Nachhaltigkeit – steht auch Nike, Adidas und Puma gut

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Der Markt für fair und ökologisch hergestellte Kleidung wächst. Und auch in der Sportbranche tummeln sich die Marken mit ihrem Angebot an nachhaltigen Schuhen und Textilien. Doch spätestens seit den tragischen Unglücken in asiatischen Textilfabriken vor wenigen Jahren sind auch bekannte Modemarken zum Umdenken gezwungen. Da die für Mensch und Umwelt schädlichen Produktionsbedingungen in Ländern wie Bangladesh und Pakistan stark in die Kritik geraten sind, setzen immer mehr Hersteller auf nachhaltige Konzepte. Doch hat dieser Trend auch die Sportbranche erreicht? Und wie steht es um die Nachhaltigkeit bei den herkömmlichen Sportartikelherstellern?

Nachhaltigkeit – Nike, Puma & Co.

Wenn man den Selbstverpflichtungen von Nike, Puma und Adidas Glauben schenken kann, sehr gut. In so genannten Codes of Conduct oder Verhaltenskodizes werden die ethische und ökologische Werte ebenso wie bereits erreichte Ziele auf den Internetseiten der einzelnen Unternehmen veröffentlicht. Außerdem sind sowohl die deutsche Adidas-Group als auch die Bruderfirma Puma inzwischen Mitglieder beim „Bündnis für Nachhaltige Textilien“, das soziale, ökonomische und ökologische Verbesserungen in der Textilbranche anstrebt. Natürlich ist mit derartigen Absichtserklärungen noch nicht alles erreicht. Aber sie stellen einen wichtigen ersten Schritt dar.

Öko-Bilanz in Ordnung

Inwiefern diese Versprechen eingehalten werden, muss von unabhängiger Seite  geprüft werden. Eine glaubwürdige Quelle, die das einschätzen kann, ist zum Beispiel Greenpeace. Die Organisation hat vor einigen Jahren die sogenannte Detox-Kampagne gestartet, der sich nach und nach immer mehr Kleidungshersteller angeschlossen haben, darunter auch Nike, Puma und Adidas. Die teilnehmenden Unternehmen verpflichteten sich dabei, bestimmte schwer abbaubare oder aggressive Chemikalien aus ihren Fabriken zu verbannen, weil diese die Umwelt in den produzierenden Ländern stark verschmutzen und somit auch Gesundheit der dort ansässigen Bevölkerung sowie die der Käufer gefährden. Erklärtes Ziel ist es, bis 2020 eine vollkommen giftfreie Produktion zu gewährleisten.

Seit 2011, dem Jahr, in dem die Detox-Kampagne begann, bilanziert Greenpeace die Fortschritte der teilnehmenden Textilhersteller. Bei der Bewertung werden nicht nur die Errungenschaften bezüglich der abzubauenden Chemikalien, sondern auch die Offenlegung von Daten im Sinne der Transparenz berücksichtigt. In der aktuellen Einschätzung vom März 2015 werden für die Sportartikelproduzenten Lob und Tadel ausgeteilt: Während Nike lediglich als Greenwasher eingestuft wird, d.h. als eine Firma, die sich nur in der Öffentlichkeit umweltfreundlich gibt, gehören Adidas und Puma laut Greenpeace zu den führenden Detox-Marken.

Sozialstandards verbesserungswürdig

Was die Öko-Bilanz angeht, scheinen die ganz großen Sportartikelhersteller schon auf einem guten Weg zu sein. Doch wie sieht es mit der sozialen Komponente der Nachhaltigkeit aus? Seit dem Unglück in der Textilfabrik in Rana Plaza mit tausenden Toten und Verletzten, ist die Aufmerksamkeit für die Behandlung der Arbeiterinnen gestiegen. Daher wird auch von verschiedenen Seiten geprüft, wie die einzelnen Marken mit Forderungen nach gerechteren Löhnen oder Vereinigungen von Arbeiterinnen umgehen. Bisher verdient auch bei teurer Sportbekleidung eine Näherin lediglich geringe Centbeträge an einem gefertigten Produkt, während die Marke etwa 12% Profit herausschlägt. Insbesondere die „Clean Clothes Camapign“, zu deutsch „Kampagne für saubere Kleidung“, prangert daher mangelnde Einsicht und fehlenden Einsatz vor allem bei Nike und Adidas an. Gerade angesichts der hohen Umsätze der Firmen, ließen deren Maßnahmen zu wünschen übrig.

Fazit

Auch wenn die herkömmlichen Marken z.T. noch an Umwelt- und Sozialstandards arbeiten müssen, ist das Thema Nachhaltigkeit auch für sie von Bedeutung. Jetzt müssen Worten Taten folgen! Es steht zu erwarten, dass die Standards der einschlägigen Sportmarken steigen werden, denn der Druck diesbezüglich wächst. Und wegen der Verpflichtung der „ganz Großen“ ziehen sicher auch weitere Sportmarken nach. Auf jeden Fall scheinen alle erkannt zu haben: Nachhaltigkeit steht eben auch Sportlern gut!

Nachhaltigkeit - steht auch Nike, Adidas und Puma gut

 

Nachhaltigkeit - steht auch Nike, Adidas und Puma gut
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Über den Autor

Früher hab ich immer gedacht „Sport ist Mord“, wenn in der Schule Ausdauerlauf oder – noch viel schlimmer – das „Sportfest“ angesagt war. Obwohl ich von mir nicht behaupten kann, per se unsportlich zu sein, habe ich dieses Potential selten genutzt. Inzwischen quäle ich mich freiwillig jedes Mal aufs Neue zum Training. Da ich inzwischen beruflich Halbwüchsige domptiere, schadet es ohnehin nicht, sich fit zu halten...