Rennbericht: Breisgau Triathlon 2018 – Die erste Mitteldistanz Teil II

Nachdem Du im ersten Teil des Rennberichts zu meiner ersten Mitteldistanz beim Breisgau Triathlon 2018 lesen konntest, was vor dem Start alles so passiert ist, erzähle ich Dir heute, wie das Rennen verlief. Außerdem erfährst Du auch, was nach meinem glorreichen Zieleinlauf noch so passiert ist.

Wie schon beschrieben, wollte ich mich vor dem Start noch schnell einschwimmen.

Vom Aufwärmen an sich halte ich bei solchen Veranstaltungen eher wenig, aber da ich beim Schwimmen zu Beginn gerne überpace, wollte ich das beim Einschwimmen gleich erledigen.

Wenn ich danach noch einmal schnell aus dem Wasser gehe, um dann ins Rennen zu starten, habe ich meist das richtige Tempo und komme im Wasser besser zurecht.

Nun stand ich also noch kurz am Ufer, holte mir bei Lotta den letzten Kuss ab und verpasste damit fast den Start.

Breisgau Triathlon 2018 – Hellsbells beim Massenstart

Dann ich drehte mich um und wollte wieder Richtung Wasser gehen, da hörte ich vom Sprecher nur noch 5, 4, 3, …

Da hab ich natürlich geschaut, dass ich etwas Wasser unter die Füße bekomme.

Die Pulsuhr war zum Glück schon vorbereitet und das GPS-Signal gefunden.

Bis ich die Schwimmbrille auf den Augen hatte, waren die Ersten aber trotzdem schon auf dem Weg.

Eigentlich wollte ich ja stressfrei ins Rennen starten. Also hab ich mich noch zu zwei, drei Atemzügen Ruhe gezwungen, um dann relativ entspannt auf die Schwimmstrecke zu gehen.

Da es auf zwei Runden im Uhrzeigersinn um vier Bojen ging, hab ich mich gleich etwas links vom Pulk einsortiert und dabei genug Abstand zwischen mich und die anderen Schwimmer gebracht.

Im Bewusstsein meines kleinen Schwimmproblems wollte ich einfach jeden Stress vermeiden und in Ruhe die 2 km hinter mich bringen.

Bei der Mitteldistanz wartete hinterher schließlich noch genug Arbeit!

So ein See kann groß sein

Mitteldistanz 2

Der Weg zur ersten Boje war unendlich lang, oder jedenfalls schien mir das so.

Das Ziel immer im Blick war ich eine gefühlte Ewigkeit unterwegs und machte dabei – trotz großem Abstand zum Feld – Bekanntschaft mit einzelnen Zickzack-Schwimmern, die ich rücksichtsvoll passieren ließ.

Der erste Schreckmoment kam dann aber tatsächlich noch vor der ersten Boje.

Aus irgendeinem Grund ragte in Ufernähe links von mir nämlich ein Tau vom Boden aus nach oben.

Keine große Sache, aber bis dahin hatte ich Pflanzen, Fische und sonstiges Zeug im See gut aus meinem Kopf verbannen können.

Jetzt fing der Kopf natürlich an zu rattern:

„Mann, es lief so gut bisher! Aber einfach weiter die Gedanken auf etwas anderes fokussieren.

Wie war das noch, als ich mit Lotta das Schwimmen im See geübt hab? Einfach bei jedem zweiten Zug auf sie schauen.

Wo steckt sie, wie schnell ist sie und kann ich in dem Tempo weiter schwimmen?“ …

Kaum daran gedacht, war ich schon an Boje eins und um selbige herum. Es lief wieder gut.

Der Sommer ist manchmal ganz schön kalt!

Allerdings fiel mir dann am hinteren Ende des Sees auf, dass es dort wesentlich kälter war als noch beim Start – wo es sich auch nicht nach 25 Grad angefühlt hatte.

In der ersten Runde hatte mir das noch nicht so viel ausgemacht.

In der zweiten Runde wurde dieser kühle Teil auf der Schwimmstrecke aber echt zum Problem für mich.

Zugegeben: Ich bin auch eher ein Warmduscher!

Aber auf den letzten 500 m im Wasser wurde es einfach kalt.

Das führt dazu, dass ich den Anflug von Krämpfen in den Waden spürte – oder mir einbildete.

Ich schwamm also mit etwas weniger Beinschlag weiter, begann aber immer mehr zu frieren!

Meine Versuche, die Hände und Füße etwas mehr zu bewegen, halfen auch nicht wirklich gegen die Kälte. Außerdem war ich ja auch wegen den vermeintlichen Krämpfen vorsichtig.

Ein Glück war der Ausstieg in diesem Moment zum Greifen nah und ich ein paar Minuten später schon in der Wechselzone.

Mitteldistanz: Wechselzone 1

Da saß ich nun in der ersten Wechselzone.

Als ich aus dem Wasser kam und kurz nach hinten geschaut hatte, waren da noch viele Schwimmer – ein tolles Gefühl für mich.

Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass ich von Anfang an ganz hinten unterwegs sein würde, aber scheinbar war das etwas anders.

Die Kälte aus dem See bzw. das Neoverbot hatten mir aber ziemlich zugesetzt. Ich war ganz schön am Zittern!

Und beim Abtrocknen, Schuhe und Trikot (ja tatsächlich) anziehen und Wechselbeutel abgeben fiel mir auf, dass die vielen Schwimmer hinter mir tatsächlich schneller wechselten als ich!

Verdammt, so verliere ich Platz für Platz. Also auf zum Rad und ab auf die Strecke.

Kalt war mir wohlgemerkt noch immer!

Auf die Radstrecke und los!

Mitteldistanz 2

Als erstes stand ein ca. 7 km langes Teilstück an, wonach auf einem Rundkurs 3 Runden zu absolvieren waren.

Meine Verpflegung war im Trikot verstaut und meine zwei Wasserflaschen  bis oben hin gefüllt.

Nur mit der Kälte hatte ich nicht gerechnet!

So fuhr ich also – an Daniela Ryf und ihre Aufgabe in Frankfurt denkend – und bibbernd die ersten paar Kilometer.

Außerdem versuchte ich verzweifelt meine Ärmlinge anzuziehen. Das ist leider nicht so leicht, wenn die Arme noch nass sind!

Nachdem das dann aber endlich mal geschafft war und auch der Einteiler zu trocknen begann, war mir auch nicht mehr ganz so kalt.

Und es war auch eigentlich keine Zeit mehr, um mich darauf zu konzentrieren.

Denn zum einen musste ich essen und zum anderen stand nach etwa 10 km der erste Anstieg auf dem Plan – und der war nicht ohne!

Voll im Rennen

Ich hatte mir die Verpflegung so eingeteilt, dass ich alle 5 km trinken und alle 10 km etwas essen wollte.

Meine Riegel hatte ich vor dem Rennen schon in entsprechend viele Teile geschnitten und auch die zwei Trinkflaschen waren darauf ausgelegt.

Also nahm ich etwas aufgewärmt noch einen Schluck aus der Flasche und aß mein erstes Stück Riegel, um danach Herausforderung eins vom sechs in Angriff zu nehmen.

Motivierend war dabei, dass ich trotz altem Stahlrahmen doch den einen oder anderen bergauf überholen konnte!

Das Rad unterm Hintern ist halt nicht alles – aber ich kannte die Strecke aus dem Training auch wie meine Westentasche!

Oben angekommen war mir dann auch nicht mehr kalt und die Ärmlinge auch nur noch am Handgelenk.

Bei der Abfahrt, auf die ich mich schon im Vorfeld total gefreut hatte, wurde ich dann aber zum wiederholten mal daran erinnert, dass man einen Triathlon nicht planen kann.

Vor mir waren nämlich andere Radler unterwegs, denen ich bei fast 60 Sachen nicht unbedingt zu nah kommen wollte.

Zudem bestand ja auch Windschattenverbot.

Also musste ich langsamer fahren, als mir lieb war!

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Rennmaschinen, schwere Beine und Verpflegung

Damit war Runde 1 quasi fast schon geschafft!

Die zweite große Steigung auf der Runde war nicht ganz so hart. Allerdings hatte ich bei der Abfahrt dasselbe Problem.

Ich tröstete mich damit, dass mich die anderen Triathleten so vielleicht vor einem zu schnellen Tempo bewahren würden.

Das war allerdings nicht der Fall!

Zudem wirkte sich die Kälte vom Schwimmen – so bis jetzt meine persönliche Rennanalyse – stark auf meine Beine aus.

Die wurden nämlich recht schnell ziemlich schwer! Zudem kam dann auf Runde zwei auch noch der Führende (und andere mit ihren Rennmaschinen) an mir vorbei!

Überrundet! Na toll!

Aber es half ja alles nichts und wenn ich meiner Uhr Glauben schenken konnte – und das war natürlich der Fall – war ich auch schneller als gedacht auf dem Rad unterwegs.

Die Devise lautete also, dass ich mich einfach nur nach mir und meinem Tempo richte. Auf Radrunde 2 lagen ja auch noch ca. 30 km Rad und 21 km Laufen vor mir.

Da macht es wenig Sinn sich zu verheizen, dachte ich mir. Lieber weiter aufs Essen und Trinken konzentrieren.

Mitteldistanz 2

Auf zu Runde 3

Und so ging ich dann auch auf die dritte Runde auf dem Rad.

Die Beine waren zu diesem Zeitpunkt zwar echt schwer – daran hatte sich leider nichts geändert – aber vom Kopf her lief das Rennen schneller als erwartet.

Damit meine ich weniger das Tempo als die gefühlte Zeit im Kopf. Ich war die ganze Zeit beschäftigt und wunderte mich auf Runde 2 manchmal, wie schnell ich doch wieder an derselben Stelle war.

Dennoch hatte ich vor dem dritten großen Anstieg etwas Respekt. Dass die Strecke an dieser Stelle des Rennens auch schon richtig leer war, machte das nicht wirklich besser.

Kurz vor dem Anstieg erblickte ich aber einen Fahrer vor mir! Das Beste, was einem passieren kann!

Ich wollte ihn nicht unbedingt überholen. Aber Stück für Stück näher kommen, ohne mich dabei zu sehr zu verausgaben, sollte schon drin sein.

Auf halber Strecke war ich dann direkt neben ihm.

Selbstverständlich im hohen Bogen um ihn rum! Es gilt ja auch am Berg das Windschattenverbot.

Ich dachte, vielleicht könnte ich ihn ja etwas motivieren und mit nach oben ziehen, fuhr also etwas neben ihm.

Als ich dann aber ein Motorrad von hinten hörte, versuchte ich, mit einem kurzen Antritt vorne weg zu fahren.

Nachdem die Wettkampfrichter dann an mir vorbei waren, blickte ich kurz nach hinten und stellte fest, dass ich ungefähr dreimal so viel Vorsprung hatte, wie erwartet.

An dem Punkt war mir klar, dass ich die Radstrecke gut ins Ziel bringen würde!

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Wechselzone 2

Und so war es dann auch. Schneller als gedacht ging es über die letzten Kilometer mit dem Rad.

Einmal noch abbiegen und dann direkt auf die Wechselzone zu.

Kurz nach der Penalty-Box winkte man mich dann runter vom Rad, wobei ich erst einmal davon ausging, dass ich eine Zeitstrafe bekommen hätte!

Natürlich ging es nur darum, dass ich nicht in die Wechselzone fahren, sondern davor vom Rad steigen sollte.

Und was war das erste in der Wechselzone? Ich verlor meine rechte Kontaktlinse!

Glücklicherweise konnte ich sie auffangen und wieder ins Auge bringen. Ein paar Minuten kostete mich das dennoch!

Bei viel Gegenwind und trockenen Augen ist mir das im Training auch schon passiert. Aber wer rechnet mit so etwas im Wettkampf?!

Mit beiden Kontaktlinsen in den Augen gings dann weiter zum Stellplatz fürs Rad.

Anschließend bin ich dann fast noch an meinem Wechselbeutel vorbei gerannt – warum auch nicht?!

Noch einmal kurz zurück, Beutel gegriffen, ausgeleert und dann die Sachen gewechselt.

Außerdem hab ich mir noch Zeit genommen, um meine vorbereitete Verpflegung zu mir zu nehmen und überflüssiges Wasser los zu werden.

Und auf gings – 21 k Laufstecke

Mittlerweile war es schon weit nach Mittag und die Sonne stand hoch am Himmel – gefühlt 35 Grad!

Wie geplant schaute ich die ersten 10 km nicht auf meine Uhr. Regelmäßiges Piepsen und Vibrieren zeigten dennoch die absolvierten Kilometer an.

Von der Wechselzone aus ging es erst einmal zum nördlichen Wendepunkt, der sich am Ende einer kleinen Rampe befand.

Davor lag glücklicherweise ein Versorgungspunkt, an dem es Getränke und Schwämme gab. Ich hab mich natürlich gleich damit eingedeckt.

Danach ging es auf demselben Weg zurück, aber auf einem neuen Streckenabschnitt zum südlichen Wendepunkt.

Auf dem Weg dorthin lag die zweite Versorgungsstation, allerdings nicht am Wendepunkt, sondern ein paar Kilometer davor.

Und das war wirklich hart. Denn der Streckenabschnitt lag zu 80% in der Sonne, inmitten von Feldern, und war viel länger als ich das erwartet hatte.

Ein Glück musste ich da nur noch ein zweites Mal laufen! Jedenfalls war das mein Gedanke auf den Rückweg.

Und:

Ich muss beim zweiten Mal an der südlichen Versorgungstation unbedingt Schwämme mitnehmen. 

Mitteldistanz 2

Der Blick auf die Uhr

Bei km 11 hab ich dann das erste Mal auf die Uhr geschaut und ich war knapp über eine Stunde auf der Laufstrecke.

Die neue persönliche Bestzeit über 21 km war also noch möglich. Aber die Strecke war hart und mit jedem Kilometer mehr wurde es schwerer und schwerer.

Zudem setzte mir das viele Wasser von den Schwämmen – das natürlich zum Runterkühlen gedacht war – an den Füßen zu!

Denn, was den Oberkörper kühlt, läuft anschließend in die Schuhe.

Die waren also total nass.

Am Ende war mir das aber relativ egal – ich wollte nur so schnell es ging ins Ziel.

Also hab ich mich auch beim zweiten Mal an der südlichen Versorgungstation richtig eingedeckt mit Schwämmen und damit auch den richtig heißen Part der Strecke relativ gut überstanden.

Nur am Wendepunkt bin ich wegen einer Unachtsamkeit mit dem Fuß umgeknickt!

Ganz dumme Idee, denn da kann das Rennen schnell zu Ende sein! Ich hatte aber wohl Glück im Unglück!

Das Ziel ist nah!

Mitteldistanz 2

Bei Km 18 war allerdings auch klar, dass ich keine neue Bestzeit auf 21 km laufen würde.

Was jedoch noch möglich war, war die 6-Stunden-Marke über die Mitteldistanz zu knacken!

Das wäre schon geil, so mein Gedanke. Also hab ich die letzten 1000 m alles gegeben!

Als ich dann ins Stadion einlief – von da aus waren es noch ca. 300 m – hörte ich den Sprecher: Es sind nur noch ein paar Sekunden, ob er das noch schafft.

Das Publikum jubelte, feuerte an und zählte runter auf Null.

Ich sah den Läufer vor mir kurz vor dem Ziel!

Der Glückliche hatte es in unter 6 Stunden geschafft.

Bei mir waren es dann 6:00:43. Mehr war leider nicht drin. Aber das war mir ehrlich gesagt egal!

Ich war eine halbe Stunde schneller, als ich mir das ausgerechnet hatte!

Und was will man mehr?

Swim: 0:44:50 / T1: 0:05:35 / Bike: 3:03:04 / T2: 0:03:39 / Run: 2:03:37

Nach der Mitteldistanz

Vom Zielbereich aus ging es dann direkt in den Versorgungsbereich!

Nach dem Rennen

Essen war angesagt, ging aber wie so oft einfach nicht. Also hab ich mich aufs Trinken konzentriert!

Nach dem Rennen vertrage ich Kohlensäure übrigens besser, als im Rennen!

Eine weitere Erfahrung, die ich dankend mit ins nächste Rennen nehme.

Denn mir war zu diesem Zeitpunkt schon klar, dass dies nicht meine einzige Mitteldistanz bleiben wird.

Der Plan, im nächsten Jahr eine Langdistanz anzugehen, wurde allerdings auch in diesem Moment begraben!

Warum? Ganz einfach:

Ich hab mich auf dieser Distanz einfach sehr wohl gefühlt. Ich war absolut gefordert, glaube aber, dass ich nächstes Jahr sicher schneller sein kann.

Außerdem glaube ich aktuell nicht, dass ich Lust auf das Langdistanztraining habe und auch die Länge im Wettkampf reizt mich jetzt weniger.

Aufgeschoben ist allerdings nicht aufgehoben! Aber im nächsten Jahr will ich erst einmal richtig Spaß auf der Mitteldistanz haben.

Denn auch wenn das Rennen ab der Hälfte zunehmend härter wurde, hatte ich echt einen tollen Tag, den ich so schnell nicht vergessen werde!

Ich fühl mich einfach wohl auf dieser Distanz, was sicher auch an der unglaublichen Unterstützung von Lotta lag. Vielen Dank für all Deine Mühe.

Lottas Rennbericht:

Ich bin auch noch einen kleinen RENNBERICHT schuldig.

Vorsicht, der könnte etwas länger werden!

Anders als beim letzten Triathlon war ich die Tage vorher nicht ganz so aufgeregt. Hab auch relativ stressfrei gearbeitet und war somit am Renntag ausgeruht.Da der Schorsch schon eine Stunde vor mir seine MD startete, wurde ich dann aber doch hibbelig und

versuchte mich durch Gespräche mit einer bekannten Bloggerin, die ich jetzt schon zum 3. mal in Folge bei einem solchen Event treffen durfte, abzulenken.

Der Schwimmstart war dann härter als erwartet.

Es war wie in einem Fisch-Schwarm Eigentlich hatte ich fast die gesamte Strecke mit um mich schlagenden und tretenden Mitmenschen zu kämpfen.

Ganz besonders schlimm war es, als nach einer Boje plötzlich alle um mich herum meinten, Brust schwimmen zu müssen.

Ich war also entsprechend froh, aus dem Wasser zu kommen, meinen Wechselbeutel zu schnappen und aufs Rad zu kommen.

Auf dem Rad

Den Anfang der Strecke kannte ich nicht.

Konnte aber dem Pulk vor mir folgen, sodass ich den Weg zu dem berühmt-berüchtigten Anstieg fand.

Dort konnte ich erst einmal eine ganze Menge Leute einsacken, was meine Moral etwas hob.

Natürlich mussten mich auf der Abfahrt die meisten davon wieder überholen.

Bei dem Gewicht jetzt echt kein Kunststück.

Ich versuchte auszufahren, was ging, war aber doch an der ein oder anderen Kurve etwas vorsichtiger und bremste mehr als mir lieb war

Nach der ersten Abfahrt folgte noch ein Abschnitt in den Weinbergen.

Ebenfalls ziemlich steil. Und wieder ein Stück des Weges, wo ich ein paar andere stehen lassen konnte, die mich dann mühelos wieder einholten.

Immerhin wusste ich, wo die Strasse schlecht geteert war und konnte darauf Rücksicht nehmen.

Die letzten paar Kilometer waren dann zum Glück ausnahmsweise mal eben, sodass Ich noch etwas Druck auf die Pedale bringen konnte.

Einer meiner Kontrahenten grüsste mich sogar noch und meinte, ich hätte ihn so oft überholt. Auf der Laufstrecke bliebe er sowieso hinter mir.

Ich hab ihn dann leider aus den Augen verloren.

Laufstrecke

Den Lauf wollte ich ganz für mich allein in meinem Tempo machen.

Nicht überpacen. Lieber einfach nur überstehen, zumal es schon merklich heisser geworden war.

Es ging zwei Runden über eine Brücke, dann ganz kurz ein mega steiles Stück hoch und dann wieder zurück. Für mich Flachlandtiroler der Horror.

Aber da ich mich seelisch und moralisch darauf vorbereitet hatte, ging’s.

Ausserdem kippte ich mir an jeder Verpflegungsstation Wasser über den Kopf.

Auf Runde 2 entdeckte ich am Rand einen Schüler von mir und rief seinen Namen.

Der staunte nicht schlecht und motivierte gleich seine Kumpels, mich anzufeuern.

Das gab mir nochmal einen ordentlichen Schub.

Als auf der zweiten Runde das Ende absehbar war, versuchte ich, noch einmal ein bisschen zu pushen und legte noch einen kleinen Endspurt hin.

Glücklich im Ziel

Im Ziel angekommen war ich interessanterweise relativ schnell wieder fit. Ich hatte mich nicht so kaputt gelaufen wie bei der OD. (Ist das jetzt gut oder schlecht?)

Nach einer wunderbaren Verpflegung – an dieser Stelle nochmal besten Dank an die tolle Orga vom Breisgau Triathlon und die ganzen Freiwilligen – und dem ein oder anderen Plausch mit anderen Finishern, ging ich nochmal an die Strecke, um Schorsch zu unterstützen.

Das war wegen der Hitze dann noch einmal ein Stück Arbeit.

Allerdings kein Vergleich zu dem, was die Mitteldistanzler geleistet haben!

So sehen Sieger aus!

Ps: So sehen Sieger aus!

Ein Glück steht jetzt die Offseason an!

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Über den Autor

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Vom Sportmuffel zum Fitnessfreak! Angefangen mit einfachem Krafttraining gings übers Joggen und Rad fahren zum Triathlon und zum funktionalen Training. Wenn er nicht gerade beim Sport ist, studiert er vergleichende Geschichte der Neuzeit.

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