Willst du deine Grenzen verschieben? Dann mach Triathlon!

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Stell dir vor, du stehst an der Startlinie. Der Wettkampf steht kurz bevor. Du schauderst bei dem Gedanken daran, dass es gleich ins kalte Wasser geht. Du denkst zurück: Letztes Jahr hast du schon einmal hier gestanden, bei deinem ersten Triathlon.

Du hattest dich darauf gefreut und hart trainiert. Hattest sogar im Vorhinein einen Kraulkurs absolviert und warst stolz auf deine ersten 500 Meter am Stück. Doch dann hatte dich der Mut verlassen, als nach dem Startschuss plötzlich das große Hauen und Treten losging. Du bekamst Panik. Schnapptest nach Luft und schlucktest Wasser. Darauf warst du nicht vorbereitet. An Kraulen war nicht mehr zu denken. Du warst froh, dich überhaupt zur nächsten Boje zu retten, wo man dir half. Zuende geschwommen bist du nicht mehr. Was zurückblieb, war die Panik vor dem Freiwasser. Und ein dickes „Did not Finish“ auf der Ergebnisliste.

Panik will dich auch jetzt wieder ergreifen. Deine Gedanken kreisen um das bevorstehende Rennen. Wirst du die Strecke dieses Mal meistern? Die Ruhe bewahren und dich durch die Wassermassen kämpfen? Wirst du die Finishline endlich erreichen? Die Angst besiegen und es dir selbst beweisen?

Kurz: Wirst du deine Grenzen verschieben?

Zugegeben: Die eingangs beschriebene Situation ist fiktiv. Aber so ähnlich ist es Schorsch auch bei seinem letzten Triathlon ergangen.

Warum unbedingt Grenzen verschieben oder überwinden?

Grenzen sind objektiv gesehen Teil eines jeden menschlichen Lebens: Manche Grenzen sind gut und hilfreich für uns, weil sie das menschliche Zusammenleben organisieren. Das Tempolimit auf diversen Straßen zum Beispiel. Es mag nicht jedem gefallen, aber es schützt auch vor Chaos und beugt Unfällen vor.

Es gibt aber auch Grenzen, die uns einengen. Solche Grenzen sind dazu da, ausgetestet und überschritten zu werden. Denn sie sorgen sonst nur dafür, dass wir uns selbst noch mehr beschränken, anstatt uns weiterzuentwickeln. Wenn die Menschheit im Laufe der Jahrtausende alle scheinbar natürlich oder göttlich vorgeschriebenen Grenzen akzeptiert hätte, wäre uns vieles Wunderbare in diesem Universum entgangen.

Überwinde dein Limit mit Triathlon

Überwinde dein physisches Limit

Triathlon ist eine Extremsportart. Vielleicht nicht so gefährlich wie Autorennen, Basejumpen oder diverse Kampfsportarten. Aber doch eine sportliche Aktivität, die dir alles abverlangt, wenn du dich darauf einlässt. Durchaus ein körperlicher Kampf.

Das Entscheidende an diesem Kampf ist: Es geht nicht einfach nur darum, deine Gegner zu besiegen. Die Konkurrenzsituation, die meistens nur im Wettkampf vorkommt, ist gerade für Einsteiger nicht die Hauptsache. Zwar ist es schön, mal in einem Rennen aufs Siegertreppchen zu kommen. Aber es wird früher oder später immer wieder jemand kommen, der besser ist als du. Das passiert selbst den Profis! So gesehen, kannst du dauerhaft nur gegen dich selbst bestehen.

Wenn du gewinnen, dich weiterentwickeln und dein Limit überwinden willst, musst DU dein größter Konkurrent sein. Nur dann kannst du kontinuierlich an dir arbeiten. An welchem Punkt du auch stehst: Es kommt eigentlich nur darauf an, dass du bei deinen Schwächen ansetzt und sie in Stärken verwandelst.

Wie das?

  • Zum Beispiel indem du nicht nur 1x pro Woche schwimmen gehst, sondern – sofern es der Zeitplan zulässt – 2-3 Mal. Oder wenn du dir einen Verein suchst, wo du professionelle Hilfe und Anleitungen bekommst um beim nächsten Wettkampf ohne Panik schwimmen zu können.
  • Dadurch, dass du Intervalltraining betreibst, auch wenn es weh tut. Oder am Wochenende laufen gehst, während alle noch schlafen.
  • Wenn du nicht nur deine Lieblingsradstrecke abspulst, sondern dir einen Weg suchst, der dich fordert. Oder wenn du auch bei schlechtem Wetter auf die Rolle steigst und dein Training dort durchziehst.
  • Indem du auch das Krafttraining nicht vernachlässigst und Trainingsreize in den Muskeln setzt, damit sie stärker werden.
  • Dadurch, dass du dir einen realistischen und vernünftigen Plan zurechtlegst, was du wann trainieren möchtest. Indem du diesen Plan in der Regel befolgst. Und auch Pause machst, wenn Pause drin steht!

Es ist oft hart, gegen sein körperliches Limit (oder den inneren Schweinehund) anzukämpfen. Manchmal siehst du erst nach Wochen oder Monaten Erfolg. Zum Beispiel in Form einer besseren Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem Rad, weil sich dein Bergtraining ausgezahlt hat. Arbeite an deinen Schwächen und überwinde sie!

Überwinde dein mentales Limit

Doch was, wenn du nicht vorankommst? Wenn du auf einem Plateau stehen bleibst? Oder dich sogar zurückentwickelst? Wenn dein Körper vielleicht im Wettkampf nicht so will wie du?

Hier kommen die Stichworte mentale Stärke und mentales Training ins Spiel. Heutzutage hört man das ja häufiger – auch im sportlichen Bereich. Doch was ist darunter eigentlich zu verstehen?

Mentale Stärke ist die Fähigkeit, unter den gegebenen Bedingungen Herkunft des Wortes "mental"die bestmögliche Leistung zu erbringen. Durch das richtige Verhältnis aus angespannter Konzentration und innerer Ruhe. Mentale Stärke hilft dir, das, was dein Körper wochen- und monatelang trainiert hat, auch abzurufen. Die volle Leistung. Auch unter widrigen Umständen.

Mentale Stärke hilft dir also,

  • beim Schwimmstart im Freiwasser Ruhe zu bewahren, auch wenn um dich herum gedrängelt und geschubst wird
  • in der Wechselzone einen kühlen Kopf zu behalten, auch wenn deinen Platz nicht auf Anhieb findest und nicht sofort in die Pedale kommst
  • auf dem Rad alles zu geben und nicht auszuflippen, wenn der Reifen platzt, das Gel am Rahmen kleben bleibt oder dich alle überholen
  • auch weiter zu laufen, wenn die Pace dir nicht gefällt, du Seitenstiche bekommst du generell unzufrieden mit dem Rennen bist
  • insgesamt dein Rennen zu machen, nicht aufzugeben, sondern das Beste aus dir herauszuholen

Im Prinzip ist mentale Stärke eine Form der Belastbareit in schwierigen Situationen. In Bezug auf Sport heißt das konkret: du bist mental stark, wenn du dein Ziel vor Augen behältst, auch wenns brenzlig wird. Und diese Fähigkeit lässt sich trainieren!

So wie du deinen Körper trainierst, muss du auch deinen Geist, deine Vorstellung konditionieren. Du denst jetzt vielleicht an ein Mantra, das du 100 Mal wiederholst. So nach dem Motto: „Wenn ich es mir nur lange genug einbilde, dass ich gewinne oder mein Ziel erreiche, dann schaffe ich es auch.“ Das ist mit mentalem Training allerdings nur bedingt gemeint. Und es gibt außerdem noch zahlreiche weitere Methoden.

Nehmen wir mal das Beispiel Schwimmstart im Freiwasser:

Für viele Triathlon-Einsteiger – mich eingeschlossen – ist ja das Schwimmen eine komplett neue Disziplin, die es erst einmal mühsam zu erlernen gilt. Atmen, Kraulzug, Beinschlag und die gesamte Koordination sind für den Anfänger kein Leichtes. Doch das kann man ja eigentlich oft genug üben.

Weniger leicht zu realisieren ist die Situation beim Schwimmstart. Da haben es die Ambitionierten plötzlich Freiwasserschwimmen im Triathlonalle ganz eilig und sind vielleicht nicht mehr so rücksichtsvoll wie im Schwimmbad – wobei es ja auch da unverschämte Drängler gibt. Und selbst, wenn es keiner mit Absicht tut: Tritte und Hiebe sind auf dem begrenzten Raum wohl leider unvermeidlich. Für diejenigen, die im Freiwasser noch nicht so routiniert sind, kommt vielleicht die Angst vor dem Untergehen hinzu. Oder auch zum Teil irrationale Vorstellungen von gefährlichen Meerestieren im Tümpel! (Dazu mehr in unserm Artikel über das Freiwasserschwimmen.)

Wie so oft ist der erste Schritt zur Besserung die Erkenntnis und Analyse: Was macht mir Angst? Warum reagiere ich panisch? Sind diese Ängste berechtigt? Was kann ich tun, um sie zu überwinden?

Am besten solltest du dir diese Gedanken schon bewusst machen, bevor entsprechende Situationen entstehen, damit du im richtigen Moment darauf gefasst bist. Vorbereitung (in diesem Fall durch Imagination) ist manchmal schon die halbe Miete.

Oder die Radstrecke

Stell dir zum Beispiel vor, du hast im Wettkampf einen Platten. Wenn du den Reifen nicht wechselst, kannst du nicht weiterfahren. Bleibst du in dem Moment ruhig und weißt, was zu tun ist, auch wenn die Konkurrenz an dir vorbeizieht? Oder kommen dann die negativen Gedanken: „Hätte ich mal… Mann, bin ich ein Dummkopf! Das ist ja mal wieder typisch!“…

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Dieses Denken nützt dir wenig. Es behindert dich eher. Statt deinen Reifen zu flicken, vergeudest du nur Kraft und Zeit.

Wenn du dir solche Dinge vorher überlegst, und evtl. auch den ein oder anderen Reifen im Training flickst, kann dir nicht viel passieren und du bist schnell wieder Teil des Rennens.

Mentale Stärke trainieren

GrenzenNatürlich ist es auch sinnvoll, entsprechende Momente, die dir Panik machen, dich verwirren oder demotivieren, wenn möglich zu üben. Also ab und zu mal ins Freiwasser hüpfen oder einen Lauf bei schlechtem Wetter durchziehen, wenn dir nicht danach ist. Je öfter du solche Situationen im Training schon meisterst, um so leichter fallen sie dir im Wettkampf.

Und nicht nur da kommt dir die mentale Stärke zugute. Du wirst auch im Alltag davon profitieren, wenn du gelassener mit Stressssituationen umgehen kannst, dich nicht selbst fertig machst, sondern an dich glaubst und dein Limit überwindest!

Ist Mentales Training alles?

Natürlich nützt alles mentale Training im Triathlon nichts, wenn du körperlich nicht fit bist. Die wenigsten werden wohl eine Mittel- oder Langdistanz ohne Vorlauf bestreiten. Abgesehen davon, dass du deine Gesundheit riskierst, wenn du die Belastung innerhalb weniger Wochen zu stark steigerst.

Um deine Grenzen zu verschieben brauchst du beides: eine gestählte Physis und eine starke Psyche. Der Körper gehorcht dem Kopf nur so lange, wie er die Kraft dazu aufbringen kann. Also wirst du um ein hartes Training nicht herumkommen.

Und zwar in allen 3 Disziplinen. Wenn du ein routinierter Marathoni bist, wird dich vielleicht das Schwimmtraining an die Grenze bringen. Und als jemand, der mit dem Radsport groß geworden ist, fällt dir vielleicht gerade das Laufen nicht so leicht. Wenn du erst im Erwachsenenalter mit dem Sport begonnen hast, ist die Kombination aus allen 3 Disziplinen sicher noch einen Zacken schärfer.

Faszination Triathlon

Aber genau das macht Triathlon ja aus. Die Vielfalt des Sports, die dich auf allen Ebenen fordert. Selbst erfahrene Triathleten und Profis sagen, dass sie jedes Mal wieder vor einem Wettkampf Respekt haben und sich akribisch darauf vorbereiten müssen.

Darum glauben wir auch, dass Triathlon ideal für jeden ist, der seine Grenzen austesten und verschieben möchte. Das propagieren wir auch mit unserem Motto „Überwinde dein Limit„. Und daher möchten wir dir Mut machen, es zu probieren!

Zweifelst du noch oder brauchst du Tipps? Dann haben wir auf unserem Blog eine Menge Artikel für dich parat. Klick dich doch mal durch und schau auch auf unseren Leitfaden für Anfänger vorbei. Wir haben auch eine Facebook-Gruppe, in der du andere Triathlon-Einsteiger kennenlernen und dich mit ihnen austauschen kannst.

Tri it Fit Facebook-Gruppe

Facebook GruppeIn unserer Facebook-Gruppe kannst du all deine offenen Fragen zum Thema Triathlon, Krafttraining, Ernährung etc. Gleichgesinnten stellen. Du kannst dich austauschen, deine Erfolge teilen und mit etwas Glück sogar den nächsten Trainingspartner finden. Schau doch gleich mal rein. Hier gehts lang.

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Über den Autor

Früher hab ich immer gedacht „Sport ist Mord“, wenn in der Schule Ausdauerlauf oder – noch viel schlimmer – das „Sportfest“ angesagt war. Obwohl ich von mir nicht behaupten kann, per se unsportlich zu sein, habe ich dieses Potential selten genutzt. Inzwischen quäle ich mich freiwillig jedes Mal aufs Neue zum Training. Da ich inzwischen beruflich Halbwüchsige domptiere, schadet es ohnehin nicht, sich fit zu halten...

  • Ein hervorragender Artikel zu einem immer wieder aktuellen Thema. Ich habe mal so eine schöne Grafik gesehen. Da war ein Kreis auf dem Blatt – das Innere des Kreises war „your comfort zone“ und draussen war ein Pfeil „where the magic happens“ 😉
    Liebe Grüsse
    Ariana

    • Lotta

      Liebe Ariana,

      o ja, so muss es sein. Wenn man mittendrin steckt, fühlt es sich gar nicht gut an, aber hinterher ist man doch froh drüber, es gewagt zu haben!

      Liebe Grüße,

      Lotta