10 Tipps, um den inneren Schweinehund zu überwinden

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Jeder kennt ihn und selbst die größten Hundeliebhaber können sich mit dem inneren Schweinehund nicht so wirklich arrangieren. Ganz besonders unbeliebt ist er allerdings bei Sportlern, besser gesagt bei Sportanfängern. Er hält dich im Sessel, wenn du eigentlich schon längst im Fitnessstudio sein wollte oder er hat die besten Argumente parat, warum Joggen früh morgens eigentlich völlig falsch ist. Aber wie besiegst du ihn?

Leider ist der Schweinehund das einzige Lebewesen, das mehr Leben hat als eine Katze. Aber zum Glück haben wir 10 Tipps für dich, wie du ihn geschickt austricksen und den inneren Schweinehund damit zum Rückzug zwingen kannst.

1. Realistische Ziele

Beim ersten Punkt liegt, besonders für Anfänger, die Betonung auf „realistisch“. Denn wer sich zu Beginn seiner sportlichen Karriere zu große Ziele setzt, wird schnell enttäuscht, verliert die Lust und überlässt dem inneren Schweinehund das Feld. Egal ob du als Läufer, Radfahrer oder möglicherweise auch als Triathlet unterweges bist – anfangs gilt es, kleine Brötchen zu backen. Ein Fünf- oder Zehnkilometerlauf oder eine große Radtour als erstes Etappenziel sollten reichen. Auch im funktionalen Training oder beim einfachen Krafttraining solltest du dich nicht gleich an Arnold Schwarzenegger orientieren. Stattdessen bieten sich die klassischen Disziplinen wie Bankdrücken oder Kreuzheben als einfache Ziele an. Auch hier gilt: weniger ist mehr! Die Übungen lieber mit wenig Gewicht richtig ausführen als sich mit zu viel Kilos gleich einen Bruch heben!

2. Langsam anfangen – den Schweinehund überlisten

Damit ist zum einen das Tempo gemeint (bei Ausdauersportarten), zum andern die Trainingshäufigkeit. Wer sich gleich zu Beginn mit tagelangem Training quält und dazu auch noch bis an seine Leistungsgrenze geht, verliert schnell die Lust auf Sport. Das gilt natürlich nicht nur für Anfänger. Auch wer sich in der Vorbereitung auf einen Wettbewerb o.ä. überanstrengt, öffnet dem Schweinehund Tür und Tor.

3. Trainingstyp ermitteln

Auch die Trainingszeiten spielen eine große Rolle. Nicht jeder ist ein Frühaufsteher. Aber es gibt auch viele angehende Sportler, die abends eigentlich zu kaputt sind, um noch einmal auf Rad zu steigen oder die Gewichte zu stemmen. Dann ist ein ausgiebiges Training alles andere als einfach. Und warum sollte man sich das Training unnötig schwer machen? Wer sich abends zu sehr quält, sollte die „Körperertüchtigung“ auf die frühen Morgenstunden verlegen. Oder vielleicht auch in die Mittagspause.

4. Die richtige Sportart finden

Natürlich haben wir alle die Wahl. Allerdings werden wir ja oft durch unsere Umwelt auf eine bestimmte Sportart gestoßen. Wenn die jedoch die Falsche ist, wird es verständlicherweise mit der Zeit schwerer und sorgt hin und wieder dafür, dass der innere Schweinehund das Tauziehen gewinnt. Das muss aber nicht bedeuten, dass Sport an sich keine gute Idee ist. Unser Tipp: Probier etwas anderes aus! Wenn einfaches Bodybuilding nichts für dich ist, versuch Freeletics oder Crossfit. Auch beim Ausdauersport ist es leicht, Alternativen zu finden. Nur die Triathleten haben keine Wahl. 😛 Aber auch da gibt es Möglichkeiten.

5. Die richtige Umgebung finden

Zum Beispiel: das Trainingsgebiet wechseln. Das kommt natürlich auf deine Möglichkeiten an. Aber wer die Chance hat im Wald zu joggen, sollte, wenn er sich in der Stadt nicht motivieren kann, diese auch nutzen. Dasselbe gilt für die Wahl des Fitnessstudios. Auch hier solltest du sich wohlfühlen. Falls das nicht von vornherein ersichtlich ist, ist es ratsam, einen Vertrag zu wählen, den man recht schnell kündigen kann. Denn was nützt ein Zweijahresvertrag in der Muckibude, wenn man ihn nicht nutzt?

6. Vor dem Training nur leichtes Essen

Ist dann die richtige Zeit und der richtige Ort mit der passenden Sportart gefunden, sollte auch das Essen vor dem Training stimmen. Denn wer kennt die Müdigkeit nach einer guten Portion Kohlenhydrate nicht? Und dann noch ins Training? Eben! Schon ist der Schweinehund wieder da… Bei leichtem Essen, einem Salat, Rührei mit Gemüse oder etwas Obst raffst du dich viel leichter auf, zum Training zu gehen. Wers solange aushält, kann natürlich auch seine Tupperdose vorbereiten und sich nach dem Training mit etwas Leckerem belohnen. 😉

7. Nach der Arbeit gleich zum Training

Oft schleicht sich der innere Schweinehund auch zwischen Arbeit und Training ein. Nämlich immer dann, wenn man von der Arbeit schnell heimfährt, um die Sportsachen zu suchen. Da läufst du kurz an der Couch vorbei, setzt dich nur 5 Minuten hin und hast plötzlich überhaupt keine Lust mehr auf Bewegung! Also Sportzeug morgens packen und mit zur Arbeit nehmen. Vermeide jeglichen Kontakt mit einer bequemen Sitzgelegenheit auf dem Weg ins Training!

8. Sich fürs Training belohnen

Auch das ist ein wichtiger Punkt. Denn positive Erfahrungen stärken das Wohlbefinden und steigern die Motivation. Mit Belohnungen sind jetzt aber keine Süßigkeiten oder die fette Tiefkühlpizza, bzw. der Burger mit extra Pommes gemeint. Auch wenn ein gutes Essen natürlich ab und zu drin sein sollte: eine längere Wirkung haben sicherlich chice Trainingsklamotten. Oder aber eine Entspannungsphase in der Sauna oder im Dampfbad. Das lässt sich übrigens auch gut in den Trainingsplan integrieren. Entweder direkt nach dem Training oder als letzte „Trainingseinheit“ in der Woche. Dein Körper wird sich jedenfalls sehr darüber freuen.

9. Freunden und Verwandten von seinen Zielen berichten

Bei diesem Punkt verhält es sich in etwa so wie mit dem Entschluss, mit dem Rauchen aufzuhören. Denn hast du erst einmal deinem ganzen Umfeld vom angepeilten 10-km-Lauf erzählt, wirst du auch häufiger darauf angesprochen. Und wer steht dann schon gerne als inkonsequenter Pseudosportler da? Schöner ist es doch allemal, auf der Zielgeraden von seinen Kumpels angespornt und hinterher beglückwünscht zu werden.

10. Einen Trainingspartner suchen

Der Trainingspartner ist DIE Waffe im Kampf gegen den inneren Schweinehund. Denn im Idealfall überwindet er für dich den Gegner im Handumdrehen und zieht dich mit ins Training. Er ruft an und fragt nach, wenn du nicht zum vereinbarten Zeitpunkt beim Training bist. Er feuert dich an, wenn man mal nicht so fit bist und er hat anerkennende Worte für eine gute Leistung. Im Gegenzug erwartet er vielleicht auch dasselbe von dir, aber das sollte drin sein, oder?

Worauf wartest du noch? Fang noch heute an!

 Motivationsvideos findest du übrigens hier.

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Über den Autor

Vom Sportmuffel zum Fitnessfreak! Angefangen mit einfachem Krafttraining gings übers Joggen und Rad fahren zum Triathlon und zum funktionalen Training. Wenn er nicht gerade beim Sport ist, studiert er vergleichende Geschichte der Neuzeit.