Was (mich) Sport fürs Leben lehrt

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Wer mich kennt oder schon Artikel von mir gelesen hat, der weiß vielleicht, dass ich noch gar nicht allzu lange richtig und viel Sport treibe. (Die ganze Geschichte ist übrigens bei Sport & ich nachzulesen.) Auch wenn ich natürlich schon im Sportunterricht in der Schule einiges über mich ergehen lassen musste, stelle ich manchmal erst jetzt fest, wieviel mein Verhalten beim Training doch über mich und meinen Charakter aussagt. So manche Schlüsse über mich selbst sind echt erscheckend und immer wieder fallen mir neue Knackpunkte ins Auge, an denen ich sowohl sportlich als auch mental im Leben noch arbeiten muss.

Allerdings soll es in diesem Artikel nicht um meine persönlichen Fehler gehen, sondern – wie der Titel schon andeutet – um die positiven Lehren aus dem Training. Nach einigem Überlegen sind mir nämlich tatsächlich einige Dinge eingefallen, die mich im Sport aufbauen und ermutigen. Vielleicht kommen sie dir ja auch bekannt vor oder helfen dir weiter? Falls dir noch Ergänzungen einfallen, kannst du sie natürlich gleich unten ins Feeback schreiben!

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Es gibt natürlich unzählige Situationen, auf die dieses accomplishmentSprichwort zutrifft. Und eigentlich ist es sicher auch jedem klar.

Logisch: Wenn ich nicht versuche, mir die Choreo für einen Rap draufzuschaffen, werde ich ganz bestimmt nicht beim Auftritt dabei sein können.

Genau so ist es im normalen Leben: Den Job kann ich nur bekommen, wenn ich mich darauf bewerbe, auch wenn ich mir keine großen Chancen ausmale. Klingt einfach, ist aber gar nicht immer so leicht umzusetzen. Schließlich trägt eine „naja, ich hab ja nichts zu verlieren“- Einstellung selten dazu dabei, dass man einen Wettkampf gewinnt. Aber immerhin ist sie ein Anfang – und der hat schon manches Mal Entscheidendes verändert!

Work hard – dream big

Womit wir beim nächsten Thema wären: Imagination spielt im Leben ja oft eine wichtige Rolle.

Sei es, dass sich ein kleiner Junge einbildet, er wär weiß Gott wer oder dass jemand umgekehrt glaubt, todunglücklich zu sein, weil ihm immer ein kleines Puzzleteil zu seinem perfekten Leben fehlt. Beides sorgt dafür, dass die betreffenden Personen – unabhängig von ihrer wirklichen Lebenssituation – sehr unterschiedlich weit kommen.

Ich finde ja die Vorstellung faszinierend, dass man nur dann seine Ziele erreicht, wenn man über sie hinaus träumt. Aber träumen allein reicht eben nicht.

Arnold Schwarzenegger hat einmal gesagt: „If you don´t find the time, if you don´t do the work, you don´t get the results.“ Ich bin absolut kein Fan von seinem Schönheitsideal, aber man muss schon zugeben, dass der Mann es weit gebracht hat und weiß, wovon er spricht, wenn es um disziplinierte Arbeit geht.

Never give up

Es gibt Momente im Training, da ist mir einfach nur zum Kotzen zumute. Mein Kopf schreit „Aufhören! Langsam ist mal genug!“, aber ich weiß: „Nur wenn ich meinen Körper jetzt quäle, hab ich hinterher das gute Gefühl.“

Wer schonmal eine Laufveranstaltung oder einen anderen Wettkampf mitgemacht hat, weiß sicher, wovon ich rede. Aber auch 5 Kilometer auf der Rudermaschine oder der verzweifelte Versuch, einen Handstand hinzubekommen, können einen an die persönlichen Grenzen bringen.

Wichtig ist, dass im Sport wie im echten Leben nur ans Ziel kommt, wer bis zum Schluss durchhält.

Im Leben lernt man aus Fehlern

Irren ist menschlich.

Nur unter gewissen Umständen wünscht man sich doch, lieber gottgleich und fehlerfrei zu sein.

Z.B. wenn man trotz besseren Wissens auf eine längere Radtour nichts zu essen mitnimmt und einen Hungerast bekommt. Oder wenn man beim Krafttraining statt auf die Technik zu achten, viel zu schwere Gewichte stemmt und sich dann eine Verletzung zuzieht. Sowas ist wirklich ärgerlich. Gerade wenn es längerfristige Folgen hat wie eine unerwünschte Trainingspause.

Aber es nützt ja nichts, sich buchstäblich in den Po zu beißen und sich schwarz zu ärgern. So erreicht man sein Ziel nämlich garantiert nicht.

Wer hinfällt, muss wieder aufstehen, um weiter – und wenn das nicht geht – es das nächste Mal besser zu machen. Aber das funktioniert nur, wenn man sich nicht selbst ständig Vorwürfe macht. Der beste Weg ist, zu akzeptieren, dass ich ein Mensch bin, der nicht perfekt ist und es auch nicht zu sein braucht. Viel wichtiger ist, dass ich nach dem Fall wieder aufstehe und nicht im Matsch liegen bleibe.

Arnold_Schwarzenegger

Always think positive

Leider gibt es auch Situationen, in denen alles einen herunterzieht. Nicht jeder bekommt gleich einen Wutanfall, wenn ihm nicht gelingt, was er sich vorgenommen hat. Aber schon der Anflug von Verzweiflung kann manchmal dazu führen, dass letztlich gar nichts mehr geht – weder körperlich noch vom Kopf her.

Mir persönlich geht es oft bei Klimmzügen so. Ich stehe vor der Stange und fürchte, die Muskelprotze im Studio könnten mich auslachen, wenn ich hochspringe und mühsam meine 3-5 Wiederholungen mache.

Stattdessen könnte ich doch stolz sein und mir sagen, dass sie mich vielleicht bewundern, weil ich als einzige Frau im Hantelbereich trainiere. Und selbst wenn nicht, würde es mir sicher mehr helfen, mir vorzustellen, dass ich dieses mal sogar eine Wiederholung mehr schaffe, als so negativ zu denken.

In meinem Alltag täte mir diese Tugend ab und zu sicher auch ganz gut. 😉

Egal, was die andern machen – Ich zieh mein Ding durch

Vergleichen ist immer kontraproduktiv.

Okay, es kommt drauf an. Manchmal lernt man ja auch durch das Beobachten Dinge, die man besser machen könnte.

Aber in den meisten Fällen zieht einen das Vergleichen nur herunter.

Genauso wie ich mich im Alltag damit abfinden muss, dass manche Leute einfach unglaublich erfolgreich, intelligent oder beneidenswert hübsch sind, wird es immer irgendjemanden geben, der schneller läuft, mehr Gewicht stemmt, schlanker ist oder auf einer anderen Ebene mehr Leistung bringt als ich.

Es gibt zwei Möglichkeiten, darauf zu reagieren: Entweder ich verzweifle an dieser Tatsache oder ich hör einfach auf, mich überhaupt mit anderen zu messen und fang an, mein eigenes Leben zu leben.

Denn wie es aussieht. schadet es mir nur und nützt höchstwahrscheinlich niemand anderem, wenn ich mich selbst zugunsten eines/einer anderen runtermache. Wenn ich stattdessen an mich glaube und versuche, mich selbst zu übertreffen, kann ich letztlich das Beste aus mir herausholen.

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Love yourself

Durch den Sport bekomme ich ein anderes Verhältnis zu meinem Körper.

Früher war ich ständig unzufrieden und hab viel an meiner Figur rumgenörgelt. Heute bin ich dankbar dafür, dass mein Körper funktioniert wie er soll, ich selten ernsthaft krank bin ist und ich vermutlich noch viel ihm erreichen kann, ich mir jemals zugetraut hätte.

Das gibt mir Selbstbewusstsein. Aber es ist auch mit einer Verantwortung verbunden, nämlich der, für meinen Körper zu sorgen, damit er weiter unbeschadet und gesund bleibt.

Selbstliebe bedeutet für mich nicht, Angeberfotos von mir bei Instagram zu posten, sondern mich selbst zu achten und mich anzunehmen wie ich bin – auch mit Fehlern, Falten, Ecken und Kanten. Trotzdem kann und will ich weiter an mir arbeiten – sportlich wie auch charakterlich.

Und du so?

Was sind deine Lebensweisheiten? Oder findest du dieses Konzept überhaupt total bekloppt. Ich bin auf dein Feedback gespannt!

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Über den Autor

Früher hab ich immer gedacht „Sport ist Mord“, wenn in der Schule Ausdauerlauf oder – noch viel schlimmer – das „Sportfest“ angesagt war. Obwohl ich von mir nicht behaupten kann, per se unsportlich zu sein, habe ich dieses Potential selten genutzt. Inzwischen quäle ich mich freiwillig jedes Mal aufs Neue zum Training. Da ich inzwischen beruflich Halbwüchsige domptiere, schadet es ohnehin nicht, sich fit zu halten...

  • Feli

    Ja gerne, das würde mich freuen! Was ist denn bei euch als nächstes geplant? 🙂 Liebe Grüße, Feli