118. Den Energiestoffwechsel trainieren – TiF Podcast

Nachdem wir in der letzten Woche über die Energiegewinnung gesprochen haben, gehts in Folge 118 darum, wie Du diese für Dein Training nutzen kannst.

Wie Du dieses Wissen anwendest bzw. worauf Du dabei achten solltest, erzählen wir Dir natürlich auch gleich.

Viel Spaß bei unserer Folge zum Energiestoffwechsel:

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#118 Zusammenfassung

Wie Du ja weißt, gibt es verschiedene Wege für unsern Körper, Nährstoffe in Energie umzuwandeln.

Da sie am längsten andauern, sind für uns Ausdauersportler besonders die Glykolyse – also die Verbrennung von Kohlenhydraten – und die Lipolyse – also der sogenannte Fettstoffwechsel – interessant.

Diese sind meist unterschiedlich stark ausgeprägt: Das heißt: Wer einen besonders guten Kohlenhydratstoffwechsel hat, besitzt meistens eher einen schlechter ausgeprägten Fettstoffwechsel. Und umgekehrt geht das Training des Fettstoffwechsels gewissermaßen auch zulasten des KH-Stoffwechsels.

Wie kannst Du sie jeweils verbessern?

Der KH-Stoffwechsel funktioniert natürlich nicht ohne KH in der Ernährung.

Das Ziel ist, dass Deine Glykogen-Speicher mehr KH aufnehmen können und Dein Körper die vorhandenen KH dann auch verarbeiten kann – möglichst auch während der sportlichen Aktivität.

Dafür ist es sinnvoll, vor dem Training bereits die Speicher zu füllen oder auch währenddessen immer wieder KH in Form von Gels oder anderen – am besten isotonischen – Flüssigkeiten aufzunehmen.

Denn der Körper ist nicht automatisch darauf getrimmt, all das zu verarbeiten.

Das merkst Du spätestens, wenn Du es nicht trainiert hast und im Wettkampf die Gels und Pulver nicht verträgst. Ein überforderter KH-Stoffwechsel hat schon viele Athleten aufs Dixi gezwungen als an die Ziellinie gebracht.

Beim Fettstoffwechseltraining solltest Du im Gegensatz dazu eher ohne KH-Zufuhr trainieren, damit der Körper die vorhandenen Fette angreift und lernt, sie zu benutzen.

Es gibt mehrere Methoden, um das zu bewerkstelligen:

  • lockere Einheiten im niedrigen Pulsbereich
  • sehr lange Einheiten ohne KH-Zufuhr
  • Nüchterntraining
  • Training mit vorentleerten Speichern (also nach einer intensiven Einheit eine zweite Einheit)

Vor allem für längere Distanzen, die mehr als 2 Stunden dauern, ist es von Vorteil, sowohl den KH- als auch den Fettstoffwechsel zu trainieren, damit der Körper lernt, mit den vorhandenen Energiereserven aus KH und Fetten ökonomisch zu haushalten und ggf. neue Nährstoffe aufzunehmen.

Für eine Sprint- oder Olympische Distanz ist das noch nicht unbedingt nötig, kann aber sicher nicht schaden.


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