Welche Sportart passt zu dir?

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

Nachdem es im letzten Artikel darum ging, welche körperlichen Vorteile Sport mit sich bringt, geht es in diesem Artikel um die richtige Sportart. Dabei haben wir festgestellt, dass nur regelmäßige Bewegung diese positiven Effekte herruft, weil viele Prozesse im Körper nur langfristig wirken. Da Spaß an der ganzen Sache ein wichtiger Faktor ist, um dranzubleiben, stellen wir dir heute ein paar Möglichkeiten vor, sich sportlich zu betätigen. Vielleicht findest du ja auch deine Lieblingssportart?

Fitnessfaktor oder: Wieviel Fett verbrennst du?

Sportarten gibt es beinahe wie Sand am Meer. Von Schach über Rollstuhltanz und ÖlRingkampf bis hin zum Taubenschießen ist alles dabei. Und jeder von uns hat seine persönlichen Vorlieben, was das angeht. Manch einer kann es überhaupt nicht ausstehen zu schwitzen und bewegt sich lieber viel im Alltag. Ein anderer muss sich so richtig austoben, damit er ausgelastet ist. Und der nächste liebt es auf die sanfte Art und macht Entspannungsübungen. All das ist legitim und sicher auf die ein oder andere Art effektiv. Wer allerdings anstrebt abzunehmen, sollte sich eher eine der schweißtreibenderen Sportarten aussuchen oder sich sehr oft bewegen. Welche das sind, kannst du der folgenden Tabelle entnehmen. Darin siehst du den Kalorienverbrauch eines 27-Jährigen 80kg schweren Mann oder einer ebenso alten 60 kg schweren Frau innerhalb einer halben Stunde bezogen auf verschiedene Sportarten.

Kalorienverbrauch im Vergleich

Einzelkämpfer oder Teamsportler?

Nicht nur eine Frage der individuellen Vorlieben ist die nach der Anzahl der „Mitspieler“. Viele Ballsportarten sind beispielsweise nur im Team ausführbar. Und auch für Paartanz braucht man mindestens ein Gegenüber. Auch wenn es zu mehreren oftmals mehr Spaß macht, Sport zu treiben, kann es durchaus auch Nachteile haben, wenn man mal nicht geich eine ganze Fußball- oder Volleyballmannschaft zur Verfügung hat. Um solche Probleme zu umgehen, bietet es sich natürlich an, sich in entsprechenden Vereinen oder Kursen anzumelden. Oder aber du suchst dir eine oder mehrere Sportarten aus, die du auch unabhängig von Freunden oder Partnern trainieren kann. Denn sonst heißt es bald: Wenn die andern nicht kommen, bleib ich auch auf dem Sofa sitzen…

Naturtyp oder Neonlichtanbeter?

Einen ähnlich hohen Ausschlussfaktor haben Sportarten, die nur zu bestimmten Jahreszeiten möglich sind. Schlittschuhlaufen zum Beispiel, oder auch Surfen und Segeln. Da Sport an der freien Luft insgesamt stark von der Witterung abhängig ist, kann es schonmal sein, dass er öfter ausfällt als stattfindet. Wer auf die Dauer fit bleiben möchte, sollte sich zusätzlich zu solchen Hobbys vielleicht noch den ein oder anderen sportlichen Ausgleich suchen. Das Fitnesstudio kann zumindest einen Teil davon ersetzen. Denn dort kann man im Winter oder bei schlechtem Wetter auch aufs Laufband, die Spinningräder oder an die Rudermaschine gehen. Künstlichen Schnee oder Eis kann wohl in den seltensten Fällen jemand herzaubern.

Die richtige Sportart: Kraft oder Ausdauer?

An diesen beiden Alternativen scheiden sich unter Sportlern die Geister. Während die einen auf Cardio schwören, können sich die anderen die Welt ohne Gewichte nicht vorstellen. Lange Zeit wurde sogar so getan, als ob sich beide Schwerpunkte gegenseitig ausschließen würden. Deshalb tun viele Bodybuilder zum Beispiel einen Teufel, den Aufbau ihrer Muskelmasse durch Ausdauertraining zu gefährden. Und für einen Läufer sind zusätzliche Muskelpakete nur Ballast. Allerdings muss sich niemand für eines entscheiden. Im Gegenteil: Viele Ausdauersportler führen mindestens zur Stabilisation auch ein bis zweimal die Woche Kraftübungen durch. Und da es bei Kraftsportlern darauf ankommt, einen möglichst geringen Fettanteil am Körper zu besitzen, kann auch ihnen ein bisschen Ausdauertraining nicht schaden. Zur Regenration wird sogar empfohlen, nach dem Krafttraining 10 bis maximal 30 Minuten locker auszulaufen. Im Übrigen gibt es auch Sportarten, die beides kombinieren: Crossfit zum Beispiel oder das ganz herkömmliche Zirkeltraining. Aber auch spezielle Programme wie Freeletics oder das HIIT (Hoch-Intensitäts-Intervall-Training) legen den Schwerpunkt auf die sogenannte Kraftausdauer. Anleitungen gibt es dafür massig im Internet oder auch als App aufs Hany.

Spezielle Risikofaktoren

Wenn du erstmals mit dem Sport beginnst, hast du vielleicht Vorurteile gegenüber der einen oder anderen Sportart. Denn jede Form der Bewegung hat ihr Image: Nordic Walking ist nur was für alte Leute, beim Laufen macht man sich die Knie kaputt etc. Richtig ist, dass es bei bestimmten Übungen eine größere Belastung und dementsprechend ein höheres Verletzungsrisiko gibt. Allerdings kann jede noch so sanfte Sportart bei falscher Ausführung Verletzungen hervorrufen. Daher ist es immer wichtig, vor allem am Anfang unter Anleitung eines erfahreneren Sporters/einer Sportlerin zu trainieren. Besonders, wer schon etwas älter oder übergewichtig ist, sollte darauf achten, seine Gelenke nicht übermäßig zu strapazieren. Daher bietet sich in so einem Fall eine Rücksprache mit dem Arzt an. Zur Übersicht haben wir dir hier auch eine kleine Auswahl an Sportarten mit eher hohem, bzw. niedrigen Verletzungsrisiko zusammengestellt.

Riskofaktoren

Der Kostenpunkt

Wie das Diagramm unten zeigt, sind bei vielen Sportarten, die so richtig dolle Spaß machen, meist die Kosten der springende Punkt. Immerhin muss man sich zum Biken zunächst mal ein ordentliches Rad, einen Helm, Klamotten und gegebenenfalls Werkzeug zulegen. Zwar hat man bei einem guten Kauf längerfristig etwas von seiner Errungenschaft, doch das ist eben sehr materialabhängig. Für alle die es nicht so dicke haben, gilt wieder der Ratschlag, sich im Fitnesstudio anzumelden. Da gibt es jede Menge Kurse und Geräte, die Abwechslung bieten. Wenn du Glück hast, bekommst du sogar relativ günstig eine Mitgliedschaft. Am preisgünstigsten ist übrigens der Laufsport. Ein Paar gute auf dich abgestimmte Schuhe solltest du dir dafür allerdings schon leisten.

Kosten im Vergleich

Quelle: Studie der Universität Mainz 2012 über die Sportausgaben der Bundesbürger im Jahr 2010 (http://www.wirtschaftundschule.de/aktuelle-themen/unternehmen-markt/wirtschaftsfaktor-sport/sportkonsum-in-zahlen/)

Probiers aus!

Wir haben dir hier ein paar Faktoren aufgezeigt, die dir bei der Wahl der Sportart helfen sollten. Wenn du dir nicht sicher bist oder nicht entscheiden kann, hilft nur eins: Ausprobieren! In vielen Fitnessstudios, Vereinen und Kursen kann man ein Probeabo bekommen. Und wenn du Freunde hast, die eine bestimmte Sportart machen, die dich interessiert, geh doch einfach mal mit zum Training. Ansonsten kannst du auch jederzeit und unkompliziert mal in die Schwimm- oder Boulderhalle gehen. Probieren geht über studieren. Und macht außerdem mehr Spaß! 😉

Hat dir unser Artikel gefallen?

Opt In Image
Tri it Fit Newsletter
Melde dich hier für unseren Newsletter an und erhalte unser gratis Slingtrainer E-Book direkt mit dazu.
Share.

Über den Autor

Früher hab ich immer gedacht „Sport ist Mord“, wenn in der Schule Ausdauerlauf oder – noch viel schlimmer – das „Sportfest“ angesagt war. Obwohl ich von mir nicht behaupten kann, per se unsportlich zu sein, habe ich dieses Potential selten genutzt. Inzwischen quäle ich mich freiwillig jedes Mal aufs Neue zum Training. Da ich inzwischen beruflich Halbwüchsige domptiere, schadet es ohnehin nicht, sich fit zu halten...

  • Din

    Das sind sehr schöne Anregungen. Alles was Spaß macht, landet auf meiner Sportliste. Oft habe ich für einiges immer nur im Winter Zeit oder im Urlaub. Aber ich mag es vielfältig, wenngleich natürlich Triathlon meine Hauptsportart(en) ist.

    • Wir sind ja der Meinung, dass man für Sport grundsätzlich bezahlt werden sollte. Dann könnte man den ganzen Tag nix anderes machen und viel mehr ausprobieren. 😉