Schlechte Fette

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Ihr habt doch sicher, wie ­viele von uns, auch schon was über „schlechten“ Fette ­gehört oder? Allerdings konnte ich mir da nie etwas drunter vorgestellt. Werden schon Pommes oder so sein, dachte ich. Das war auch nicht so schlimm, wie ich jetzt gemerkt habe. Denn Fett ist neben Protein und Kohlenhydraten ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung, der zum Beispiel für die Vitaminaufnahme zuständig ist. Dabei aber von guten und schlechten Fetten zu sprechen greift viel zu kurz. Sinnvoller ist die Einteilung in Tierische (gesättigt) und Pflanzliche (ungesättigt), wobei die Ungesättigten (weichen) eine „wichtigere“ Rolle spielen, weil der Körper sie nicht selbst herstellen kann­.

Woher kommt dann aber das Image vom „schlechten“ Fett? Berechtigte Frage oder? Es kommt aus dem Marketing. Denn mit dem schlechten Image der Butter (also =Fett) verkauft sich Margarine einfach viel besser. Objektiv betrachtet unterscheidet sich nämlich die Margarine, im Bezug auf Kalorien und Fettgehalt, überhaupt nicht von der Butter. Beim Abnehmen hilft es also wenig bis überhaupt nicht, wenn man Butter durch Margarine ersetzt. Allerdings ist von light Produkten auch eher abzuraten. Die sparen zwar am Fett, müssen den Geschmachtsverlust dann aber mit Geschmacksverstärkern oder Zucker ausgleichen. Auf der einen Seite Fett einsparen und dafür andererseits mehr Kohlenhydrate zu essen bringt auch nicht viel, da diese in der Leber zu Fett umgewandelt werden.
Will man also Fett einsparen hilft mal wieder nur Verzicht. Aber bitte nicht komplett. Denn wie schon erwähnt ist Fett für eine gesunde Ernährung wichtig. Dies hat jedoch in letzter Zeit verstärkt dazu geführt, dass die Lebensmittelindustrie uns Produkte in den Supermarkt gelegt hat, mit denen man sich scheinbar gesund essen kann. Das Stichwort Cholesterin ist hierbei sicher jedem schon einmal begegnet. Aber was ist damit eigentlich gemeint?
Es gibt ganz einfach zwei Sorten von Cholesterin (einem Fett), die ganz bestimmte Aufgaben im Körper erfüllen. Das LDL transportiert Cholesterin von der Leber aus in die Organe und das HDL sammelt es dort wieder auf um es zurückzubringen. Wenn nun also zu wenig HDL vorhanden ist, lagert sich das LDL in den Gefäßen ab und erhöht so das Krankheitsrisiko. Und genau aus diesem Grund kennen wir alle auch „gute“ und „schlechte“ Fette. Denn in gesättigten Fettsäuren ist mehr LDL vorhanden. Mit einem übermäßigen Genuss dieser Fette, Fleisch etc., bringt man dieses Gleichgewicht also durcheinander und ernährt sich ungesund.
Aus diesem Grund sind die so genanten Transfette, die beim Erhitzen von mehrfach ungesättigten Fettsäuren entstehen, tatsächlich „schlechtes“ Fett. Denn sie erhöhen den Anteil von LDL und senken dazu noch den Anteil von HDL im Körper. Das betrifft Frittiertes ebenso wie Backwaren oder Chips. Auch wenns oft gut schmeck ist das tatsächlich das Fett, auf das man am ehesten verzichten kann und soll.
Omega-3 Fette dagegen hat ziemlich viele Vorteile, die von entzündungshemmend bis zu krankheitsvorbeugend reichen und auch deswegen von der Industrie immer mehr zu Werbezwecken genutzt werden. Allerdings muss man deswegen nicht extra die speziell damit gekennzeichneten Produkte kaufen. Es reicht wenn man natürliche Lieferanten, wie fetten Fisch oder besonders Leinöl in den normalen Speiseplan integriert. In kleinen Mengen sind die Omega-3 Fettsäuren auch in Fleisch, Eiern oder Milch. Allerdings nur, wenn die Tiere Gras und Heu bekommen haben. Und das ist leider immer seltener der Fall.
Am Ende lässt sich also feststellen, dass es an sich kein „schlechtes“ Fett gibt. Denn wenn man sein Essen kennt und bewusst damit umgeht, ist eine Portion Pommes, also Transfett, kein Problem. Wer es sich dabei allerdings leicht machen möchte und daher z. B. Lachsölkapseln zu sich nimmt, sollte bedenken, dass eine Überdosierung zu Nasenbluten u. ä. führen kann. Auch sogenannte Fettbinder sind nicht immer unproblematisch.
Fazit: Lieber ausgewogen und bewusst ernähren als dem Körper einerseits die richtigen „Bausteine“ zu liefern, ihm andererseits aber zu schaden.
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Über den Autor

Vom Sportmuffel zum Fitnessfreak! Angefangen mit einfachem Krafttraining gings übers Joggen und Rad fahren zum Triathlon und zum funktionalen Training. Wenn er nicht gerade beim Sport ist, studiert er vergleichende Geschichte der Neuzeit.