8 Sportmythen, die wir für dich aufklären

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Nachdem sich in den letzten Tagen so langsam doch der Frühling ankündigt rückt das Thema Sport, und natürlich die Strandfigur, wieder vermehrt in den Fokus der Medien. Natürlich geistern in dieser Zeit auch wieder vermehrt einige Sportmythen durch Zeitungen und Internet. Jene Mythen über die man, wenn man lange Sport betreibt, oder sich mit den Thema befasst, eigentlich jede Meinung schon einmal gehört hat. Egal ob sie sich völlig widersprechen oder mit unterschiedlichem Ausgangspunkt zur selben „Lösung“ gelangen.

Sportmythen helfen wenig

Eben dieses „Glaubensdurcheinander“ gilt es in Ordnung zu bringen. Denn auch, wenn sich diese Mythen super fürs Marketing anbieten, ist es im Endeffekt ja der (angehende) Sportler, der dann mit den Folgen leben muss. Und besonders als Anfänger bleibt dem meist erst einmal nichts anderes übrig, als auf die Aussagen von vermeintlichen Profis zu vertrauen. Also haben wir ein paar der bekanntesten Sportmythen vorgenommen und genauer betrachtet.

1. Mit nüchternem Magen zu laufen hilft beim Abnehmen

Stimmt so nicht. Zwar ist der Fettanteil der verbrannten Kalorien höher, daraus lassen sich aber keine Rückschlüsse auf die Auswirkung auf eine Gewichtsabnahme ziehen. Vielmehr trainiert, wer morgens schnell vor dem Frühstück zum Sport geht, häufig mit geringerer Intensität. Zudem besteht die Gefahr einer Unterzuckerung. Viel wichtiger ist, dass mit einem regelmäßigen Training das Herz-Kreislauf-System gestärkt wird. So kann man über regelmäßiges Laufen sein Gewicht reduzieren. Also lieber vorher etwas essen. Und wenns nur ne Banane oder so ist.

2. Gezielt Problemzonen abtrainieren

Schön wärs. Funktioniert aber nicht. Man kann zwar versuchen, die Muskeln an den Problemzonen zu trainieren um möglicherweise dort das Fett schneller abzubauen. Ein Garant ist das allerdings nicht. Auch hier hilft nur ein regelmäßiges und ausdauerndes Training mit einem sinnvollen Ernährungsplan. Vielleicht schaust du mal in unseren Artikel zum Thema Ernährungsgrundlagen und in unser Slingtrainer E-Book.

 3. Vor den Training unbedingt dehnen.

Dafür gibt es keinerlei Belege. Natürlich ist es sinnvoll die Muskeln vor dem Training aufzuwärmen bzw. zu aktivieren. Nach dem Training macht es hingegen tatsächlich mehr Sinn, dem Körper beim Abkühlen und „runterfahren“ zu helfen.

4. Joggen ist schlecht fürs Knie.

Es ist wohl einer der bekanntesten Sportmythen, dass Joggen schlecht fürs Knie sei. Dieses Gelenk ist aber sehr dynamisch und anpassungsfähig. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen sogar, das Joggen das Kniegelenk eher stärkt. Leistungssportler auf Langstrecken sind davon allerdings ausgenommen. Hier besteht wohl tatsächlich ein erhöhtes Arthroserisiko. Bei Schmerzen sollte man so oder so einen Arzt aufsuchen.

5. Milchsäure ist schuld am Muskelkater.

Auch hier handelt es sich natürlich um eine Fehlinformation. Denn eigentlich sind kleine Mikrotraumata in den Muskelzellen für die Schmerzen verantwortlich. Also der Muskel wird einfach geschädigt. Und aus diesem Grund ist natürlich auch Sport kein probates Mittel gegen den Muskelkater. Leichte Bewegung, wie zum Beispiel lockeres Auslaufen nach einem (Halb)Marathon kann jedoch Linderung verschaffen. Massagen, Akkupunkturen oder warme Kräuterbäder können zusätzlich helfen. Davon abgesehen hilft nur Akzeptieren, mit dem Schmerz Leben oder Warten.

6. Regelmäßiges Trinken beim Training ist ein Muss.

Auf Kommando trinken kennt jeder, der schon einmal einen Kurs im Studio belegt hat. Die Aufforderung dazu kommt regelmäßig vom Trainer. Nötig, oder gar leistungssteigernd ist das nicht. Natürlich muss man bei schweißtreibenden Aktivitäten auf seinen Flüssigkeitshaushalt achten. Besser ist es aber, wenn man dabei auf seinen Körper und sein Durstgefühl hört.

7. Im Alter geht nichts mehr für die Fitness.

Ist natürlich auch einer dieser beliebten Sportmythen. Denn Studien haben gezeigt, dass sich Kraft- und Ausdauersport auch im hohen Alter positiv auf die Gesundheit auswirken können. Zudem ist Sport gut für die Beweglichkeit und das Herz-Kreislauf-System. Natürlich kann man in hohen Alter nicht erwarten, dass man Leistung bringen kann wie ein junger Gott. Wer sich aber vorsichtig an seine Leistungsgrenzen herantastet, wird auch im hohen Alter vom Sport profitieren.

8. Krafttraining für Kinder ist ungesund.

Solange sie es nicht übertreiben gilt hier, ebenso wie bei allen über 60 die Verhältnismäßigkeit. Ca. bis zum 14 Lebensjahr macht es Sinn, bei Eigengewichtsübungen wie Liegestützen oder Klimmzügen zu bleiben. Damit lassen sich Körperbeherrschung und Stabilität stärken. Danach kann man mit anderen Übungen dann auch sehr gut auf die geschaffenen Grundlagen aufbauen.
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Über den Autor

Vom Sportmuffel zum Fitnessfreak! Angefangen mit einfachem Krafttraining gings übers Joggen und Rad fahren zum Triathlon und zum funktionalen Training. Wenn er nicht gerade beim Sport ist, studiert er vergleichende Geschichte der Neuzeit.