Training Stress Balance (TSB) – Erkenne Deine Form

Als Triathlet – oder auch als Rennradfahrer – bist Du mit Sicherheit schon einmal über den Training Stress Score gestolpert. Dieser Wert – auch TSS abgekürzt – steht in direkter Verbindung zur Training Stress Balance.

Um das System um Training Stress Score, Intensity Factor und Normalized Power etwas besser zu beleuchten, erklären wir Dir in diesem Artikel, was es mit der Training Stress Balance (TSB) auf sich hat.

Denn mit der TSB hast Du deine eigene Form relativ gut im Blick, was bei einer langen Vorbereitungsphase von Vorteil sein kann.

Die Training Stress Balance

Die Training Stress Balance berechnet sich aus zwei Werten, die ebenso auf dem TSS basieren.

Zum einen wäre das die Cronic Training Load (kurz CTL).

Diese CTL verdeutlicht die durchschnittliche Acute Training Load (ATL) der letzten 42 Tage.

Je nach Trainingsbelastung ist die ATL identisch mit dem TSS Deiner Trainingseinheit an diesen Tagen.

Absolvierst Du zwei Einheiten am Tag, fällt die Acute Training Load allerdings höher aus, weil der TSS dieser beiden Einheiten addiert wird.

Zum anderen ist das die eben angesprochen Acute Training Load.

Die Formel sieht wie folgt aus:

Trainings Stress Balance (TSB) = Cronic Training Load (CTL) – Acute Training Load (ATL)

Was genau stellt die TSB dar?

Betrachten wir die gerade aufgestellte Formel, verdeutlicht die TSB die Differenz zwischen Deiner Trainingsbelastung der letzten 42 Tage und der Belastung am aktuellen Trainingstag.

Ganz simples Beispiel:

Wenn Deine CTL (also der Durchschnitt der letzten 42 Tage) bei 40 liegt und deine ATL (die Belastung des aktuellen Tages) bei 80 (eine längere Radausfahrt zum Beispiel), dann besitzt Deine Training Stress Balance einen Wert von -40.

Beispiel Nr. 2:

Hast Du an dem Tag aber nur ein leichtes Krafttraining (ATL von 20) absolviert, wäre Deine TSB bei 20.

Du siehst also, die Training Stress Balance kann positiv und negativ sein.

Allerdings ist ein positiver Wert nicht immer positiv für Dein Training.

Wo sollte Dein Training liegen?

An dem errechneten Wert kannst Du in etwa ablesen, wo Du Dich formtechnisch gerade befindest.

Das ist zum einen wichtig fürs Training, kann aber zum anderen auch Aufschluss über Deine Wettkampfverfassung geben.

Ein negativer Wert ist am Renntag selbst nicht unbedingt zu empfehlen. Er sollte sich daher um den Wert 0 oder etwas darüber bewegen.

Was das Training angeht, ist dieser Bereich allerdings eher zu meiden.

Denn laut den Entwicklern der Methode verändert sich Deine Form im Bereich von 10 bis -10 nur wenig bis überhaupt nicht.

Zwischen den Werten -10 und -30 befindest Du Dich im Bereich der optimalen Formentwicklung und wirst somit stetig besser.

Liegt der Wert noch weiter im negativen Bereich, also unterhalb von -30, steigt das Verletzungsrisiko zu sehr an.

Bei einer Training Stress Balance oberhalb von 25 geht Deine Fitness dagegen verloren.

Bedeutet also?

Mit den eingangs schon angesprochenen Werten Training Stress Score, Chronic Training Load und Acute Training Load kannst Du Deine Form sehr gut im Blick behalten.

Besonders über lange Sicht kannst Du so besser einschätzen, ob Du Deinem Körper zuviel zumutest.

Andersherum erkennst Du natürlich auch, ob Du in Deinem Training zu wenig Reize setzt und vielleicht sogar an Form verlierst.

Der negative Bereich der Training Stress Balance ist positiv für Dich und um den Wert 0 bist Du in einer guten Wettkampfform.

Ist der Wert zu hoch (im positiven Bereich), hat das wiederum negative Auswirkungen auf Deine Fitness.

Trainingspläne & Co

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Hinweis: All unsere Empfehlungen wurden sorgfältig ausgewählt, erarbeitet und geprüft. Sie sind für gesunde Erwachsene gedacht, die älter als 18 Jahre sind. Keiner unserer Artikel kann oder soll Ersatz für kompetenten medizinischen Rat bieten. Bevor Du mit dem Training beginnst, konsultiere bitte einen Arzt und lass Dich durchchecken.

Über den Autor

Das Autorenbild

Vom Sportmuffel zum Fitnessfreak! Angefangen mit Krafttraining gings übers Joggen und Radfahren zum Triathlon, den er mittlerweile nicht nur als Athlet betreibt. Mit einem abgeschlossenen Masterstudium schreibt er nun seit Jahren auf Tri it Fit professionell über alle Themen des Triathlonsports. Darüber hinaus ist er auch als Trainer und Buchautor tätig.

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