Triathlon Lexikon – Wichtige Begriffe erklärt!

In unserem Triathlon Lexikon sammeln wir nach und nach Begriffe, die mit dem Sport zu tun haben.

Wir geben uns Mühe, alles so verständlich wie möglich zu erklären.

Fall Du dennoch etwas nicht verstehen solltest, schreib uns gerne einen Kommentar.

Wichtige Begriffe erklärt: 

Laktat

Beim Laktat handelt es sich um ein Salz der Milchsäure.

Es entsteht vornehmlich bei der Umwandlung von Glucose zu Energie. Dabei ist anders als bei der aeroben Energiegewinnung (aerob = mit Sauerstoff) kein Sauerstoff beteiligt.

Im Normalzustand, d.h. in Ruhe wird dieses Stoffwechselendprodukt schnell abgebaut.

Bei körperlicher Anstrengung erhöht sich die Konzentration von Laktat im Blut. Es wird jedoch weiterhin permanent wieder abgebaut.

Ab einem gewissen Punkt – auch anaerobe Schwelle genannt – halten sich Produktion und Abbau die Waage: Es entsteht genauso viel Laktat wie wieder verschwindet.

An dieser sogenannten Dauerbelastungsgrenze kann ein Athlet seine Leistung zwischen 60 und 120 Minuten aufrechterhalten.

Steigt die Belastung weiterhin und somit auch die Konzentration von Laktat im Blut, kommt es zur Übersäuerung.

Danach ist es schwer, die Leistung dauerhaft hoch zu halten. Irgendwann geht es nicht mehr weiter, weil die Energiereserven zur Neige gehen.

Anaerobe Schwelle

Die anaerobe Schwelle nennt sich deshalb so, weil der Körper zu diesem Zeitpunkt von der aeroben Energiegewinnung (mit Sauerstoff) vermehrt auf Energiegewinnung ohne Sauerstoff (anaerob) umstellt.

Die individuelle anaerobe Schwelle jedes Menschen ist genetisch festgelegt. Sie liegt durchschnittlich bei etwa 4 mml/l (Millimol pro Liter Blut) angegeben.

Das ist ein fixer Wert, den Du nicht ändern kannst.

Was Du allerdings beeinflussen kannst, ist die Leistung, die Du an der anaeroben Schwelle erbringst.

Nehmen wir an, Du erreichst am Anfang der Saison laut den Messwerten bei einer Leistungsdiagnostik Deine individuelle anaerobe Schwelle bei einer Pace von 6 Minuten pro Kilometer .

Nach 3 Monaten Training machst Du einen weiteren Test und kommst erst bei einer 5.30er Pace an diesen Punkt. Dann hast Du Deine Ausdauer nachweislich verbessert.

Irgendwie logisch, oder?

Natürlich spürst Du diese ganzen Prozesse in Deinem Körper nicht. Schließlich gibt es keinen Knopf, der dir anzeigt, wann Du die „magische Schwelle“ überschreitest.

Aber Du merkst über kurz oder lang das Ergebnis:

Du kannst auf die Dauer schneller laufen/Radfahren oder schwimmen, während Du vorher beim selben Tempo oder der gleichen Wattzahl nicht lange durchgehalten hast.

VO2max

Die VO2max oder auch das maximale Sauerstoffvolumen gibt an, wieviel Sauerstoff Dein Körper innerhalb einer Minute verwerten kann.

Dieser Wert wird in Milliliter pro Kilogramm und Minute angegeben.

Während sehr gut trainierte Athleten zwischen 70 und 90 ml/kg/min Sauerstoff aufnehmen und verarbeiten können, haben Untrainierte nur eine durchschnittliche VO2mx von 25-35 ml/kg/min.

Auch wenn ein höheres Sauerstoffvolumen prinzipiell eine größere Fitness anzeigt, wird dieser Wert heute seltener herangezogen.

Respiratorischer Kompensationspunkt (RCP)

Hierbei geht dreht sich alles um das Verhältnis von eingeatmetem Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid, das wieder ausgeatmet wird.

Normalerweise ist dieser Respiratorische Quotient (RQ) abhängig davon, welche Nährstoffe verstoffwechselt werden.

Bei der Energiegewinnung durch Fette liegt er bei etwa 0,7.

Werden Kohlenhydrate verstoffwechselt, steigt er auf bis zu 1.

Liegt der RQ bei 0,8, deutet dies darauf hin, dass sich die Verbrennung von Fetten und Kohlenhydraten sich die Waage hält.

Bei schwerer körperliche Belastung erhöht sich der Wert allerdings auf über 1. Dann steigt nämlich der Anteil des Co2 in der Atemluft gegenüber dem des O2.

Diese weist wiederum auf eine zunehmende anaerobe Energiegewinnung (ohne Sauerstoff) und eine entsprechende Übersäuerung der Muskulatur hin.

Dieser Prozess macht sich ab dem sogenannten Respiratorischen Kompensationspunkt (RCP) bemerkbar.

Er ist somit in etwa vergleichbar mit der anaeroben Schwelle und lässt vor allem Aussagen über den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel zu.

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Über den Autor

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Früher hab ich immer gedacht „Sport ist Mord“, wenn in der Schule Ausdauerlauf oder – noch viel schlimmer – das „Sportfest“ angesagt war. Obwohl ich von mir nicht behaupten kann, per se unsportlich zu sein, habe ich dieses Potential selten genutzt. Inzwischen quäle ich mich freiwillig - und mit Spaß - jedes Mal aufs Neue zum Training.

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