Stress – und wie er Dein Triathlon Training beeinflusst!

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Stress ist tatsächlich eine moderne Erscheinung, die es erst seit den 1930er Jahren gibt. Besser gesagt bekam das Phänomen, das wir heute als Stress kennen, in dieser Zeit erst seinen Namen.

Möglicherweise hatten Menschen auch davor manchmal viel zu tun; als Stress war ihnen dieser Umstand allerdings nicht bekannt.

Uns, die wir nun aber im 21. Jahrhundert leben, ist Stress ein allzu gut vertrauter Begriff.

Ob im Job, in der Familie oder besonders beim Sport – wir Triathleten können ein Lied davon singen.

Zeit-, Leistungs- und Termindruck ist bei vielen allgegenwärtig.

Selbst Jugendliche machen in der Schule früh Bekanntschaft mit Stress.

Was aber ist Stress überhaupt? Und wie beeinflusst er uns als Triathleten?

Wir alle fühlen uns manchmal gereizt, überfordert, hektisch, nervös und fühlen uns ab und an wie unter “Strom” stehend.

Zudem ärgern wir uns – mal mehr, mal weniger – und werden ab und an vielleicht auch (ziemlich) wütend.

Bei dieser Vorstellung hast Du nun gefühlsmäßig sicher eine Idee davon, was Stress mit Dir macht.

Was Stress genau ist, kannst Du, wie die meisten von uns, daraus aber wahrscheinlich nicht erfassen.

Diese Reaktion ist nämlich wesentlich älter, als der Begriff, der erst in den 1920er Jahren aufkam.


Stress ist eine Aktivierungsreaktion des Organismus auf aktuelle Anforderungen, Gefahren und Bedrohungen.


Das bedeutet:

Unser Organismus hat vor langer, langer Zeit ein System entwickelt, welches uns das Überleben sichern sollte. Und zwar eben genau bei Gefahren und Bedrohungen.

Zum Beispiel wenn ein Urzeitmensch im Wald unterwegs war und plötzlich bemerkte, dass er von einem Raubtier verfolgt wurde.

Der Körper schaltet sofort um, die Muskeln spannen sich an, die Sinne werden geschärft und fokussieren sich alleine auf Fluchtwege und Verstecke.

Bereit zur Flucht sprintet der Neandertaler los, hechtet durchs Unterholz und schlägt einen Haken nach dem anderen, um seine Haut zu retten.

Gelingt ihm dies, muss er sich, einmal in Sicherheit, von den Strapazen erholen.

Wird er aber wieder und wieder gejagt und kann zwischendurch nicht regenerieren, geht im irgendwann die Kraft aus und er wird die nächste Jagd verlieren.

Genau hier wird die Parallele zum Triathlon recht deutlich!

Sind wir die ganze Zeit dabei unseren Körper durch Training in den “Fluchtmodus” zu pushen, droht uns schnell das Übertraining und wir verlieren im nächsten Wettkampf – oder verfehlen unser gestecktes Ziel um Längen!

Wer wird heute denn noch gejagt?

Natürlich spielen sich solche Szenen heute höchstens noch in unseren Kinos ab.

Das System, um uns in Sicherheit zu bringen, trägst Du wir noch immer in Dir.

Und es reagiert auch heute noch.

Nämlich, wenn Du unter Druck gerätst.

Zum Beispiel, wenn noch schnell etwas für die nächste Besprechung vorbereitet werden muss oder Du nach der Arbeit ganz schnell noch einkaufen musst.

Das große Problem daran ist, dass Du die bereitgestellte Stressenergie (die Dein Körper für die Flucht etc. vorbereitet) meist nicht los wirst.


Vor dem Chef flüchten würde den Stress oft reduzieren!


In den meisten Fällen wird Dein Körper nämlich in Alarmbereitschaft versetzt, er kann aber nicht zur Flucht ansetzen.

Und das kann schnell zum Problem werden.

Häuft sich der Stress nämlich, kommt Dein Körper nicht mehr von alleine zur Ruhe.

Er steht eben dauernd unter “Strom”.

Das sorgt meist auch dafür, dass Du beginnst, über die aktuellen Probleme nachzugrübeln und Dich das oft auch um den benötigten Schlaf bringt.

Natürlich verstärkt das die Belastung für den Körper zusätzlich.

Diese Spirale von Stress und fehlender Erholung führt früher oder später dazu, dass Dein Körper unter der Belastung zusammenbricht und Du auf die eine oder andere Art krank wirst.

Zu diesem späten Zeitpunkt der Stressspirale kann Dir Dein Training als Ausgleich auch nur noch bedingt helfen. Denn, durch ein intensives Training wird der Stress-Level nur noch weiter erhöht. In einer solchen Situation ist es besser auf Regeneration zu setzen, um dem Körper etwas Erholung zu gönnen.

Wie erkennst Du Stress?

Um diesen Zustand frühzeitig zu vermeiden, gilt es im ersten Schritt Stressfaktoren zu erkennen.

  • Konflikte, Termindruck, Ärger im Büro, Misserfolge und Stress im Privatleben sind nur einige Beispiele für mögliche Stressfaktoren.

Hast Du mögliche Stressfaktoren erkannt, solltest Du Dir auch über deren Dosis Gedanken machen.

  • Häufigkeit, Vielfalt, Dauer und Intensität können entscheidend zum Stress beitragen.

Natürlich kann Stress auch positive Auswirkungen haben.

Zum Beispiel, wenn Du nach einem harten Tag im Büro nach Hause kommst.

Setzt Du Dich dann in dem Zustand vor die Glotze, fühlst Du Dich am späten Abend eher überfahren.

Entscheidest Du Dich allerdings fürs Training, merkst Du meist schnell, dass es Dir danach besser geht.

Dabei solltest Du allerdings nicht am Limit trainieren. Sonst wird das Lauf- oder Radtraining nur zu einer weiteren Belastung.

Wenn Du Dich nach einem stressigen Tag ohne viel Bewegung angemessen auspowerst, kannst Du die angestaute Energie (die aus den Stresssituationen in denen Du nicht flüchten kannst) abbauen und so für einen Ausgleich sorgen.

Obwohl Du vor dem Sport echt müde warst, fühlst Du Dich danach verständlicherweise fitter.

Wenn Du andererseits neben einem stressigen Alltag versuchst, Dein Training ohne Abstriche durchzuziehen, kann das ins ander extrem umschlagen.

Dein eh schon hohes Stresslevel wird so noch weiter nach oben getrieben – Du wirst also weiter vom wilden Tier gejagt.

In der Konsequenz wird Deine Leistung auf die eine oder andere Weiße leiden und Du nicht besser werden.

 

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Wieviel Stress hast Du?

Natürlich sind manche Situationen, die für Dich stressig sind, für andere Menschen möglicherweise absolut kein Problem.

Je nach Persönlichkeit, Belastbarkeit, Fertigkeiten und Bewältigungsstrategien kann Stress natürlich auch “hausgemacht” sein.

Menschen mit einer niedrigen Erregungsbereitschaft reagieren zum einen natürlich wesentlich weniger auf Stresssituationen.

Zum anderen erholen sie sich danach auch schneller wieder.

Um das eigene Maß an Stress genauer zu analysieren, bietet sich ein Test nach dem Stressmodell von Lazarus an.

Hierbei werden verschiedenen Situationen bestimmte Werte zugewiesen und deren Häufigkeit bestimmt.

Hast Du das bei allen aufgeführten Situationen getan und liegt der Wert bei mehr als 10 davon über 4 solltest Du möglichst schnell Techniken zur Stressreduktion entwickeln.

Zum Stresstest gehts HIER

Und zum Thema Stressvermeidung haben wir noch einen weiteren Artikel für Dich.

Außerdem kannst Du auch mit Achtsamkeitsübungen dafür sorgen, dass Dein Alltag weniger stressig ist.

Gerade für dich als Triathlet kann zum einen der Sport eine Möglichkeit sein, den Alltagsstress abzubauen. Es ist ebenso aber auch möglich, dass Dein Sportprogramm den Stress noch verstärkt und Du Dir damit noch weiter schadest. Dann solltest Du auf jeden Fall auf Regeneration setzen und versuchen Deinen Stress im Alltag zu reduzieren!

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Hinweis: All unsere Empfehlungen wurden sorgfältig ausgewählt, erarbeitet und geprüft. Sie sind für gesunde Erwachsene gedacht, die älter als 18 Jahre sind. Keiner unserer Artikel kann oder soll Ersatz für kompetenten medizinischen Rat bieten. Bevor Du mit dem Training beginnst, konsultiere bitte einen Arzt und lass Dich durchchecken.


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About Author

Vom Sportmuffel zum Fitnessfreak! Angefangen mit Krafttraining gings übers Joggen und Radfahren zum Triathlon, den er mittlerweile nicht nur als Athlet betreibt. Mit einem abgeschlossenen Masterstudium schreibt er nun seit Jahren auf Tri it Fit professionell über alle Themen des Triathlonsports. Darüber hinaus ist er auch als Trainer und Buchautor tätig.

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