dich im Idealfall dabei unterstützt.

Der Trainingsbuddy ist schon alleine so wertvoll, weil er einem in den Hintern treten kann, ohne das ihn das schmerzt. Eine Gabe, die man selbst leider viel zu selten besitzt.

Wir haben hier übrigens auch ein paar Motivationsvideos für Dich zusammengestellt.

Außerdem können wir Dir besonders beim Einstieg in den Triathlon-Sport mit Rat und Tat zur Seite stehen. Weitere Informationen findest du auf dieser Seite.

Natürlich haben wir auch noch eine Liste von motivierenden Triathlon Filmen für Dich.

Und was motiviert Dich?

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Hinweis: All unsere Empfehlungen wurden sorgfältig ausgewählt, erarbeitet und geprüft. Sie sind für gesunde Erwachsene gedacht, die älter als 18 Jahre sind. Keiner unserer Artikel kann oder soll Ersatz für kompetenten medizinischen Rat bieten. Bevor Du mit dem Training beginnst, konsultiere bitte einen Arzt und lass Dich durchchecken.

Über den Autor

Das Autorenbild

Vom Sportmuffel zum Fitnessfreak! Angefangen mit Krafttraining gings übers Joggen und Radfahren zum Triathlon, den er mittlerweile nicht nur als Athlet betreibt. Mit einem abgeschlossenen Masterstudium schreibt er nun seit Jahren auf Tri it Fit professionell über alle Themen des Triathlonsports. Darüber hinaus ist er auch als Trainer und Buchautor tätig.

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