Rennbericht: NCT-LAUFend gegen Krebs

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Am Tag nach dem NCT-Lauf tun mir, wie so oft nach einem Lauf, die Beine weh. Aber vielleicht sollte ich vorne anfangen. Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, war ich auf der Suche nach einem „Sponsor“, der noch etwas Geld spendet, wenn ich für ihn Werbung mache.

Ich hab mir ca. 80 Firmen in Freiburg, Mannheim und Heidelberg gesucht und sie einfach angeschrieben. Naiv, wie ich war, dachte ich für einen guten Zweck wäre ja jeder zu haben oder?
Also, obwohl ich auch erfahren musste, dass manche Firmen überhaupt kein soziales Engagement haben. Manche sind auch wohl so groß, dass meine Mails wohl untergegangen sind. Alle Firmen, von denen ich eine Rückmeldung erhalten habe, engagieren sich für soziale Projekte. Allerdings machen die ihre Budgetplanung meistens schon im Vorjahr. Daher hab ich leider nur Erfahrung sammeln können. Die bringt mir aber auf jeden Fall was für den nächsten Spendenlauf, den ich mit Sicherheit in Angriff nehmen werde.

Denn die Atmosphäre und die Motivation zum Laufen ist eine ganz andere und wirklich beeindruckend bei einem Spendenlauf. Jedenfalls war das gestern in der Uniklinik in Heidelberg so. Dort hatte das NCT praktischerweise seinen Sitz und direkt vor der Haustüre den 2,5 km langen Rundkurs auf dem alle Teilnehmer

soviel laufen konnten, wie sie wollten. Und es war alles vertreten, was man sich vorstellen konnte. Vom ambitionierten Amateur, von denen mich sicher einige x-mal überholt haben, bis zu älteren Herren, die auf der Strecke nur spaziert sind. Außerdem gab es Rollstuhl- und Einradfahrer aber besonders beeindruckend auch Menschen, die körperlich alles andere als fit waren und teilweise sogar mit Krücken gelaufen sind. Aber sie sind gelaufen, was mich massiv beeindruckt und natürlich auch motiviert hat. Das hat sich dann auch sehr auf meinen eigenen Lauf ausgewirkt. Ich bin die 10 km noch nie so schnell gelaufen und anstatt danach aufzuhören, bin ich noch weitere zwei Runden gelaufen.

Das ist aber nur ein kleiner Teil des NCT-Laufs bei über 4.400 Runden von mehr als 1000 Teilnehmern, so mein letzter Stand von gestern Abend. Und das, obwohl es kurz vor dem Start um 18:00 noch nach einem ordentlichen Gewitter aussah.

Anfangs nieselte es dann auch aber in Anbetracht der 27 Grad war das sogar eher angenehm. Gut organisiert, begleitet durch Anfeuerungsrufe der Ordner und Musik lies es sich auch sehr angenehm laufen. Außerdem ist mir in Runde 4 aufgefallen, dass der Lauf inmitten der ganzen Kliniken in Heidelberg wahrscheinlich die Attraktion für unzählige Patienten war, die oft Zimmer für Zimmer an den Fenstern standen und uns gewunken haben.

Ihr seht also, der Lauf was alles in allem eine super Erfahrung. Ich habe gesehen, wie viel manch andere auf sich nehmen, um ein Zeichen gegen eine Krankheit zu setzen und ich habe auch gesehen, wie wichtig Sport für Menschen sein kann, die schon mal um ihr Leben kämpfen mussten!

Ich freu mich schon auf das nächste Jahr. Dann hoffentlich mit einem Sponsor.
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Über den Autor

Vom Sportmuffel zum Fitnessfreak! Angefangen mit einfachem Krafttraining gings übers Joggen und Rad fahren zum Triathlon und zum funktionalen Training. Wenn er nicht gerade beim Sport ist, studiert er vergleichende Geschichte der Neuzeit.